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  1. #1
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    Paul Heyse: Thekla

    Hallo!

    Zweiter Versuch ... Ich möchte einmal einen längeren Hexameter-Text zum Gespräch vorschlagen, bin aber nicht sicher, wie das auf übersichtliche Art im Forum möglich ist. Ich denke aber, so könnte es möglich sein: Ich mache mehr als einen Faden auf - diesen hier, um im Kopfbeitrag alle wichtigen Informationen zu sammeln und gegebenenfalls über Links verfügbar zu machen, und (erst einmal) einen anderen, der den reinen Text enthält. Alles, was uns zum Text einfällt, kommt dann bitte auch nur hier in den Faden!

    Der Text an sich findet sich im Forum in den folgenden Fäden:


    Erster Gesang

    Zweiter Gesang

    Dritter Gesang

    Vierter Gesang

    Fünfter Gesang

    Sechster Gesang

    Siebter Gesang


    Achter Gesang

    Neunter Gesang



    Es würde mich freuen, wenn ihr mitlest (ich füge nach und nach mehr Text hinzu und vermelde das dann hier), mitdenkt und mitredet!

    Gruß,

    Ferdi

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Hier der "richtige" Text in der Erstausgabe:

    Paul Heyse: Thekla. Ein Gedicht in neun Gesängen, Cotta, Stuttgart 1858

    Die zweite Auflage ist nicht uninteressant aufgrund der vorgenommenen Bearbeitungen des Textes:

    Paul Heyse: Thekla. Ein Gedicht in neun Gesängen, Cotta, Stuttgart 1863

    In späteren Ausgaben finden sich noch weitere, meist kleine Veränderungen; ich weise gegebenenfalls darauf hin.


    In Nicole Nelhiebels Epik im Realismus wird die "Thekla" auf den Seiten 193 bis 208 besprochen.


    Als Einstieg in die historische Grundlage der entsprechende Wikipedia-Artikel: Thekla von Ikonium

    Eine im Vergleichssinne lesenswerte Hexameter-Legende findet sich hier im Forum: Die Jungfrau von Antiochia

    Beim Verserzähler gibt es eine Reihe von Einträgen, die anhand der "Thekla" auch grundlegende Hexameter-Fragen ansprechen, beginnend mit diesem: Thekla (1).
    Geändert von Ferdi (05.07.2020 um 23:17 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Ferdi,

    ich werde gerne dein Leseprojekt verfolgen und bin gespannt, wie es weitergeht. Ob ich etwas kommentierend dazu beitragen kann, weiß ich zwar nicht, ich wollte allerdings kurz rückmelden, dass ich mitlesen werde und bereits versuche, mich etwas "schlau zu machen".

    Leider sind die Seiten (Epik im Realismus), die sich auf die "Thekla von Ikonien" beziehen, ausgespart.

    Teil 1 fand ich bisher kurzweilig und auch spannend. Einzelne Verse fand ich witzig. Du schreibst auf deiner Seite, dass Heyse aber keine humoristischen Absichten verfolgt. Ich vemute ja, auch wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht, dass Heyse hier verschiedene weltanschauliche Ansichten in Position bringen möchte.

    LG,
    Miserabella

  3. #3
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    Saint Thecla, Fresko der heiligen Thekla aus dem 11. Jahrhundert in der Verklärungskathedrale, Ukraine, Tschernihiw. Sicherlich wären weitere Objekte von Interesse. Ich folge dem Faden. lg Fietje Butenlänner

    Saint Thecla.jpg
    Von anonimus - Gemeinfrei unter *↓








    *Weiterverwendungsbedingungen siehe: WikipediaCommons:Weiterverwendung Thecla Iconium

    Geändert von Butenlänner (02.07.2020 um 02:44 Uhr)

  4. #4
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    Hallo!

    Im Text-Faden ist jetzt alles bis einschließlich Vers 200 angekommen. So langsam wird ein Text draus ...

    Wieso, Miserabella, du kommentierst doch schon ... Über Verse kann man immer reden, hier auch; wer möchte - immer los! Das werde ich demnächst auch tun (schon weil es einer der Gründe ist, die mich zum Text zurückgeführt haben). In einem längeren Text wie diesem lohnt es aber sicher auch, auf die Figuren und ihre Entwicklung zu schauen, auch darauf, wie Heyse was macht - wo folgt er "moderner" Erzähltechnik, wo der "alten", antiken Epentechnik? Wie mischt er und wie gelangt er dabei zu einem einheitlichen, überzeugenden Ganzen?! Solche Fragen.

    Die "Vorschau" bei googlebooks war und ist mir ein Rätsel - hier kann ich die Seiten einsehen, vom "Arbeitsrechner" aus allerdings, wie du, nicht. Hm. Ich habe das Buch auch da, aber das hilft ja wenig ...

    (Für später auch spannend: Heyse hat die Verse von Eduard Mörike durchschauen lassen - da wollte ich schon immer schauen, was sich da an Anmerkungen Mörikes findet; fände ich rasend spannend, das ist einer der besten Hexametristen, die wir haben.)

    Butenlänner, was immer du findest in Bezug auf die Geschichte - her damit! Das gibt ja alles Rahmen und Einordnung, und das ist etwas gutes an sich.

    Gruß,

    Ferdi

  5. #5
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    Ferdi, ich hatte den Text mit Begeisterung gelesen, vermochte ihn aber nicht ohne Interpretationsmaterial zeitig einzuordnen. Ich meine wir müssen fast 2000 Jahre zurück? Egal, ich will Begleitmaterial nicht unbedingt lesen wollen, aber den Text entdecken, das möchte ich. Ich habe einfach mal die erste Passage eingeschrieben, inkl. der damals üblichen Rechtschreibung. Witzig, in V9 ist einer dieser längeren Zwischenräume zwischen den Sätzen, die ich auch gerne anwenden mag.

    Über das steile Gebirg gen Süden den sonnigen Fußweg
    Wanderten zwei miteinander und prüften sich oft mit den Augen,
    Wie wohl Reisende thun, die ein Zufall kürzlich gesellt hat
    Einer an Wuchs ansehnlich, in griechischem Kleide, die Locken
    Glänzend von Öl und den wehenden Bart sorgfältig gesträuchelt;
    Schlicht wie ein Handwerksmann sein Wandergenoß, der ein Bündel
    Trug, vielfältig geschnürt, und schwer von der Bürde geplagt schien.
    Denn oft keucht er und wischte den Schweiß, so erfrischend der Herbstwind . . . . . .
    Stöberte zwischen den Fichten. . Er hielt sich immer ein wenig . . . . . .
    Hinter dem rüstigen Fremden und schien unfroh der Begleitung.
    Rings auf Stunden begnete nichts als weidende Ziegen,
    Oder ein Trupp Waldesel, versprengt in der steinigen Wildniß,
    Die mit Sprüngen entflohn, sobald sich die Wanderer nahten.

    (Erstausgabe, korrigiert übertragen, danke an ferdi)

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------



    Gemeinfrei Wiki *↓

    Konstantinopel 985, Miniatur Basil II Minologie, Vatikanische Bibliothek in Rom.




    look @ Internet Archive : non-profit library : Karl Holzey Thekla





    *Weiterverwendungsbedingungen siehe: WikipediaCommons:Weiterverwendung
    Geändert von Butenlänner (02.07.2020 um 02:47 Uhr) Grund: Mehrfachposting zusammengeführt

  6. #6
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    Hallo!

    Butenlänner, ich wäre sehr dafür, wir hielten uns an den von mir hier im Forum eingestellten Text; die einzelnen Quellen weichen voneinander ab. Was heißt zum Beispiel in deinen Versen "gesträuchelt" in V5? Das habe ich auch noch nie in der Thekla gelesen. Wo kommt das "sich" vor "mit Sprüngen entflohn" her? (Es fehlen auch Punkte; und sind die Gedankenstriche von dir?!) Wenn aber das Heranziehen einer anderen Fassung sinnvoll scheint, bitte ich immer um eine eindeutige Quellenangabe!

    Wie wüst die Veränderungen da sein können, zeigen V22, V23 aus der Heyse-Gesamtausgabe, die 1924 zehn Jahre nach dem Tod des Verfassers erschien:

    Stets noch denk' ich daran, wie fröhlichen Muts ich dahinritt
    An Herden und Hirten vorbei und der Unzahl fetter Gehöfte.


    - Da hat wer auch immer das hexameterfremde, auftaktige "an" ergänzt, weil er mit Heyses Entscheidung "Dativ statt Präpositionalausdruck" nicht einverstanden war. Grundgütiger! (Die Änderung in V22, "wie ich fröhlichen Mutes dahinritt" zu "wie fröhlichen Muts ich dahinritt" ist dagegen von Heyse und seit 1863 im Text.)

    (Hinweise auf Tippfehler im hier eingestellten Text wären übrigens nett - da sind bestimmt ein paar drin!)

    Die "Thekla-Akten": Heyse folgt den Vorlagen recht getreu; da ist die Frage, ob wir über die gleich reden wollen, oder erst einmal ein unbefangenes Lesen ermöglichen?!

    Der eingestellte Text reicht jetzt bis Vers 301.

    Das lange Gespräch, das hinzugekommen ist, hat mich vor Jahren beim Lesen etwas erstaunt in Bezug auf die Leserbindung; ist die so kurz nach Einstieg schon da?!

    Gruß,

    Ferdi
    Geändert von Ferdi (03.06.2020 um 13:44 Uhr)

  7. #7
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    Ferdi, ferdi, natürlich, selbstverständlich. Ich erkenne hier im Faden keinen Heyse-Text. Ich hielt mich an die Erstausgabe die du verlinkt hast, (sprich: https://books.google.de/books/conten...3SHBXihvmSFHmd


    Ich hoffe doch keinen Übertragungsfehler gemacht zu haben, werde mir deine Hinweise aber heranziehen und exakt prüfen, ist heute abend erledigt.

    Ähm, was wollte ich sagen, guten Morgen lieber ferdi,
    es mag ratsam sein, nicht jeder von mir präsentierten Grafik folge zu leisten, indem diese recherchiert wird. Nein nein, einfach ein paar illustre Bilder, anschauen, wegschauen, Heyse lesen! Ich fragte mich bezüglich V1: Über das steile Gebirg gen Süden den sonnigen Fußweg, wo dieser sonnige Fußweg sein sollte. Ich stecke quasi in V1. Aber gut, erst lesen wir weiter, oder? Sollen wir dazu weiter folgende Passagen hier übertragen, oder lesen wir aus google Books? Aber wir könnten und dürften schon zwischendurch anhalten und..., mmh.

    lg
    .

    .

    . . .
    fietje

  8. #8
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    Hallo Butenlänner!

    Hm. Sollte das im Eingangsbeitrag nicht deutlich werden? Da habe ich den Faden, in den ich zwecks besserer Übersichtlichkeit den eigentlichen Text eingestellt habe, verlinkt. Ich mache das oben noch deutlicher; hier noch einmal der Link!

    https://www.gedichte.com/showthread....-Thekla-(Text)

    Die alte Schrift ein paar Tausend Hexameter zu lesen möchten sich ja sicher nicht alle antun; das verlinkte Original ist aber immer eine gute Möglichkeit, Unklarheiten "über die Quelle" zu klären.

    Edit - zur Geographie: Da stehen ja in V45 - V50 weitere Angaben. Mit Hilfe einer Türkeikarte findet man dann Ikoniom, das Taurusgebirge und so weiter; die Angabe "im Süden" lässt dann ungefähr ahnen, wo die beiden stecken?!

    Gruß,

    Ferdi
    Geändert von Ferdi (03.06.2020 um 15:43 Uhr)

  9. #9
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    Hallo Ferdi,

    schön, dass Du einen längeren Text in Hexametern einstellst! Ich lese mit, auch wenn ich das lange Gespräch, wie Du auch andeutest, ziemlich ermüdend fand.

    Das lange Gespräch, das hinzugekommen ist, hat mich vor Jahren beim Lesen etwas erstaunt in Bezug auf die Leserbindung; ist die so kurz nach Einstieg schon da?!
    Der Erzählung des Goldschmieds mit den konkreten Kundenwünschen konnte ich noch gut folgen. Danach hatte ich arge Probleme, bei der Stange zu bleiben. Verstechnisch lässt sich der Text aber gut lesen. Heyse scheint mir recht verssicher und seine Hexameter erinnern mich tatsächlich ein bisschen an Mörikes Handschrift.

    Für später auch spannend: Heyse hat die Verse von Eduard Mörike durchschauen lassen - da wollte ich schon immer schauen, was sich da an Anmerkungen Mörikes findet;
    Ja, das fände ich auch superspannend, wenn Du da was findest.

    LG Claudi
    com zeit - com .com

  10. #10
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    Ich bin nun auch bei Vers 300 angelangt.
    Am Stück ermüdend es etwas und die Gedanken schweifen leicht ab. Mit Pausen geht es ganz gut. Er entwickelt recht schnell eine Gesprächssituation, in der die paulinsche Weltsicht unter die Lupe genommen werden soll?

  11. #11
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    hi, ich muss doch sagen, lieber Herr Buti, 12 Verse übertragen und (, , , t ; . eg sich) 8 Fehler!! V10V12, eine Schande meinerseits!
    Das ist selbst für meine Verhältnisse unterirdisch! Da hatten wohl einer die Flasche leer.
    Thanxx to ferdi. Nun checke ich just eben, da gibt es noch einen Faden, da sind die Verse, achsoooooo! Ok, verdammt noch mal und zugenäht, ich bin erst in V1 "gen Süden den sonnigen Fußweg", uff, ich komme, ich eile hinterher, vergesst mich nicht...wo...ach..
    .

    .

    . . .
    fietje

  12. #12
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    Zitat Zitat von Butenlänner Beitrag anzeigen
    Ok, verdammt noch mal und zugenäht, ich bin erst in V1 "gen Süden den sonnigen Fußweg", uff, ich komme, ich eile hinterher, vergesst mich nicht...wo...ach..
    .

    Wir warten natürlich. Die Aussicht ist vortrefflich und ich kritzele derweil ein paar Xe.
    Allerdings fehlt es mir immer noch an Zäsuren..


    Über das steile Gebirg gen Süden den sonnigen Fußweg
    Xx xXxxX xXx xXxx Xx

    Wanderten Zwei miteinander und prüften sich oft mit den Augen,
    Xxx X xxXx || xXx xX xxXx

    Wie wohl Reisende tun, die ein Zufall kürzlich gesellt hat.
    X xXxxX xxXx Xx xXx

    Einer an Wuchs ansehnlich, in griechischem Kleide, die Locken
    Xx xX xXx xXxx Xx xXx

    5 Glänzend von Öl und den wehenden Bart sorgfältig gekräuselt;
    XxxX xxXxx X xXx xXx

    Schlicht wie ein Handwerksmann sein Wandergenoss, der ein Bündel
    X xxXxX xXxxX xxXx

    Trug, vielfältig geschnürt, und schwer von der Bürde geplagt schien.
    X xXx xX || xX xxXx xX x

    Denn oft keucht' er und wischte den Schweiß, so erfrischend der Herbstwind
    X x Xx xXx xX || xxXx xXx

    Stöberte zwischen den Fichten. Er hielt sich immer ein wenig
    Xxx Xx xXx || xXx Xx xXx

    10 Hinter dem rüstigen Fremden und schien unfroh der Begleitung.
    Xx xXxx Xx || xX xX xxXx

    Rings auf Stunden begegnete nichts als weidende Ziegen,
    X xXx xXxx X xXxxXx

    Oder ein Trupp Waldesel, versprengt in der steinigen Wildnis,
    Xx xX xXx xX xxXxx Xx

    Die mit Sprüngen entfloh'n, sobald sich die Wanderer nahten.
    X xXxxX || xX xxXxx Xx

    Jetzt zu dem stummen Gefährten begann der gesellige Grieche:
    X xxXx xXx || xX xxXxx Xx

    Wie armselig und rau liegt weit in der Runde das Bergland,
    X xXx xXxX xxXx xXx

    Offen dem Wechsel des Sturms! Kaum mag auf den Klippen die Föhre
    Xx xXx xX || x X xxXx xXx

    Dürftige Nahrung finden, und gelb wie am Feuer getrocknet
    Xxx Xx Xx xX xxXx xXx

    Raschelt das spärliche Gras und die hungrige Ziege verschmäht es.
    Xx xXxx X xxXxx Xx xXx

    Da wird freilich das Herz nicht heiter gestimmt. Ich versprach mir
    X xXx xX xXx xX || xxXx


    Gespannt,
    Mi
    Geändert von Miserabella (03.06.2020 um 23:29 Uhr)

  13. #13
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    Rings auf Stunden begegnete nichts als weidende Ziegen,
    X xXx xXxx bdX xXxxXx ?? muss untersucht werden Heyse muss in den Sandkasten...ich vermute aber bD
    Da wird freilich das Herz|nicht heiter gestimmt. Ich versprach mir ----?
    X xXx xX xXx xX || xxXx

    hi mi, die 2 Verse fielen mir auf, vermutlich weil die Zäsuren wenig prägnater sind, die anderen weisen ene meist mittige Zäsur auf. Aber ich meine, Mörike hatte ja noch Inspiration gebracht. Da bin ich glaube ich noch gar nicht angekommen. Versuche heute Nacht aufzuholen.
    Ja sonst, die Zäsuren, ich meine schwerpunktmäßig katá tríton trochaíon, Hephthemimeres und Penthemimeres, oder? Du hast ja schon ein paar gekennzeichnet mit ||.
    lg

    .

    . .
    fietje

  14. #14
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    Hallo!

    Der Text steht jetzt bis zum Ende des ersten Gesangs ein (399 Verse).

    Dazugekommen ist eine scharfe Gegenüberstellung der jüdisch-christlichen und der griechisch-philosophischen Weltanschauung, worauf sich eine Gegenüberstellung der gedanklichen Sphäre mit der sinnlichen anschließt; wobei man auch auf das Verhältnis zwischen dem Festumzug und dem vom Philosophen angeführten Erdbeben-Beispiel schauen kann?! Ich glaube, hier hat Heyse einiges verwoben ...

    Spannend auch, dass zwei der drei Männer noch nicht mit Namen genannt worden sind! (Es heißt übrigens keiner von ihnen "Paulus" ...)

    Miserabella, ich glaube, du denkst "Zäsur" immer noch zu stark von "stärkster Satzeinschnitt im Vers" her?!

    Da wird / freilich das / Herz || nicht / heiter ge- / stimmt. Ich ver- / sprach mir

    - Die Zäsur ist ein Verseinschnitt, eine Versgröße. Die wird mit einer Satzgröße, einem Satzeinschnitt zusammenfallen; aber da reicht oft schon das Ende eines Satzgliedes, und es muss nicht der stärkste Satzeinschnitt sein!

    Butenlänner, wir können jetzt ja erst einmal über den ersten Gesang schauen? Dann bist du auch wieder auf dem neuesten Stand.

    Gruß,

    Ferdi
    Geändert von Ferdi (05.06.2020 um 01:38 Uhr)

  15. #15
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    Hallo,


    also eher an der Stelle, an der man stimmlich leicht pausierend (mittig) abhebt?
    Ich probiere:

    Spräng' ein gelenkiger Knabe || hinab, als plötzlich der Festzug
    Unten erschien um die Krümme || des Wegs. Wie ein helles Getümmel


    Hupps, annähernd ein Reim.


    Sondern ein trunkener Taumel || bewegte die zuckenden Glieder
    Graunvoll. Aber | es jauchzte das Volk. || Nun sahen die Männer


    Hm? Graunvoll? Hier wertet der Erzähler deutlich.

    Wandernden Thron. Keinfackeln ||, im Kreis umwirbeld, versprühten

    Soll es "Keinfackeln" heißen? Wenn ja, weiß jemand was das ist?

    Lg,
    Mi
    Geändert von Miserabella (04.06.2020 um 16:36 Uhr)

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