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  1. #1
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    Ergebnisse Wettbewerb Mai/Juni 2020

    Hallo zusammen,

    die Ergebnisse des letzten Wettbewerbs vor der Sommerpause zum Thema

    Pusteblume

    stehen nun fest. Wir gratulieren den Siegern und bedanken uns für die rege Teilnahme, sowohl bei allen, die ein Gedicht eingereicht haben, als auch bei allen, die mit abgestimmt haben! Wir hoffen, dass der Austausch zur den Ergebnissen dieses Mal friedlicher verläuft als beim letzten Mal.

    Jetzt wollen wir Euch nicht länger auf die Folter spannen und geben die Platzierungen bekannt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eure Wettbewerbsleitung
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier findest du die Sieger des letzten Wettbewerbs.

    Du findest einen Kommentar gut? Dann schlag ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    1. Platz

    Auf Platz 1 landete mit 8 Stimmen:


    Süße Träume

    Sie liegt auf einer wunderschönen Wiese,
    die Hände hinter ihrem Kopf verschränkt.
    Die Sonne strahlt und eine leichte Brise
    umspielt die blonden Löckchen und sie denkt:

    „Ach schöner Traum, Du darfst nicht von mir gehen.
    Was wird aus mir, ich bin doch noch ein Kind.
    Ich möchte gern die Pusteblumen sehen
    und wie die Schirmchen tanzen mit dem Wind.“

    Ein Sturm zieht auf – schon wieder ein Gewitter.
    Der Vater zerrt sein Mädchen aus dem Traum.
    Er spielt mit ihr gern Liebe, die schmeckt bitter.

    Als Frau starb sie erhängt an einem Baum ...

    von Dabschi

  3. #3
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    2. Platz

    Platz 2 erreichte mit 7 Stimmen:


    Bereit

    „Seid ihr erst groß und voll erblüht,
    verschönert ihr den Rasen,
    doch wird der Wind, eh das geschieht,
    euch in die Schirme blasen.

    Er trägt euch fort, geliebte Brut,
    zum fernen Unbekannten.
    Fallt ihr aufs Feld, ist alles gut,
    dort trefft ihr die Verwandten.

    Und landet ihr auf kahlem Stein,
    dann zwängt euch in die Spalten.
    Wir können sehr genügsam sein,
    so hört man von den Alten.

    Die Kinder haben Spaß daran,
    euch ausgereift zu pflücken,
    und weggepustet, fliegt ihr dann
    weit fort auf Windes Rücken.

    Nun geht es los, da kommt der Wind,
    viel Glück und reichlich Krume,
    das wünsch ich einem jeden Kind,
    ich, Mutter Pusteblume.“

    von Sidgrani

  4. #4
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    3. Platz

    Platz 3 teilen sich mit je 5 Stimmen:


    Sommerromanze

    Schätzchen, die Wuschelfrisur, die du trägst, ist atemberaubend
    Sexy! Du zwinkerst mir zu, lachst in die Sonne und wippst
    Keck auf dem knackigen Stängel, dass Klatschmohns Töchter erröten.
    Hast du noch Puste? Dann komm, hol dir die Wuschelfrisur,
    Treibe die Fallschirmflieger hinaus über Felder und Wiesen!
    Nimm mich, lass mich vor Glück sterben, du windiger Kerl!

    von Claudi.






    das Spiel

    Der Frühling erwachte mit tausenden Boten und füllte die Lüfte mit vielerlei Noten.
    Nun sieh in die Ferne die nassdunklen Felder, die Fichten, sie treiben ihr Grün in die Wälder.
    So emsig die Schwalben sie bauen ihr Nest und die Löwenzahnblumen sie feiern ein Fest.
    Die Fallschirme steigen hinauf zu dem Himmel, sie flattern und tanzen ein wildes Getümmel.

    Ich setz mich ins Gras und betrachte das Spiel, könnte stundenlang harren es gibt mir so viel.
    Ich merke mein Geist schleicht sich rückwärts zur Jugend, die Welt war zu mager noch farblos die Tugend.
    Doch wandern wir alle verschlungene Pfade, das Leben bleibt launisch mal heiter mal fade.
    Und wenn ich mal gehe, ist alles Geschichte, es bleibt nur ein Grabstein und meine Gedichte.

    von horstgrosse2

  5. #5
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    4. Platz

    Platz 4 erreichten mit je 4 Stimmen:


    Fliege weit!

    Wilde, weiße Schattenpferde
    jagen leuchtend Regenbogen,
    vom leisen Lied der matten Erde
    wird Licht und Wasser angezogen.

    In ihrer Tiefe warten Träume,
    sind dort im Dunklen gut verborgen,
    umarmt von Wurzeln alter Bäume,
    behüten sie Rätsel und Geheimnis von Morgen.

    Ein kleines Traumkind ist entkommen,
    hat sich durch Schlamm und Matsch gewühlt,
    über Steine seinen Weg erklommen,
    hat in sich Mut und Kraft gefühlt.

    Sah aus wie eine kleine Sonne,
    so strahlend gelb im ersten Grün,
    war für die Bienen süße Wonne,
    verwandelt sich nach dem Verblühn…

    in filigranes Traumgeschehen,
    will auch so zart noch weiter ziehen,
    die Winde helfen, pusten, wehen,
    damit die Träume wieder blühen.

    von macin





    Pusteblume

    Noch einmal fliegen!
    - Als Abschied -
    - Wie ein letzer Gruß-
    Würde so gern sagen...

    * * *

    ! ! !
    * * *

    @......@.......@
    ! ! !
    * * *

    * * *

    ...doch,
    Ich bin kein Samenkorn.
    Mit letzten Puste,
    schick ich meine Träume auf die Reise

    und wünsche mir, auf die Weise,
    das meine Seele im Himmel,
    neue Wurzeln schlagen kann.

    von Dornenrose

  6. #6
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    5. Platz

    Den 5. Platz belegen mit je 3 Stimmen:


    Pusteblümchen

    Ach wie lustig ist es, wenn ein Dirnchen
    kess sein Schnütchen spitzt und pustet.
    Hei, wie fliegen dann die weißen Schirmchen
    durch die Luft und höchstens, wenn die Kleine hustet,
    ändern sie geschwind, weil der Wind
    das Tempo jäh verschärft, des Fluges Richtung,
    landen weit entfernt auf einer Waldeslichtung.

    Unterm Schirm der Pusteblume hängt an einem dünnen Stäbchen
    der Samen einer dottergelben Wiesenblume, Löwenzahn genannt.
    Aus zerschnittnen Stängeln zaubern Kringel sich die Mädchen,
    haben bald die Wunderwerke auf ein Fädchen aufgespannt.

    Fasziniert von solchen Spielen blies ich auch,
    wölbte kunstvoll meine Zunge,
    pustete aus wohlgefüllter Lunge,
    ahmte nach der Mädchen Brauch.

    Nichts geschah, kein Pustezauber wollte mir gelingen,
    keine Schirmchen flogen von dem Blumenstängel.
    Ein Mädchen sprach: Du dummer Bengel,
    mit schiefem Maul wirst du ‘s nicht bringen!
    Bei Pusteblumen ist es wie mit andren Dingen:
    Blase gradeaus, puste sanft, und wie auf Engelsschwingen
    schweben hundert weiße Schirmchen
    in den Himmel, ja, so sprach das Dirnchen.

    von Festival





    Blümchenfrage

    Ein Pusteblumensamen flog
    dereinst auf meine Hand,
    ich setzte ihn im Garten ein
    und hab ihn Klaus genannt.

    Zum Dank schenkt er mir jedes Jahr,
    ein sonnengelbes Blütenmeer
    und schickt er seine Samen aus...
    ein Teil von mir, fliegt hinterher.

    Im letzten Herbst da fiel mir auf
    mein kleiner Klaus ist ganz allein,
    drum pflanzte ich, halb links von ihm,
    das Löwenzähnchen Bärbel ein.

    Doch jetzt im Frühling ist's ne Plage
    die Beiden reden alle Tage,
    nur über Blätterstraffungskuren
    und Blütenschönheitskorrekturen.

    Nun grüble ich, mit finstrer Mine,
    ist Klaus vielleicht.... eine Klausine?

    von Susigrün





    Der flüchtigen [...]

    Kränze aus Löwenzahn: Dein pechschwarzglänzendes Haar trägt
    Goldgelb. Leg mich in milchige Ketten! Göttin, dein Lächeln,
    blaue Lagunen im Meer, deine Augen, umspülen mich Glückskind.

    Küsse ich hungrig den Erdbeermund, rotwolkige Lippen,
    mehrt dein liebliches Seufzen mein Blut wie Löwenzahnaufguss.
    Bitteres Wintergemüt zu versüßen, bist du gekommen,

    Sonnengesprenkel zu streuen - ins Herz. Erfrischende Blüte
    schließe wärmend bei Nacht dich um mich, lass frei mich am Morgen!
    Reifen die Tage, genährt aus der Nacht, verschwebst du vor Sonnwend,

    Schöne, kein ewiger Schwur, traumflüchtige, kann dich noch halten:
    Bauscht weißleuchtend der Löwenzahn sein Liebesgespinst, reißt,
    schwärmerisches Gewölk, fort dich der leiseste Windhauch.

    von albaa

  7. #7
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    6. Platz

    Platz 6 erreichte mit 2 Stimmen:


    Pusteblume!

    Du bist für
    mich, was
    der Wettbewerb
    für Millionen
    deiner Kinder.

    von Terrorist

  8. #8
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    7. Platz

    Auf Platz 7 landeten mit je 1 Stimme:


    Gedankenschweben

    Gedanken schweben im Geist,
    wie der Fallschirm einer Pusteblume.
    Gefühlte Leichtigkeit befreit uns,
    schenkt uns ein Lächeln, trägt uns
    durch Tage, die schwer wiegen.
    Wir versuchen sie zu halten,
    die leichten Gedanken,
    doch nicht immer
    gelingt es.

    Oft entschwinden sie, sind
    vergessen, verdrängt, verloren,
    doch wenn wir sie verschenken,
    finden wir sie in anderen wieder.

    von Lightning





    Pusteblume

    Im Ahnen um nicht vorstellbare Weiten,
    gelingt es nicht, die Phantasie zu zähmen,
    das kann den letzten Rest Verstand uns nehmen,
    der Grenzen zeigt, die nicht zu überschreiten.

    Am Morgen meinte mancher, es sei Glück,
    wenn er erwacht wie immer voller Leben,
    doch anders könnte es sich auch ergeben,
    er käme aus dem Traum nie mehr zurück.

    Tagaus, tagein – mit Grübeln, auch in Nächten,
    bringt kein Ergebnis und nichts wird uns klarer,
    nicht eine von den Hypothesen wahrer,
    die endlich Licht zu vielen Fragen brächten.

    Wo ist die Zeit beim Rosenstrauch im Gras,
    als ich mit weitem Blick auf Wolken schaute,
    verspielt an einer Pusteblume kaute,
    die Zeit und Welt um mich herum vergaß.

    von Explex





    Löwenzahn und Pusteblume
    (der Vater mit dem Kind)


    Mir ist ihr Antlitz höchst erfreulich,
    mag es manchen auch verdrießen,
    wenn sie gelb und jungfräulich
    im Frühjahr schon beginnt zu sprießen.


    Sie wächst an allen Straßen
    mit ihrer Unkrautsherde,
    das nicht in kleinen Maßen,
    auf das alles ihres werde.


    Und erst ihr Maikleid, gräulich
    komplettiert doch Sommerwiesen
    und lässt den Himmelstraum, sanft bläulich
    vor Augen liebevoll zerfließen.


    Hör auf! Mit diesen Pollenschützen,
    dessen Fallschirme im Kaffee landen.
    Was sollen sie denn einem nützen?
    Ach, wenn sie nur verschwanden!


    „Papa, siehst du wie sie fliegen?
    Sie tanzen dort so wunderschön“
    ‚Allseits werden sie liegen,
    so Kind, lass sie bitte stehn … ‘


    Entzückt vom Kinderlächeln
    begann er doch zu schwächeln.
    Träume, die Gedanken sahn
    von Pusteblume - Löwenzahn.

    von Herr_Snyder





    Windkronen

    So pflück´ und halte sie nur in den Wind,
    denn pusten ist verboten, liebes Kind!

    Dein Atem weicht erst spurlos wie der Hauch,
    der unaufhaltsam sät und erntet auch

    Doch jedes luftige Schirmchen kann einmal
    erwachen brennend wie ein Sonnenstrahl

    Wo du dich freust am Pusteblumenland
    sind Löcher vielerorts hineingebrannt

    Dafür, sie einst zu schließen, bist du hier
    Die Traurigkeit ist dein Tribut dafür

    Noch bist du jung und schuldlos, liebes Kind,
    drum spiel mit Pusteblumen und dem Wind!

    von Majolu

  9. #9
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    Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer, das waren sehr schöne Beiträge zum ausgewählten Thema
    lg Mythenfreund
    Mein eigenes kleines Werkeverzeichnis
    Mythenwelten

    Schöne Werke anderer Dichter auf diesen Seiten
    Meine Leseempfehlungen

  10. #10
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    Hallo Ihr Lieben,

    zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer. Meine beiden Stimmen gingen an „Blümchenfrage“ und „Bereit“.

    Vielen Dank für Eure Stimmen. Nachdem ich beim letzten Wettbewerb mit meinem „authentisch, kitschigen“ Gedicht bei einigen auf Unverständnis für den 2. Platz stieß, fühlte ich mich herausgefordert ein Gedicht zu schreiben, das weit weg von Kitsch und Authentizität ist.

    Wir hoffen, dass der Austausch zur den Ergebnissen dieses Mal friedlicher verläuft als beim letzten Mal.
    Ja, das hoffe ich auch – denn ich werde auch dieses Mal wieder ganz mutig sein und mein Gedicht zum Wettbewerb separat einstellen. Nicht, weil ich es zur Bewertung frei geben möchte (obwohl Kommentare mir natürlich herzlich willkommen sind) sondern hauptsächlich deshalb, weil es mein Gedicht ist und es unter meinen Gedichten sonst fehlen würde.

    Zu Beginn des Wettbewerbs fand ich die erste Stimme für mein Gedicht. Jippi – wie ich mich freute, vor allem, weil ich dachte, dass es wahrscheinlich keine Chance auf Anerkennung hat. Zum Thema „Pusteblume“ würde man wohl eher ein unbekümmertes, leichtes Gedicht erwarten …

    Als ich das nächste Mal schaute, war ich mit meinen Lieben an der Ostsee. Nee, ne? Auf einmal hatte mein Gedicht 5 Stimmen. Ich sagte zu klein Lilli: „Oma will gar nicht gewinnen …“ Und Lilli fragte: „Warum willst Du denn nicht gewinnen Oma?“ Ich habe es ihr, so gut es ging, erklärt.

    Im Laufe des Wettbewerbs änderte sich meine Einstellung. Die Stimmen Nummer 6, 7 und 8 nahmen mir endgültig das unsichere Gefühl. Ich fieberte mit und freue mich nun auf das Endergebnis.

    Euch allen ein wunderschönes Wochenende und liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  11. #11
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    Herzlichen Glückwunsch ans Siegertreppchen ��
    Insgesamt sehr tolle Texte.
    Meine Favoritentexte waren Pusteblümchen und Windkronen. Auch wenn sie nicht auf Treppchen gelangt sind��
    Ersteres hat von der Wortwahl einen wieder erkennbaren Schreibstil hinter dem wie ich glaube viel Erfahrung steckt und das Zweite, hat mich mit seiner traurigen Idee sehr abgeholt. Insbesondere im Mittelteil
    2
    Wo du dich freust am Pusteblumenland,
    Sind .....

    Ab da hatte es mich.
    Gerne wieder mitgemacht
    Liebe Grüße Mone
    Wer glücklich sein will, muss wissen was Traurigkeit bedeutet!

  12. #12
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    Herzlichen Glüchwunsch an Dabschi, süße Träume. Herzlichen Glückwunsch auch allen anderen Autoren, die Gedichte sind alle super.
    Herzlichen Glückwunsch aalba (du traumflüchtige,wow), Festival (so sprach das Dirnchen), Majolu, Herr_Snyder, Explex, Lightning, Terrori, Susi Grün (habe ich ja Jahre nicht mehr gelesen, wow), Dornenrose (spacig,spacig), macin (flieg weiter), horst ey, Platz 3, dein Spiel, Santamaria, es ist gut, Glückwunsch, Claudi Sid, wenn ich groß bin, dann schreibe ich auch solche Dinger. Glückwunsch, Glückwunsch an alle.

  13. #13
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    Hallo zusammen,

    immer wieder interessant die Gegenüberstellung, welche Texte und Aspekte herauskommen, wenn mehrere zum selben Thema schreiben, und welche bei der Abstimmung gut abschneiden,

    herzlichen Glückwunsch an die Sieger, danke für die Einblicke und das Lesen-Lassen an alle Teilnehmer, ich mag auch gar nicht sagen, welche Texte mir besonders gefallen oder auch nicht gefallen haben, sondern dass ich am Format durch die anonyme Teilnahme schätze, dass die Texte im Mittelpunkt stehen, ohne dass unwillkürlich das Vorwissen mit einfließt, das man als Leser durch die Kenntnis vorangegangener Texte bereits über den Autor hat - die Gedichte stehen angenehm kontextfrei für sich.

    beste Grüße,
    sf

  14. #14
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    Leider bin ich nicht Letzter geworden.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  15. #15
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    Hallo Dotcom!

    Zuerst: Herzlichen Dank für die drei Stimmen!!

    Ich denke, diese waren auch mehr für die Form des Hexameters an sich, als für den etwas sperrigen Inhalt.



    Meine Stimmen gingen an „Bereit“ und „Sommerromanze“. „Bereit“ hat mir gut gefallen in seiner verspielten Einfachheit.

    Und: Last but noch least! Juhu Claudi!!! Du hast bewiesen, dass man auch mit anspruchsvolleren Formen – Distichen - auf dem Treppchen landen kann, wenn man mit so schöner Leichtigkeit und Humor schreiben kann, wie du.


    Na, liebe Dabschi, jetzt hast du also noch eine Schublade tiefer gegriffen als das letzte Mal und gewonnen!

    Ich tue mir jetzt natürlich etwas schwer mit Kritik, da mein Text von deinem so weit abgeschlagen wurde. Man könnte mir also Neid unterstellen. Dem ist aber nicht so. Denn ich weiß, dass mein Text – auch wenn er nicht wirklich gut ist – immer noch um Klassen besser ist, als dieser Siegertext; und das ist keine Überheblichkeit, denn der überwiegende Teil der Gedichte in diesem Wettbewerb ist besser. Aber, ich akzeptiere natürlich die Wahl, was aber Kritik am Siegertext nicht hindern soll/kann, denke ich.

    Allein für diese abgelutschten Bilder „Schirmchen tanzen im Wind“ (was übrigens der einzige (Pseudo)Bezug zum Thema ist!) und die „blonden Löckchen“ (natürlich: blonde Löckchen, was sonst!?), hat dieses Werk einen faulen Tomatenregen verdient; abgesehen davon, dass der Text auch im übrigen nicht eine einzige Zeile enthält, die man als eine eigenständige, geistige Leistung der Autorin bezeichnen könnte.

    Um bei der „wunderschönen Wiese“-Metapher aus V1 zu bleiben: Alles hundert Mal wiedergekäut und völlig verfehlt für diese Thematik. Die Kuh hat nicht einmal Lust über die Weide zu spazieren und ein bisschen wählerisch zu sein, sondern frisst einfach, was ihr ins hungrige Maul wächst, ohne dass sie sich bewegen müsste.

    Abgesehen von dieser dichterischen Faulheit, finde ich es auch völlig verfehlt, dass ein so ernstes, sensibles Thema wie Kindesmissbrauch in derart unterirdisch oberflächlichen Kitsch gefasst, dazu herhalten muss, die Leser zu manipulieren und auf ihre für lyrische Qualität blind machende Betroffenheit zu spekulieren, um Zustimmung (Stimmen) zu erheischen.

    Also, liebe Dabschi, zusammengefasst: Dein letzter Wettbewerbstext war mir da hundert Mal sympathischer; da mussten wenigstens anders als hier tatsächlich betroffene Frauen nicht das Gefühl haben, nochmals missbraucht und in ihrer Würde verletzt zu werden durch eine solche Ignoranz, wie sie aus diesem Text spricht. Auch wenn das nicht deine Absicht war: Unvermögen kann das auch nicht entschuldigen.

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (13.06.2020 um 12:48 Uhr)

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