Thema: Vom Himmel

  1. #1
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    Vom Himmel

    Vom Himmel


    Ich verschiebe das Morgen auf gestern, denn heute,
    heut ist ein bedrückender Tag. Ich verharre
    am Grab, das von Blumen ummantelt und bin dir so
    unendlich nah. Dein Fehlen entkommt keinem Pulsschlag,
    mein Leben ist ohne dich einfach nicht rund. Ich stoße
    an Ecken und Kanten dagegen, sie prellen mich innerlich wund.
    Belebende Bilder entzünden mein Auge, dein Lächeln
    verbrennt mir mein Herz, das durch die Entbehrung deiner
    endlosen Liebe tagtäglich verkümmert im Schmerz.
    Ich such deinen Halt, der mir lieb und vertraut war,
    vermiss deine schützende Hand. Und bitte, dass Gott dich,
    dem du zeitlebens ergeben, im Himmel gnädig empfangt.



    .................................................................................................... .....Bild © @Behutsalem
    Geändert von Behutsalem (13.07.2020 um 07:36 Uhr)
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  2. #2
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    hi Behu, eigentlich bleibe ich dieser Rubrik eher fern, denn nach düsterer oder trauriger Lyrik ist mir meist nicht, dennoch wage ich eine Annäherung an deine Poesie. Ein LI verharrt am Grabe, welches vom Blumen ummantelt ist, ein nahestehender Mensch verstarb und das LI trauert. Ob es sich um Blumen einer "vor kurzen" stattgefundenen Beisetzung handelt? Vermutlich, obwohl eine Distanz zu diesem Akt feststellbar ist (Das Li stellte fest, mein Leben ist ohne dich einfach nicht rund). Die "Schockphase" scheint vorrüber zu sein, das Leben ohne diesen Menschen wurde auf die Probe gestellt und erfahren: Dein Fehlen entkommt keinem Pulsschlag, ..... - Ich stoße an Ecken und Kanten dagegen, sie prellen mich innerlich wund. Das Leben des LI's ist in einer intensiven Trauerphase, diese Phasen dauern oft Jahre, manchmal Jahrzehnte; Menschen sind unterschiedlich gestrickt. Das LI erbittet gewissermaßen Segen für den Verstorbenen, es wirkt aus meiner Perspektive katholisch fromm, verwurzelt. Möge der Herr seiner lieben und treuen Seele gnädig sein, damit sein Lächeln nicht das Herz des LI's verbrennt, welches durch die Entbehrung seiner endlosen Liebe tagtäglich im Schmerz zu verkümmern droht. Sein Lächeln hat gewiß nicht diese Art des Brennes verursachen wollen, ein spirituell gebundenes Loslassen, scheint die Trauerphase in eine langsame Wandlung herbeiführen zu wollen. Die Hände auf dem Bild haben etwas begleitendes, sie wirken familiär, sie wirken liebevoll, pflegend. Das Bild, wenn es ein eigenes ist, oder wenn es ein lizenzfreies Freepic ist, würde ich auch als solches kennzeichnen, dieses erleichtert es der Mod., dieses Bild als urheberrechtlich einwandfrei betrachten zu können. Bilder und Grafiken sind hier kein Problem, aber diese dürfen keinen Zweifel offen lassen, Urheberrechtswehwehchen' verursachen zu können, einfach um die Gemeinschaft hier vor Abmahnungen zu schützen.
    Das Gedicht ist eine gute Arbeit, mir gefällt die Metrik, die bei dir ja selten ein Gleichschritt ist, mir gefällt die Präsentation.

    Lg



    ☺️
    Fietje Butenlänner
    .

    .

    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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  3. #3
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    Hallo Behutsalem,

    wieder so ein gefühlsstarkes Gedicht im Walzertakt.

    Ich denke dabei an Reinhard Fendrich: "weilst a Herz hast wiar a Bergwerk ..."

    Gruß Lé.
    "Ein Gedicht ist nur solange gut, bis man weiß, von wem es ist."
    Karl Kraus




  4. #4
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    Hey Behutsalem, dann bleibt es also an mir hängen, an dem inhaltlich schönen Gedicht ein paar Dinge zu bekritteln:
    ( ) = streichen

    Zitat Zitat von Behutsalem Beitrag anzeigen
    Vom Himmel

    Ich verschiebe das Morgen auf gestern, denn heute,
    heut ist ein bedrückender Tag. Ich verharre
    am Grab, (das) von Blumen ummantelt {oder hier ein IST einfügen} und bin dir so
    unendlich nah. Dein Fehlen entkommt keinem Pulsschlag,
    mein Leben ist ohne dich einfach nicht rund. Ich stoße
    an Ecken und Kanten (dagegen) {entweder stossen an oder dagegenstossen}, sie prellen mich innerlich wund.
    Belebende Bilder entzünden mein Auge, dein Lächeln
    verbrennt mir mein Herz, das(s) durch die Entbehrung deiner
    endlosen Liebe tagtäglich verkümmert im Schmerz. {muss der Herzschmerzreim da sein? Er fällt besonders auf, weil es sonst keine Reime hat}
    Ich such deinen Halt, der mir lieb und vertraut war,
    vermiss deine schützende Hand. Und bitte, dass Gott dich,
    dem du zeitlebens ergeben, {dieser Nebensatz/Relativsatz hat einen falschen Bezug. Wenn, dann "der du ihm zeitlos ergeben} im Himmel gnädig empfang. {? was soll das für eine Verbform sein? Eine Elision von "empfange"? Finde ich ziemlich verwirrend}
    Nur so zum Drüber-Nachdenken. LG gugol

  5. #5
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    Hallo Fietje!

    Danke für dein Hineinspüren , trotz des düsteren Themas.
    Das mit dem Copyright hab ich geklärt; Danke für den Hinweis.

    mit lieben Grüßen, Behu

    Hallo Lé!

    Auch an dich ein Danke fürs Lesen und kommentieren;
    Reinhard Fendrich.. jepp Das LD hatte genau so eines .. ein Herz wie ein Bergwerk.

    mit behutsamen Grüßen, Behutsalem

    Hallo gugol!


    dann bleibt es also an mir hängen
    Dann sage ich Danke, dass du dir meiner Kommata und der das(s) Fehler angenommen hast.

    Mit dem dagegen und dem Herz- Schmerz Reim gebe ich dir Recht, wo bei letzteres wohl dem Schmerz des LI geschuldet ist. Und das werde ich auch nicht ändern.
    Wie auch das zeitlebens nicht. Diese Freiheit nehme ich mir raus. Ich weiß, es müsste empfing heißen, aber das war mir zu hart , ich hab es jetzt anders gelöst.. auch wenn es mir nicht zusagt. Aber wenn Kritik da ist.. dann sollte man auch kooperative sein..
    Welche Lösung ich für das " dagegen" finde, weiß ich noch nicht, aber ich werde mir diesbezüglich Gedanken machen, versprochen..

    Jetzt bleibt mir nur noch, nochmal Danke zu sagen
    vor allem für die Zeit die du in mein Werk investiert hast,

    behutsame Grüße, Behutsalem

    Edit: Die Zeilen erneut bearbeitet am 13. 7.
    Geändert von Behutsalem (13.07.2020 um 07:38 Uhr)
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