Thema: morgens

  1. #1
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    morgens

    als ich so warm und bloß in deinen armen lag
    da warb der schlaf mit träumen noch um mich
    der mond war nur ein span, der zwischen sternen stak
    und, als der himmel heller ward, verblich

    und als dein herz mir innig liebe schlug
    da sprachen meine lippen einen kuss
    ich fühlte dich und deine lust wie einen bug
    mich zärtlich führn durch aufgewühlten fluss

    dann lag ich wieder sorglos satt an deiner haut
    der morgen wuchs und stieg empor zum licht
    aus meinem munde seufzte nicht ein laut
    nur bäume wisperten durchs fenster ein gedicht

  2. #2
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    hallo lilisarah,

    das ist wirklich sehr versiert wie du die Verse weich ineinander fließen lässt.

    Mir ist es ein wenig zu zuckersüß, aber alles zu seiner Zeit .

    Gruß Lé.
    "Die Leute die den Reim für das Wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten."
    Georg Christoph Lichtenberg


  3. #3
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    hallo lilisarah,

    ich freue mich sehr, dass du wieder hier bist. Deine Sachen machen mich immer wieder perplex. Sprachstand und lyrische Mittel datieren so um das Jahr 1870 herum, wenn man die deutsche Lyrik zum Maßstab nimmt (Die Franzosen waren schon weiter). Es ist bei deinen Gedichten daher immer etwas von Urgroßmutters Nachthaube dabei, aber sozusagen mit Zobelbesatz, Spitzen und Goldknöpfen. Will sagen: Wie du aus dem beschränkten und an sich überlebten Material so viel Originalität herauszauberst, ist mir ein Rätsel. Besonders gut gefallen hat mir die zärtlich-lakonische Schlusspointe. Um sie herauszuheben, hast du in das sonst alternierende Versmaß einen kleinen Daktylus (wisperten Xxx) eingebaut, mit dem der Vers Fahrt aufnimmt. So macht man das!

    Chapeau!

    Onegin
    Love´s not Time´s fool W. S.

  4. #4
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    Jeder Satz ist ein verbaler Genuss! Da braucht man keine Schokolade mehr
    Einfach wunderschön!
    Liebe lilisarah,
    fast wage ich es nicht zufragen, denn ich meine du überlegst dir die Worte sehr wohl die du verwendest: die 2 " und" untereinander, sind gewollt?
    LG
    Sali
    Geändert von Salseda (08.09.2020 um 09:46 Uhr)
    Einladung zum mitmachen: http://www.gedichte.com/showthread.php?t=107313

    -ich übe noch-
    betriebsblind sehe ich nicht ob dieser Kamin noch zu retten oder schon abzureißen ist.

    Was kann ich treffen? was kann treffen mich?
    Was trifft der Sinn, und was ihn trifft, bist du.

  5. #5
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    Liebe lilisarah!

    Die Stelle

    der mond war nur ein span, der zwischen sternen stak

    Der Mond als Span, ist grenzgenial!!

    Und sonst mag ich den Schmachtfetzen auch. Ich musste an den Vers von Walt Withmann denken:

    Bleibe nur diesen Tag und diese Nacht bei mir, und du sollst den Ursprung aller Gedichte erfassen!

    Du kannst einfach wunderbar mit Sprache umgehen. Den antiquierten Stil kann man natürlich hinterfragen. Aber wenn es dir Spaß macht. Und hier freuen sich ja deine Fans (einschließlich mir) über diese lyrischen Zeitreisen. (Es ward ja jedenfalls Zeit, dass du wieder einmal hier auftauchst! )


    Ich denke, man könnte diesen Eindruck schon mit ein paar wenigen Änderungen etwas entschärfen, ohne dem Gedicht diesen Romantikanstrich ganz zu nehmen; an manchen Stellen wirkt es schon sehr überzeichnet für ein ein Gedicht von heute.

    "ward" zB. das kann man heute einfach nicht mehr sagen, außer man setzt es ganz bewusst als Kontrast in einem sonst moderner anmuteten Text - also so empfinde ich das halt.

    Ich spiele einmal ein bisschen herum, um dir zu zeigen was ich eigentlich meine. Ich würde zB auch auf eine strenge Einhaltung des Zweitaktes verzichten, zB um das "ward" auf ein zeitgemäßes "wurde" zu ändern; "führn" würde ich entweder ohne Verkürzung schreiben; aber "führen" passt ja eigentlich auch nicht nicht so gut zum Bug (?); zu "mund-e" brauch ist wohl nichts zu sagen; "wispern" im letzten Vers ist eher ein "hastiges Flüstern" - da wäre etwas Entspannteres vl besser (?), aber das ist sicher nur Geschmacksache für mich "wispern" Bäume einfach nicht, schon gar nicht nach einem Orgasmus Also im Gegensatz zu Onegin finde ich nicht, dass das ein gute Stelle ist, wo der Text "Fahrt aufnehmen" sollte.


    also ich markiere einmal:

    als ich so warm und bloß in deinen armen lag
    da warb der schlaf mit träumen noch um mich
    der mond war nur ein span, der zwischen sternen stak
    und, als der himmel heller ward, verblich

    und als dein herz mir innig liebe schlug
    da sprachen meine lippen einen kuss
    ich fühlte dich und deine lust wie einen bug
    mich zärtlich führn durch aufgewühlten fluss

    dann lag ich wieder sorglos satt an deiner haut
    der morgen wuchs und stieg empor zum licht
    aus meinem munde seufzte nicht ein laut
    nur bäume wisperten durchs fenster ein gedicht

    und spiele ein bisschen:

    als ich so warm und bloß in deinen armen lag
    da warb der schlaf mit träumen noch um mich
    der mond war nur ein span, der zwischen sternen stak
    und, als der himmel heller wurde, verblich

    und als dein herz mir innig liebe schlug - da fällt mir jetzt auch nichts ein, ohne dass sich der Sinn änderte
    da sprachen meine lippen einen kuss
    ich fühlte dich und deine lust wie einen bug
    zärtlich teilen den aufgewühlten fluss

    dann lag ich wieder sorglos satt an deiner haut
    der morgen wuchs verschlafen noch zum licht
    aus meinem mund kein seufzen nicht ein laut
    nur bäume rauschten vor dem Fenster ein Gedicht

    Vielleicht auch Präsens (?)


    Aber wie auch immer, ich mag auch deinen antiquierten Stil!


    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (09.09.2020 um 19:03 Uhr)

  6. #6
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    hallo Lé,

    vielen dank für deine rückmeldung. ich bin gerade in der romantikphase, was meine dichterei angeht. das geht aber sicher irgendwann wieder vorüber.

    für meinen *untertitel* etwas passendes zu finden, war gar nicht so einfach. aber da im versiert der vers steckt und ich am 11.11. geburtstag habe, hat sich das irgendwie angeboten.

    lg
    lilisarah



    lieber onegin,

    ich fühle mich willkommen.

    dass bei meinen gedichten immer urgroßmutters nachthaube dabei ist, würde ich zwar nicht denken, aber seit einiger zeit beschäftige ich mich tatsächlich mit dem romantischen stil und probiere mich darin aus. das gelingt mal mehr, mal weniger und immerhin bescheinigst du mir ja eine gewisse originalität, so dass ich wohl doch irgendwie was richtig mache dabei.

    danke für den hut!

    lg
    lilisarah


    hallo salseda,

    oh, vielen dank für dein lob, das hat mich sehr gefreut! und ja, die zwei *und* sind genauso wie die zwei *da* beabsichtigt. ich hatte auch eine variante, in der die handlung quasi erst in der zweiten strophe losging und jeweils ein *und* und ein *da* eliminiert waren, sie hat mich aber nicht überzeugt.

    lg
    lilisarah



    liebe albaa,

    vielen dank für deine beschäftigung mit meinem text! grenzgenial? hilfe, ich werd wahnsinnig!

    ja, im moment macht mir dieser spezielle stil spaß, weshalb ich das gedicht so lassen werde. zeitzeugen, du weißt ja. aber deine spielversion hat mir auch gut gefallen und wenn du erlaubst, werde ich mir das gedicht mit der einen oder anderen änderung von dir als zusätzliche version abspeichern. danke!

    lg
    lilisarah

  7. #7
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    Liebe lillisarah,

    dass ein Gedicht oder überhaupt ein Kunstwerk schön ist, macht es der Moderne natürlich verdächtig. Aber wie Du „die Verse weich ineinander fließen lässt“ (Lé), das ist so schön, da perlen alle Einwände, der Stil sei aber antiquiert, von ab.
    Besonders weil Du „so viel Originalität herauszauberst“ (Onegin): „ da warb der schlaf mit träumen noch um mich“ – das ist nicht hundertfach klischiert, sondern da muss man erst mal drauf kommen. Ebenso wie auf den Mond als „Span“ der „stak“, was schon albaa toll fand.
    Ihre Vorschläge, hier und dort Dein Gedicht behutsam zu modernisieren, finde ich sehr lesenswert und spannend. Hier aber mache ich mich für eine Rubrik stark, die der Duden als „dichterisch, sonst veraltet“ führt.
    So (exemplarisch) das Wort „ward“. Das wurde nämlich auch von heutigen, na ja von Dichtern immerhin des 20. Jh benutzt:
    Peter Hacks: Um frei zu werden, wardst du freistattlos (Auf Lauras Entjungferung)
    Bert Brecht: Wer immer seinen Schuh gespart / Dem ward er nie zerfranst. / Und wer nie müd noch traurig ward / Der hat auch nie getanzt. (LIED DER MÜDEN EMPÖRER )

    Das heißt, das „Dichteriche“ gibt‘s noch.
    Dich, lilisarah gibt‘s noch

    Michael

    Wollust ward dem Wurm gegeben, / Und der Cherub steht vor Gott! (Schiller, Ode an die Freude)

  8. #8
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    @lilisarah


    Moin

    Echt schön.

    Zitat:
    da sprachen meine lippen einen kuss

    ich war drauf und dran das „sprachen“ anzuprangern und zu ersetzen mit „formten“
    Geschmacksache.

    Weiter,

    Zitat:

    dann lag ich wieder sorglos satt an deiner haut

    das „dann“ für das „nun“ ?

    und

    Zitat
    aus meinem munde seufzte nicht ein laut

    weil hier „seufze“ und „nicht ein laut“, sich irgendwie beharken.

    Wie wärs mit:
    aus meinen mund floss ewiglich kein laut

    Return.

    Schön, mit Buchstaben zu malen.

    Tschüss.

  9. #9
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    Hallo Horst,

    obwohl in erster Linie lilisarah angesprochen ist, möchte ich einen Punkt herausgreifen, weil er mir weit über "morgens" hinausgeht und eine exemplarische Bedeutung für das gesamte Forum aufweist.

    Du schreibst
    Zitat:
    da sprachen meine lippen einen kuss

    ich war drauf und dran das „sprachen“ anzuprangern und zu ersetzen mit „formten“
    Geschmacksache.

    Nein, Geschmackssache ist das keineswegs!! Durch die Verwendung des Worts "sprechen" in dieser Zeile wird unterstrichen, dass dieser Kuss als (gelingende) Kommunikation zweier Liebender verstanden werden soll. Das Verb "formen" würde dagegen nur die Rundung der Lippen betonen. Als Konsequenz verlöre die Zeile und mit ihr das Gedicht an Bedeutung. Ich bin davon überzeugt, dass 70 Prozent der User an dieser Stelle wie du es vorgeschlagen hast, "formten einen Kuss" oder, noch langweiliger, "gaben einen Kuss" gechrieben hätten. Aber das nicht getan zu haben, das macht eben den Qualitätsunterschied zwischen lilisarah und vielen anderen Beiträgen hier im Forum aus. Wer Gedichte verstehen und schreiben will, muss für solche sprachlichen Nuancen ein Ohr und einen Sinn entwickeln...

    Gruß Onegin
    Geändert von Onegin (13.09.2020 um 14:43 Uhr)
    Love´s not Time´s fool W. S.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Onegin Beitrag anzeigen
    Hallo Horst,

    obwohl in erster Linie lilisarah angesprochen ist, möchte ich einen Punkt herausgreifen, weil er mir weit über "morgens" hinausgeht und eine exemplarische Bedeutung für das gesamte Forum aufweist.

    Du schreibst



    Nein, Geschmackssache ist das keineswegs!! Durch die Verwendung des Worts "sprechen" in dieser Zeile wird unterstrichen, dass dieser Kuss als (gelingende) Kommunikation zweier Liebender verstanden werden soll. Das Verb "formen" würde dagegen nur die Rundung der Lippen betonen. Als Konsequenz verlöre die Zeile und mit ihr das Gedicht an Bedeutung. Ich bin davon überzeugt, dass 70 Prozent der User an dieser Stelle wie du es vorgeschlagen hast, "formten einen Kuss" oder, noch langweiliger, "gaben einen Kuss" gechrieben hätten. Aber das nicht getan zu haben, das macht eben den Qualitätsunterschied zwischen lilisarah und vielen anderen Beiträgen hier im Forum aus. Wer Gedichte verstehen und schreiben will, muss für solche sprachlichen Nuancen ein Ohr und einen Sinn entwickeln...

    Gruß Onegin
    Grüße,

    da liegst du einfach knapp daneben. Was könnte es denn noch sein, wenn ich nicht die Rundung der Lippen meinte??

  11. #11
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    lieber michael,

    hey danke, mit so einem großartigen lob und zuspruch hatte ich gar nicht gerechnet! aber keine sorge, ich hatte mich bereits entschieden, das gedicht so zu lassen und albaas vorschläge in einer *albaa-innovations-version* abzuspeichern. trotzdem war es wohltuend zu lesen für mich, dass du so hinter den formulierungen stehst, die als *dichterisch, sonst veraltet* gelten danke!

    lg
    lilisarah



    lieber horst, lieber onegin,

    vielen dank für euren interessanten dialog zum thema *sprachen* gegenüber *formten* in meinem gedicht. ich finde das *sprachen* besser, onegin hat das schon ziemlich gut begründet (ich danke dir dafür!). eine andere deutung zu *formten* als die rundung der lippen will mir gerade nicht einfallen, es sei denn, deine deutung geht noch mehr in richtung erotik, als ich es eben wahrhaben will. aber ich finde, dass die erotik im gedicht bereits richtig dosiert ist, mehr sollte imho nicht sein.

    dir, lieber horst, danke ich für die weiteren vorschläge und natürlich auch für dein lob. über *nun* statt *dann* habe ich länger nachgedacht. *nun* ist eigentlich das elegantere, lyrischere wort als das eher umgangssprachliche *dann* und passt mehr zum duktus des gedichtes. trotzdem bleibe ich beim *dann*, auch wenn das schwer begründbar ist. für mich hat *dann* einfach eine andere zeitliche einordnung als *nun*.

    beim vorletzten vers bin ich tatsächlich am nächsten bei albaas vorschlag, der mir reizvoll erscheint. bei deinem vorschlag ist mir das *ewiglich* ein wenig zu lang (bedeutungstechnich gesehen). trotzdem nochmal danke für deine vorschläge, ich bin daran immer interessiert.

    lg
    lilisarah

  12. #12
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    Hallo lilisarah,

    da ist so viel "sprachlicher Schick" in deinem Gedicht, wie es für mein Empfinden weit überdurchschnittlich ist und so werden Anspruch und Aussage wie auf einer Welle des Schönen zum Leser hergetragen - obwohl ja eigentlich ein Evergreen-Thema. Du verstehst es aber, dem "ewigen Thema" das Ausgelutschte vollständig zu nehmen und das Ganze noch einmal neu zu beleben. Großes Kompliment! Man wird beim Lesen schnell über das Mitfühlen selbst zum Fühlenden. Ein wirklich ausgezeichnet schönes Gedicht. Ich freue mich, es (schon zweimal) gelesen zu haben.

    Liebe Grüße, Henrik
    ---------------------------------Signatur:

    Das Haus, in dem sie wohnen, beherbergt keinen einzigen Schwarzen und auch sonst keine Menschen mit Migrationshintergrund. Nur Müller, Meier, Schulze sind die Nachbarn. Auf der Demo gegen Rassismus vergessen sie, dass sie genau deswegen in diesem Haus wohnen. Das Multikulti-Viertel käme für sie als Wohnort nie in Frage. Da sollen mal schön "die anderen" wohnen. So demonstrieren sie eigentlich nur gegen sich selbst.

  13. #13
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    Zitat Zitat von lilisarah Beitrag anzeigen
    lieber michael,

    hey danke, mit so einem großartigen lob und zuspruch hatte ich gar nicht gerechnet! aber keine sorge, ich hatte mich bereits entschieden, das gedicht so zu lassen und albaas vorschläge in einer *albaa-innovations-version* abzuspeichern. trotzdem war es wohltuend zu lesen für mich, dass du so hinter den formulierungen stehst, die als *dichterisch, sonst veraltet* gelten danke!

    lg
    lilisarah



    lieber horst, lieber onegin,

    vielen dank für euren interessanten dialog zum thema *sprachen* gegenüber *formten* in meinem gedicht. ich finde das *sprachen* besser, onegin hat das schon ziemlich gut begründet (ich danke dir dafür!). eine andere deutung zu *formen* als die rundung der lippen will mir gerade nicht einfallen, es sei denn, deine deutung geht noch mehr in richtung erotik, als ich es eben wahrhaben will. aber ich finde, dass die erotik im gedicht bereits richtig dosiert ist, mehr sollte imho nicht sein.

    dir, lieber horst, danke ich für die weiteren vorschläge und natürlich auch für dein lob. über *nun* statt *dann* habe ich länger nachgedacht. *nun* ist eigentlich das elegantere, lyrischere wort als das eher umgangssprachliche *dann* und passt mehr zum duktus des gedichtes. trotzdem bleibe ich beim *dann*, auch wenn das schwer begründbar ist. für mich hat *dann* einfach eine andere zeitliche einordnung als *nun*.

    beim vorletzten vers bin ich tatsächlich am nächsten bei albaas vorschlag, der mir reizvoll erscheint. bei deinem vorschlag ist mir das *ewiglich* ein wenig zu lang (bedeutungstechnich gesehen). trotzdem nochmal danke für deine vorschläge, ich bin daran immer interessiert.

    lg
    lilisarah


    Grüße,



    „Formten“ als Metapher, ebenfalls als Worte und Geste zu verstehen, nicht der Kussmund. Demzufolge kann ich den Weg (formen) „ebnen“ zu einem Kuss. Oder nö??

    Dein Zitat: da „sprachen“ meine lippen einen kuss

    Das „Sprachen ist auch eine Metapher.

    So mein Denken.
    Geändert von horstgrosse2 (16.09.2020 um 12:34 Uhr)

  14. #14
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    807
    Hallo Lilisarah,

    ich dachte erst, ich kenne das Gedicht doch schon von früher, aber irgendwie ... ist es einfach gut.
    Daher: Ein Lob von mir. Das Gedicht hast du fein geschrieben, fühl dich geschmeichelt und schreib weiter was feines und wag dich ruhig auch in die heutige Zeit.

    Liebe Grüße

  15. #15
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    hallo henrik,

    es gibt wohl kein schöneres kompliment an den autor, als wenn der leser ein gedicht mehrmals lesen mag. also danke für deine worte.



    hallo horst,

    danke für deine erklärung. jetzt habe ich deinen vorschlag besser verstehen können.



    hallo miaukuh,

    danke für dein süßes lob, ich fühle mich jetzt ein wenig wie in der grundschule.


    lg und dank an euch
    lilisarah

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