Thema: Sinnspruch

  1. #1
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    Sinnspruch


    Sinnspruch


    Suchender in der Vergänglichkeit,
    einen unaufhörlichen Fluss
    unnennbar Göttlichens
    bildet das Lieben.

    Steigst du in ihn hinein,
    wird er dich tragen
    zum Ozean aller Unendlichkeit.

  2. #2
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    Vergänglichkeit und Ewigkeit so gegenüber gestellt und das Bild eines Flusses zwischen ihnen. Da ist die Umwandlung von etwas menschlichem wie dem Suchen als Begriffsdeutung sehr abhängig von einer gewissen Überdrüssigkeit. Gerade weil es eingetauscht wird mit dem etwas hinwegspülen wollen das substituiert wird in der Metaphorik verborgener Sehnsüchte.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Hallo Schulz und Sühne,

    warum " ist die Umwandlung von etwas menschlichem wie dem Suchen als Begriffsdeutung sehr abhängig von einer gewissen Überdrüssigkeit?" Das leuchtet mir nicht ein.
    Worin siehst du die "Metaphorik verborgener Sehnsüchte." Der Text liefert hier keinen Hinweis. Ich sehe in der Gegenüberstellung von Zeit und Zeitilosigkeit nichts Besonderes. Es handelt sich hier lediglich um den Versuch, sich einem unfassbarem, unnennbarem Phänomen anzunähern.

    Frerundlichen Gruß
    Carolus

  4. #4
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    Ohne Überdruss kein Wandel, und die Sehnsucht sich diesem Phänomen anzunähern ist rein logisch begründet? Erhoffst dir nichts weiter als Klarheit durch deiner Gedanken Frucht zu erlangen? Indem du gewisse Sachen gegenüberstellst.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Du schreibst: "Ohne Überdruss kein Wandel." Für sich gesehen, trifft diese Aussage zu.
    Das ist menschlich verständlich, aber bedenke in der Natur. nimm zum Beispiel die Jahreszeiten, gibt es keinen Überdruss. Jedes Phänomen folgt seinem eigenen immanentem Gesetz und vollzieht, was darin festgelegt. "Lieben" ist hier menschlicherseits ein Einklinken in diesen Prozess des ständigen Wandels und nimmt die Zeitlosigkeit als einen gegebenen Teil des Werdens hin.

    Freundlichen Gruß
    Carolus

  6. #6
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    Wenn der Ozean bereits unendlich ist - wo ist dann noch Platz für den "unaufhörlichen Fluss"?
    Genau so, oder eben ganz anders!

  7. #7
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    Die Natur hat den Überdruss am Klima und das Klima den Überdruss an den Umweltbedingungen und die den Überdruss an der Projektionsfläche die ihnen der Mensch mit seinen Prozessen unterstellt. Weswegen ja so etwas immer überall verknüpft ist wenn du Wortbedeutungen aus ihrem natürlichen Rahmen entwendest. Um übernatürliche Sachen wie Zeitlosigkeit aus dem Wandel heraus zu erschaffen. Denn was wird denn gesucht und warum ist das Hineinsteigen so ein aktiver Akt?

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
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  8. #8
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    Hallo Artname,

    ich sehe darin keinen Widerspruch, denn ein Mensch wird durch seine Geburt in die Schöpfung eingebunden, durch Sterben und Tod in die Unendlichkeit. Die Liebe des Göttlichen schlägt eine Brücke zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit. Sie ist ein Angebot für jeden Sterblichen.Der unaufhörliche Fluss des Göttlichen stellt für den Menschen die Verbindung zwischen Zeitlichkeit und Unendlichkeit dar.

    Freundlichen Gruß
    Carolus

  9. #9
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    Hallo Schulz und Sühne,

    "was wird denn gesucht und warum ist das Hineinsteigen so ein aktiver aktiver Akt", fragst du.
    Ich denke, gesucht werden das eigentliche Sein hinter dem Dasein (des eigenen Lebens) und das ureigne Selbst hinter dem Ich, der Ichbezogenheit,
    der Egozentrik.
    "Lieben" bedeutet in diesem Zusammenhang, die andere Dimension des Seins (die göttliche)in das Dasein zu integrieren, um auf diese Weise ein bewusster Teil der Schöpfung zu werden.

    Freundlichen Gruß
    Carolus

  10. #10
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    Ah ja, für dich ist das Universum endlich und erst nach dem Tod erwartet uns die Unendlichkeit. Damit verstehe ich nun zwar deine Logik, aber kann den Inhalt leider nicht mehr erfassen. Macht nichts.

    lg
    Genau so, oder eben ganz anders!

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