1. #1
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    Den harten Dorn besiegen für Aron Manfeld

    Die wirklich weiblich schöne Frau im Liegen
    Entspreizt geheimnisvoll den Lachs im Rot
    Dabei senkt sie zart liebestoll devot
    Das Haupt und will den harten Dorn besiegen

    Der senkrecht in der Stubenluft von Lippen
    Aufs weiche Reiben pochend reagiert
    Sich tropfend nah den Mandeln erigiert
    Auf Gottes Throne wähnt im Fleischeswippen

    Aus Kusseswinkel leuchtet samenweiss
    Die Vorhut einer klebrig Kindarmee
    Noch ungeborenen roh vom Eicheldruck

    Erwächst befreit vom Willen atemheiss
    Umkaltet so wie Stacheldraht im Schnee
    Der Schlange Spritzen zischt im letzten Ruck
    Geändert von Aron Manfeld (15.11.2020 um 19:42 Uhr)

  2. #2
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    Das ist schon sehr meditativ veranlagt. Die Schilderung zur Hinentwicklung des davon zu kommenden. Eine Unbeschreiblichkeit soll grenzen an die Ränder deiner Worte mit der sie sich gerne blicken ließe, wenn wir denn nicht alle blind wären für Samenweisses Leuchten in dieser Stubenluft auf Gottesthron jenes Gedicht empfangend

    MFG!.
    Der Roman: "Verballistik"
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  3. #3
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    Hallo Robert,

    Du bist ja ein erfahrener Leser und Beobachter - doch was soll hier bitteschön meditativ veranlagt sein? Das ist Sex pur.

  4. #4
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    Lieber Aron,

    Sex ist es und nicht zu knapp. „Purer“ aber nicht, sondern gleichzeitig Mindfuck, vielleicht meint Terrorist das mit „Hirnentwicklung“. Du lässt Dir nach allen Regeln der Kunst einen blasen und denkst an „klebrig Kindarmee / Noch ungeborenen“?
    Und sogar „Meditatives“ findet sich, „auf Gottes Throne wähnt am Fleischeswippen“, das ist ja schon quaisreligiös. Wie‘s einem halt kommen kann bei einer „wirklich weiblich schönen Frau“.

    Dass Du reimen kannst, weiß ich erst seit "Wir wolln die DDR zurück", dass Du Sonett kannst, wusste ich nicht. Die Satzbrüche, schrägen Partizipien und noch schrägeren Präpositionen sind wohl beabsichtigt, das ist das Mindfuckige an avancierterer Lyrik, dass sie den ungestörten Genuss von (puren) Sexgedichten natürlich nicht zulassen kann, man (Manfeld) will ja nicht kitschig werden.

    Trotzdem, einige Stellen und vor allem die S1 sind (bis auf den „harten Dorn“) echt sexy

    Michael
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  5. #5
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    Mein lieber Michael,

    hier kann ich noch feilen, doch das Schräge bleibt wohl mein treuer Begleiter in diesem Leben. Ionesco sagte einmal, er könne sich über nichts so Recht freuen, da er trotzdem sterben müsse.

    Der harte Dorn ist natürlich auch der zarte ....

    Kennst Du den Unterschied zwischen mir und einem Vulkan?

  6. #6
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    Werter Aron,

    ist das der Unterschied zwischen Eruption und Ejakulation, zwischen Ausbrechen und Schlabbern?

    Am "harten Dorn" ist nicht das "hart" das Problem. Ich war mal in Verlegenheit, das Teil auf "von vorn" zu reimen, und konnte mich nicht zwischen "Sporn" und "Horn" entscheiden. Aber Du musst hier nicht mal reinem.

    Du hast es gut

    Michael
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  7. #7
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    Cher Domas,

    Du warst schon ein Meister, als ich noch in die Windeln kackte.

    Kennst Du den Unterschied zwischen mir und einem Vulkan?

  8. #8
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    Ist das der Unterschied zwischen Eruption und Ejakulation, zwischen Ausbruch und Schlabbern?

    M
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  9. #9
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    Nee ... zweimal darfste noch raten ...

  10. #10
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    die Farbe dessen was rauskommt.

    MFG!
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  11. #11
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    Wo rauskommt, estimado Roberto? Die Richtung stimmt ...

  12. #12
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    Aus dem Zaunpfahl.

    MFG!
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  13. #13
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    Der Vulkan ist ein Erdloch und ich bin ein ...

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