1. #1
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    Zum Gedenken Erich Kästners

    (Ein Loblied auf seine Epigramme)





    Gewaltige Antithesen
    werden nicht als wuchtige Keulen
    gegen den Dreck der Dummheit
    gezogen, sondern wie clevere Besen
    Ich behaupte nicht, das Abendland ginge davon unter,
    aber Tee mit Zitrone, Milch und Zucker?!

  2. #2
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    Hi Rocco!

    Die Aussage der Zeilen finde ich sehr schön.
    Mit der Brechstange funktioniert es nunmal nicht.
    Da ist es besser, auf sanfte Art und Weise
    und mit mehreren gezielten Argumenten (Besenhaaren)
    der "Dummheit" entgegenzuwirken.

    Das ist zwar genau genommen Manipulation..
    aber besser, als die Keule

    LG, Stefan

    P.S.: Gut.. bei "Dummheit" kann man es natürlich auch als "belehren" bezeichnen.
    Beim Ziel des Veränderns bestimmter Meinungen.. wäre es als manipulativ zu betrachten.
    Geändert von Lightning (21.11.2020 um 17:32 Uhr)
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

  3. #3
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    Hallo Stefan,

    wie du richtig schreibst, muss man zwischen Manipulation und Belehrung unterscheiden.

    Kästner hat nicht manipuliert, er sagte sogar, sinngemäß, dass man noch in einem Haufen von Idioten mindestens einen, halbwegs, verständigen Menschen finden könne.

    Wenn du seine Epigramme nicht kennst, dann empfehle ich sie dir als Weihnachtsgeschenk. (Zum Beispiel.)

    Einen schönen Abend

    Rocco
    Ich behaupte nicht, das Abendland ginge davon unter,
    aber Tee mit Zitrone, Milch und Zucker?!

  4. #4
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    Lb. Rocco

    Hörte von Kästner. Noch nie explizit gelesen.
    Vermutlich ein Fehler, denn diese kleine, aber feine Anekdote ist schön. Kurz und schlüssig. Griffig und flüssig.

    Mit freundlichen Grüßen
    um Lenkahn
    Du kannst nie falsch interpretieren.
    Aber am Ende - ist deine Interpretation trotzdem falsch.

  5. #5
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    Hallo Ben,

    im Bereich der Epigramme gab es größere Dichter, etwa Goethe und Schiller, aber die Zeit ist nicht stehengeblieben.

    Mir fällt auf, wenn über zeitgenössische Epigramme gesprochen wird, wird er unter Brecht gestellt. Ich finde, da gehört er nicht hin. Zumal auch Brecht weder ein Schiller noch Goethe war.

    Kästner war kein "Klassenkämpfer", der eine Revolution vorbereiten helfen wollte (was man Brecht unterstellen kann und muss); Kästner plädierte für den gesunden Menschenverstand, etwas, das von politischen Missionaren (Klassenkämpfer) gerne unterschlagen wird. (Weil, angeblich, nicht so wichtig.)

    Muss man das verstehen?

    Du bist jung, denke bitte immer selbst nach. Kästner hat das auch gemacht.

    Warum Kästner? Weil er lehrte, den eigenen Verstand zu gebrauchen.

    Einen schönen Tag

    Rocco
    Ich behaupte nicht, das Abendland ginge davon unter,
    aber Tee mit Zitrone, Milch und Zucker?!

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