Ein schöner Tag, ich geh’ zu dir,
steh vor der Tür, du öffnest mir.
Nach der Begrüßung tret’ ich ein,
Gedanken schmutzig, der Rest rein.
Die Eltern sind nicht sehr erfreut,
denn sie wolln’ ins Kino heut’.
Ich bin doch bloß zum Lernen da
sag’ ich ihnen. Ist doch wahr.
Wir lernen –erst mal- für die Schule,
doch als sie weg sind, für das Leben.
Oh, Mann, denk’ ich, das wird ’ne coole,
echt hammergeile Zeit noch geben.

Schnell Bücher, Hefte, Stifte weg,
runter vom Tisch muss all der Dreck!
Obendrauf da thronst jetzt du,
- der Schulkram ist ganz schnell vergessen -
wir wenden uns jetzt anderm zu,
denn davon sind wir wie besessen...
Du sitzt, die Beine breit, vor mir,
um deine Taille meine Hände,
mein Kopf ist angeschmiegt an dir,
nun nimmt die Stimmung eine Wende.

Flach auf dem Tisch liegst du jetzt, Mann!
Wie turnt mich dieser Anblick an!
Auf deinen Bauch drück’ ich dir Küsse,
die einen Hand durchfährt dein Haar,
die Andere, oh meine Süße,
hält auch nicht still, ist hier... ist da....
„Auf dem Tisch ist’s unbequem.“ - sagst du
- „Lass’ uns aufs Zimmer gehn’ !
Mein Bett ist warm, weich, lang und breit.
Los! Komm mit! Sei doch gescheit!“

Ich trag’ dich rüber in dein Zimmer,
leg’ dich aufs Bett und zieh’ dich aus.
Ich wünschte mir, er währte immer
Fort. Der Augenblick wär’ niemals aus.
Ich massier’ dir dein Brust,
den Rücken, Nacken und ich merke,
wie in mir aufsteigt eine Lust,
mit einer, mir unbekannten, Stärke.

Ich ziehe dich auf meinen Schoß,
jetzt geht der Spaß erst richtig los...
Wir sitzen da – ganz eng umschlungen,
nachdem ich in dich eingedrungen.
Ich schließ’ die Augen, leg’ mich z’rück
und genieß mein großes Glück.
Du bist so schön, du bist so warm,
bei dir wär’ jeder Löwe zahm.
So reitest du mich bis ganz zum Schluss,
und er kommt, der Orgasmus.

Du schmiegst die an mich, voll verschwitzt,
ich seh’ dich an und grins’ verschmitzt.
Als du mich fragst, was denn das soll,
frag’ ich dich, ganz hoffnungsvoll:
ob wir noch miteinander baden,
denn das könnt’ uns jetzt echt nicht schaden.
Du siehst mich lange an und nickst,
ein Lächeln steht dir im Gesicht,
ich lieb’s, wenn du mich so anblickst
und keiner von uns etwas spricht.

Du gehst ins Bad, lässt Wasser ein.
Ich folge dir, total verträumt.
Du lässt dich fallen, wie ein Stein,
ins Wasser, dass es spritzt und schäumt.
Das warme Wasser tut mir gut.
Doch mehr noch dein anwesend sein,
denn deine Nähe lässt alle Wut
mir unwichtig erschein’.
Deine Nähe schenkt mir Friede,
Ruhe und Ausgeglichenheit.
Und ich merk’ wie ich dich liebe
Schon aufgrund deiner Abwesenheit.

Wir küssen uns innig und lange,
du rutscht mir wieder auf den Schoß,
Ich streich’ dir sanft über die Wange,
Ich lass dich nie, nie wieder los...