1. #1
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    Die Hoffnung des Narren


    O Falsche, du, dir will ich nicht mehr länger dienen,
    läßt du mich herzlos unter eisgen Sonnen stehn.
    Denkst du, ich würde immer deine Schönheit sehn,
    allein dich preisen, funktionieren wie Maschinen?

    Ich will erlösen mich von diesen Sklavenbanden,
    die mich zu lange schon an eine Schlange ketten,
    will meinen Geist befreien, ihn vor dir erretten,
    und morgen rettend weiterziehn in freie Landen.

    Willst endlich du den Lohn für meine Müh' mir geben,
    so will ich rasch zu neuen Diensten mich erheben,
    will meine Sonnen tausendfach erstrahlen lassen,
    dir Freudenquell, dir treuster aller Knechte sein.

    Doch tust du's nicht wird meine Liebe bald verblassen
    und blinder Hass erinnern an den einstgen Schein.


    © LeVampyre | I, Jun. 2003

    Dieser Text kann als mp3 auf meiner Homepage angehört werden.
    Bitte beachtet auch die besonderen Lizenzbestimmungen an meinen kreativen Werken!
    Eine Liste meiner bei Gedichte.com veröffentlichten Texte gibt es u.a. in meinem Sammelfaden LeVampyre ~ Anti-Dilettant.
    Geändert von levampyre (19.03.2006 um 23:04 Uhr)

  2. #2
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    Hallo levampyre,
    Wie immer ist dein Gedicht schön zu lesen. Ich hab mir alle von dir mehrmals "reingezogen". Bei diesem errinnert mich die "ehrwürdige" Sprachwahl daran, das du ja hier Gedanken/ Stimmungen/ Gefühle formulierst, die die Menschheit vom Beginn bis in unsere Zeit und sehr wahrscheinlich auch noch unendlich länger begleiten werden. Egal wie sich auch die Umgebung ändert, die selbsgefesselten Sklaven, die dein Gedicht sehr gut verstehen, wird es immer geben.

    Krähe

  3. #3
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    Da sieht man's mal wieder, auch ein triviales Thema will verpackt sein. Ich dachte erst, ich hätte eben das doch nicht so gut hinbekommen, wegen mangelnder Kommentare zu dem Stück. Aber wenn du erst nach mehrmaligem "Reinziehen" bemerkt hast, daß es eigentlich ganz schön simpel ist, dann mach' ich mir doch nicht solche Sorgen.
    Allen selbstgefesselten Narren kann ich nur raten, sich schleunigst zu befreien, denn die Hoffnung auf Lohn ist die Hoffnung eines Narren...
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  4. #4
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    hi

    Das ist ja echt soNett, gefällt mir sehr. Vor allem der "Unterschied" zwischen erster und zweiter Strophe: Einmal das Loskommen und auf der anderen Seite die Sache mit der Aufmerksamkeit...
    Und die Sprache gefällt mir auch sehr.. steh eigentlich nicht auf so ehrwürdige Sprache aber hier passt es perfekt und wirkt gar nicht kitschig! (Naja, ein bißchen, aber im positiven Sinne.)
    mfg
    LARS
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

    Hölderlin - Hyperion an Bellarmin

  5. #5
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    Danke für deine Kritik Lars,
    ich finde S2 ist eine logische Folge aus S1, wer die Beachtung, nach der er sich verzehrt, nicht findet, ist zunächst traurig und dann bockig, irgendwann will er sich befreien. Schon S1 schlägt mit der rhetorischen Frage diese Richtung ein. Was genau meinst du also mit "Unterschied" zwischen S1 und S2?
    Kitisch war eigentlich nicht das, was ich mit der Sprache bezweckte. Aber wenn du das im positiven Sinne meinst, dann sollte ich die Falte auf meiner Stirn vielleicht wieder glätten.
    --LeV

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  6. #6
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    glätte sie

    und außerdem habe ich mich vertan. Ich meinte S1+S2 zu S3+S4.
    Tja, kann mal passieren
    Lars
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

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  7. #7
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    Cool

    Hallo levampyre,

    wenn ich es richtig verstehe, geht es um die Umwerbung einer bildlich hübschen Fau. Zur Ikone ungefragt auf einen selbst gezimmerten Thron erhoben.
    In Sehnsucht macht sich der Narr zum Narren ohne anders zu können. Seine unbeantwortete Liebessucht (möglicherweise hat er nicht einmal den Mut mit der Schönheit zu sprechen und vergöttert sie nur still) wirkt zerstörerisch auf seinen Geist. Unterwürfigkeit und Selbsthass des eigenen Unvermögens rufen eine Persönlichkeitsspaltung hervor, die zur Drohung gegen die verehrte Person ausartet.
    Die selbst genährte Hoffnung verblasst.
    Trotz allem bleibt es ein Monolog, dessen Ausgang als in eine Handlung mündende Folge ungewiss bleibt.

    --------------

    vernebelte Sinne

    vergötternd hab ich dich erhoben
    in tiefer Inbrunst dich umwerbend
    dich rühmend, deine Schönheit loben
    und gar am Ende für dich sterbend

    wie lang noch zeigst du mir nur Kälte
    fühlst du nicht unser stilles Band
    ich Sklave, du die Auserwählte
    warum werd ich nur so verkannt

    mein Licht, mein Morgen- Abendstern
    will dich nur in den Armen halten
    vergessend mit dir neu beginnen

    längst zehrt der Wahn an meinen Sinnen
    die Fesseln wolln nicht ewig halten
    es winkt ein Ausweg, wenn auch fern

  8. #8
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    @Lars
    Sie ist schon längst wieder glatt.

    @Sandkorn
    Sehr präziese analysiert. Meins oder seins?
    Quacumque res sit. Ich bin beeindruckt von deiner Geistesschärfe. Ich sagte ja, das Thema ist uralt. Aber sag mir Sandkorn, nachdem du das Gedicht nun so schön ausgezogen hast, war es gut oder weniger gut verpackt?
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  9. #9
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    Hallo nochmal,

    nun wenn du es als Verpackung siehst halte ich gegen:

    "Es kommt auf das Innere an!"

    Um also die Verpackung in Verbindung mit dem Inneren
    (Inhalt, Stimmung oder Aussage)zu bringen könnte es z.B. verschmelzen, zum Träger einer Botschaft über das Wort hinaus werden.

    Wenn ich aus dem Blickwinkel das Gedicht lese, fällt mir vor allem die Zerissenheit auf.

    Es könnte als mangelhaft ausgelegt werden, da es dem Leser ausser dem Inhalt keine Botschaft vermitteln will.

    Auf der anderen Seite könnte gerade dies auch die beginnende Unzurechnungsfähigkeit des lyrischen Ich's unterstreichen. Gedankensprünge aber immer innerhalb des oben beschriebenen Kontext.

    Meine Vorstellung von ausgereiften schizophrenen Personen will aber eher kompakt dargestellte, gegeneinander konkurierende Aspekte und Beschreibungen sehen.
    In der Spannung dazwischen sollte sich eine Aussage ergeben, die das literarische STück zu etwas besonderem macht.

    Überspitzt gesagt:
    Schizophrenität im Kontrast ist interessanter als wirrer Mischmasch -> An dieser Tendenz könntest du zum Beispiel in der Darstellung noch weiter arbeiten

    Liebe Grüße,

    Sandkorn

  10. #10
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    Es geht mir ja nicht darum, wirkliche Schizophrenie darzustellen. Gott behüte, ich bin kein Psychologe und von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe, halte ich lieber den Mund.
    Ich wage nicht, eine Aussage darüber zu treffen, ob es bei einem Gedicht mehr auf den Inhalt oder die Verpackung ankommt und schlage vorerst den langweiligen Mittelweg vor.
    Die Zerrissenheit, die du erwähnst, liegt viel eher in meinem Fokus. Einerseits, das Begehren auf Lohn, andrerseits das Verfluchen der eigenen Narrheit. Das hat, glaube ich, nichts mit Schizophrenie (schreibt man das überahupt so?) zu tun.
    Vielleicht kannst du mir noch genauer erklären, warum du Form, Sprachwahl oder Bilder als "Mischmasch" verstehst. Ich steige noch nicht ganz dahinter.
    LG vampyre
    --LeV

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  11. #11
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    Hallo levampyre,

    auch ich kein Experte.

    "Die Zerrissenheit, die du erwähnst, liegt viel eher in meinem Fokus. Einerseits, das Begehren auf Lohn,
    andrerseits das Verfluchen der eigenen Narrheit. "

    Genau das hatte ich eigentlich gemeint, entschuldige meine Übersteigerung.

    Ich versuch mich nochmal neu an einer Auseinanderpflückung des Gedichtes

    ----------

    grundsätzliches: lange Zeilen mit vielen Silben
    -> "Gedicht" bekommt erzählenden Charakter
    -> Einhalten der Metrik wird erschwehrt
    -> Kompaktheit / Dichtheit wird schwieriger

    S1 ist eine Frage, die sich direkt an die angebetete Person richtet. Es könnte der Anfang eines "Briefes" sein, den das lyrische Ich verfasst.

    "dienen, herzlos, eis'gen Sonnen, Schönheit, preisen, Maschinen"
    ->treffen Aussage zur Beziehung, wobei Maschinen nicht passen will,

    "Denkst du, ich würde immer deine Schönheit sehen,"
    ->ist etwas langatmig,
    ->will sie denn umworben/bedient werden?
    -> Aussage könnte umgearbeitet werden in:
    "Du bist schön, Schönheit ist vergänglich, ich sehe auch die innere Schönheit, für mich bist du immer schön, doch ich werde nicht ewig warten, denn ich bin ein fühlendes Wesen, das stirbt!"

    S2 ist wie eine Selbstreflektion/Selbstgespräch. Beim lesen des Briefes wird dem lyrischen Ich bewusst, wie gefangen es doch ist und erkennt seine Not.
    -> er erkennt die Lage, will sich befreien, aber kein Wort wird über das "Wie?" verloren, statt dessen ist in S4 gleich der Stimmungumbruch da

    S3
    Bevor er sich befreien will, fordert er als Sklave Lohn?
    Einen Lohn für etwas, das der Herr gar nicht wollte?
    Der Lohn für einen treuen Sklaven könnte Freiheit sein.
    Diese wünscht er noch in vorheriger Strophe.
    Stattdessen stellt er sich verrückterweise die Fessel vor und will Beziehung erhalten, Liebe einfordern.
    Sowohl treuster Diener sein ("zu neuen Diensten mich erheben")und gleichzeitig fordern passt nicht zusammen.
    Diese Verücktheit wird ihm nicht bewusst, er fängt an zu schwelgen. -> Gefahr der Langatmigkeit

    S4/1 geift die Treue auf, lässt weiter schwelgen
    Der Abschluss ist zu schwach. Die Drohung von verblassender Liebe ist doch der angebeteten völlig gleichgültig und kommt eher gelegen. Der Narr irrt ab in Selbstmitleid.
    "Blinder Hass" ist daher keine logische Konsequenz und passt nicht in die bisherige Abfolge. Als Kontrast ist er auch nicht zu gebrauchen, da er nur erinnert.
    Doch er erinnert an einen Schein von was?
    Den Schein trägt der Narr in sich, so würde auch der Hass nur ihn selbst treffen.

    Somit kommt keine Botschaft an die Angebetete, und die langen Zeilen verlieren als Mittel der Form an Bedeutung.
    Er gibt nichtmal der gewünschten Beziehung eine Chance, da er nicht konfrontiert.
    Der Narr kommt über das Stadium nicht hinaus, sich wirkliche Konsequenzen vorstellen zu können.
    Eine Hoffnung bleibt bis zum Ende gar nicht bestehen, so das der Titel an Bezug verliert.
    Die Selbstzerfleischung verleirt durch Zeilenlänge an Intensität.
    Der Ausgang ist nur scheinbar ungewiss, denn in Wirklichkeit kommt die Mutlosigkeit des Narren zum Ausdruck. Er wird bestimmt keine Verantwortung übernehmen und lebt nur in seiner Traumwelt.

    Jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben und nur rumgelabert. Das Gedicht ist nicht schlecht, aber ihm fehlt es an Biss.

    So long,

    Sandkorn


  12. #12
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    Hallo Sandkorn,
    ich habe mein Sonett mit meiner Verteidigung ganz nackig gemacht. Ich glaube, ich sollte meine eigenen Gedichte nicht immer öffentlich interpretieren. Das macht auf Dauer doch keinen Spaß. Deshalb nur soviel:
    Die langen Verse (Alexandriner - ich liebe die Dinger) halte ich für eine nette Abwechslung vom schnöden Vier- oder Fünfheber. Bei zwölf Silben bleibt natürlich viel mehr Platz zum "Erzählen" und man kann in den wenigen elf Zeilen wunderbar viele Infos unterbringen. Findest du das sehr unpoetisch?
    Was genau meinst du mit: "Einhalten der Metrik wird erschwert"? Weist mein Gedicht denn metrische Mängel auf, die dich an meinen Fertigkeiten auf diesem Gebiet zweifeln lassen? Ich bin verwirrt, meine Eitelkeit meldet sich...
    Zur Dichtheit, wie gesagt. Ich glaube nicht, daß Kompaktheit ein bedingungsloses Ziel der Poetik sein muß, die doch zu einem großen Teil ganz subjektive Topoi behandelt.
    LG Vampyre

    [Geändert durch levampyre am 02-03-2004 um 00:33]
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  13. #13
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    Hallo,

    ersteinmal ein Lob für deine Offenheit und geradlinige Haltung. Deinen vorherigen Eintrag hatte ich gelesen, war mir aber nicht sicher, ob ich nochmal so genau darauf eingehen sollte.

    Die "Dichtheit" ist momentan eine Herausforderung an mich selbst. Bei einer der unzähligen Forumseinträge über:
    "Was macht ein Gedicht aus?" habe ich den Zusammenhang Gedicht - dicht für mich als bedenkenswert herausgenommen.

    Etwas verdichten, nur die allernötigsten "Dinge" aufnehmen kann eine grosse Herausforderung sein. Nicht um den Kern kreisen sondern den Punkt treffen ist Zeichen, das man etwas verstanden hat und es auch wiedergeben kann.

    Schreibe ich selbst in langen Zeilen, so laufe ich Gefahr, das ich unnötige Worte mache, mich wiederhole oder die "Essenz" verdünne. Bei gleichbleibender Dichtheit, wird es immer schwerer auch das Versmass zu beachten, ohne dabei gezwungen zu wirken.
    Das einbeziehen weiterer Handlungs / Interpretationsebenen wird auch erschwert.

    Erzählungen sind eher Epik und nicht Prosa.
    Auch eine Ballade hätte ihren Reiz, doch gibt es dort wohl formales zu beachten, will man in Traditionen bleiben.

    Die Schizo..dingsda ist eine von mir in das Gedicht reingelegte Ebene, da ich extreme Kontraste in der Darstellung mag. Sie sind kein muss und ich unterstellte weder Autor noch dem "lyrischem Ich" Gemeinsamkeiten.

    Deine Fertigkeiten selber traue ich mich nicht zu beurteilen. Bin ich doch selber noch ein Anfänger.
    Poesie liegt im Auge des Betrachters.

    Viel Erfolg weiterhin bei der Umsetzung deiner Vorstellungen in einem persönlichen Stil

    Sandkorn

  14. #14
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    Ich danke dir für deine Antwort, Sandkorn.
    Hm - das mit der Dichtheit ist so eine Sache. Ich vermute wir verstehen darunter jeder zwei verschiedene Dinge. Deshalb wäre es für eine solche Diskussion sinnvoller, sich erstmal auf eine Definition zu einigen.
    So sehe ich es: Wenn etwas dicht oder kompakt ist, heißt das, daß viel Materie auf engstem Raum zusammengedrängt ist. In unserem Fall wäre viel Info/Bild/Metapher/Klang in möglichst wenigen Worten ausgedrückt.
    Nach dieser Definition denke ich, daß es nicht für jeden Topos sinnvoll ist, Kompaktheit anzustreben. Stellen wir beispielsweise verwirrte Verliebtheit dar, kauft unserem lyr. Ich niemand dieses Gefühl ab, wenn es sich kompakt und rational und vielleicht sogar noch logisch ausdrückt. In diesem Fall wäre der Schuß nach hinten losgegangen. Schreibt man aber über die Weisheit oder irgendwelche Riten oder so, würde uns niemand eine unzusammenhängende Darstellung abkaufen. Bezeichnend dafür ist, daß die ersten Reimformen innerhalb der Zauber- und Beschwörungssprüche aufkamen, deren Klang beim Aufsprechen allein Magie bewirken konnte. (So jedenfalls dachte man.)
    Sprache, Form und Wortwahl gehen in der Lyrik doch die denkbar engste Verbindung ein. Deshalb sagt man ja auch "gebundene Sprache". Ich frage dich also, kann es sinnvoll sein, immer nur eine Darstellungsart zu verfolgen?
    LG Vampyre
    --LeV

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