1. #1
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    Ich kann die Worte nicht mehr lang verhehlen,
    Sie formten meiner Seele sich im Klaren,
    An Klarheit aber woll'n versteckt sie sparen
    Und gut verschlüsselt und subtil hier schwelen.

    Am Umbruch jedoch soll's gewiss nicht fehlen,
    Entzündbar will die Absicht ich bewahren,
    Dem Leser Stück für Stück sie offenbaren
    Und Funken stiebend aus den Versen schälen.

    Die Bilder meines Geistes sollen sprießen,
    Der Seele jedes Kopfes sich erschließen.
    Und mag er meine Augen noch verdammen,

    So mögen ihre Saaten in ihm reifen,
    Mein Feuer auf sein Denken übergreifen.
    Ich steck' die Welt poetisch ihm in Flammen.

    ---
    Ich hoffe nicht, dass ich an ausgearbeiteter Form, stimmungsvollen Bildern und vor allem den Feuermetaphern gegeizt habe . Für das andere Gedicht gehe ich dann noch recherchieren, da ich 1989 in amerikanischen Sandkästen revolutioniert habe.

    [Geändert durch konn0r am 01-03-2004 um 06:49]
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  2. #2
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    Der erste.
    Ob das ein Vorzeichen wär´?

    Fulminante Eröffnung unseres Reigens, Du legst die Meßlatte wirklich hoch auf, konn0r.

    Nähere Kritiken aber wirst Du von mir erst am Ende lesen.

  3. #3
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    dann hab ich schonmal ein gutes gefühl
    und versuche, mich mit einem gedicht über das andere bild noch einmal zu übertreffen.

    [Geändert durch konn0r am 01-03-2004 um 16:02]
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  4. #4
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    wenn es mir von seiten der jury angeraten ist, will ich es versuchen. ansonsten verweise ich auf goethe selbst. was der große meister in seinen sonetten verwendet, kann doch auch heute noch nicht falsch sein oder? ich zitiere:
    Sich in erneutem Kunstgebrauch zu üben
    ...
    ...
    Nach Tritt und Schritt, wie es dir vorgeschrieben.

    ...
    Wenn sich die Geister gar gewaltig reden;
    Und wie sie sich denn auch gebärden mögen
    ...

    Auszug aus Johann Wolfgang Goethe, Das Sonett (1806)
    Wenn der unreime Reim noch immer einen Kritikpunkt darstellt, will ich ihn gerne ausmerzen, ansonsten ersuche ich um seine Tolerierung

    [Geändert durch konn0r am 02-03-2004 um 18:22]
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  5. #5
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    Das wird im jeweiligen Ermessen des jeweiligen Jurors liegen.

  6. #6
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    Meine Kritik aus dem Wettbewerb:



    Eher introvertierter Inhalt (Monolog), der den Leser nur sekundär anspricht.
    Dadurch wird der Leser kaum eingebunden, sondern steht als Zuschauer außen vor und kann zwar Sprache, Form und Aufbau bewundern, erfährt aber doch keinen Anteil daran. Das Stück spricht „über seinen Kopf hinweg“.

    Des weiteren werden in S1 „große Worte“ angekündigt, die den Leser mit gewaltigen (so klingt es an) Inhalten konfrontieren werden – doch weit gefehlt. Das ganze Stück spricht nur davon, daß das lyr ich etwas Gewaltiges zu sagen hätte – es sagt aber im Grunde rein gar nichts aus, es bleibt am Ende nur eine Absichtserklärung.
    Könnte man auch „viel heiße Luft um gar nichts“ nennen. 

    So bleibt eine sehr gut ausgestaltete Form, die hier aber eher zum Selbstzweck geriet und nicht mit bedeutsamen Inhalten glänzen kann.


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