1. #1
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    Ode an die Freiheit

    v-v-v-vv-v-
    v-v-v-vv-v-
    v-v-v-v-v
    -vv-vv-v-v

    Verbrecher ihr! Schon lange vergiftet ihr
    Mit euren Schlangenmündern entronnenen,
    Mit Blut gefärbten, falschen Lügen
    Uns, den betäubten und kranken Riesen.

    Entwachsen diesem will, und geboren als
    Reflex des bösen Schlafes, der nunmehr taut,
    Bewaffnet hier mit Wahrheit, Kühnheit,
    Ich mich erhebend euch stellen, kämpfen.

    Verschmolzen waren mächtige Menschen in
    Den Bildern, die ihr rosa gemalt vor die
    Erblindet tauben Köpfe hieltet,
    Hier in der Mitte, die Untertan nur

    Noch euch in roten Fahnen dahinwest, die
    Die Augen unsrer müden Genossen trüb
    Umwehen. Himmel voller Grenzen
    Bauen in mächtigen Mauern Zellen.

    Oh Narren! Ich will himmlische Freiheit mir
    Erringen, selbst den Tod zu erwählen. Mit
    Dem Heldentod für das Gedächtnis
    Zieh ich unsterblich ins Kollektiv ein.

    ---
    Änderungen vorbehalten. Dieses Gedicht gehört zu meinen ersten Gehversuchen in die Welt der Oden. Nach Klopstocks Vorbild habe ich die Skandierung der alkäischen Strophenform vorangestellt. Die Erfahrung, Gedichte mit mengtrittigen Versen zu schreiben, hat tiefen Respekt vor Hölderlin in mir erwachsen lassen, der die meisterhaftesten Oden von allen schrieb!

    [Geändert durch konn0r am 28-03-2004 um 18:46]
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    Der Makel der Rose

  2. #2
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    wenn du schonmal drin bist, solltest du dich nach meinem bescheidenen gedicht mit hölderlin befassen. es ist wirklich unglaublich, wie scheinbar leicht die mengtrittigen verse aus seiner feder strömen. ich bin total begeistert . ich würde ihm sogar in den wahnsinn folgen, um solche oden schreiben zu können!
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  3. #3
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    Zum Glück wirst du wohl der einzige bleiben, für den wir Juroren uns noch ein wenig den Horizont erweitern müssen, konn0r

    Aber die Jury bleibt gespannt und harrt der Dinge, die da noch kommen mögen.
    Back I am.

    Drei recht alte Gedichte von mir:
    The Shining Star
    The Restless
    Des Dichters Nero

  4. #4
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    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

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