Thema: Kinder

  1. #1
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    69


    Ein kleines Mädchen... brav und fein,
    Es ging ganz schnell ins Haus hinein.
    Doch sah es nicht, das arme Kind,
    Den grossen Mann, verschwand geschwind,
    Dort hinter der Türe, völlig versteckt,
    Sich in der Gier die Lippen leckt.

    Nun sehet, wie es weitergeht,
    Dem Kerl ein Lächeln übers Gesicht hinweht.
    Ein böses Gelächter folgt sogleich,
    Wer treibt ihn an, zu solchem Streich?
    Nein schlimmer noch, die Tat
    Ein jedes Land ihm doch verbat.

    Was kümmert es das Monster noch?
    In seinem Hirn, dort scheint ein Loch.
    Nur Böses scheint es ihm im Sinn,
    Der Geifer troff ihm von dem Kinn.
    Die Hilflosen oder Schuldigen auch,
    Polizei? Behörden?...Wanderer im Rauch.

    Nun schlug er zu, der Übeltäter,
    Trotz der Warnungen der Väter.
    Die Mütter weinen, klagen und bedauern,
    Das Monster wird nun im Knast versauern.
    Doch grotesk erscheint die Staatesmacht,
    Für wielange wurd Dieser bedacht?

    Im Ganzen kommt er auf zwei... drei Jahre,
    Nichtmal grau werden ihm die Haare.
    Vergessen, eingesehen hat er nicht!
    Zu töten, zu quälen glaubt er ist die Pflicht,
    Nun frag ich doch einmal verdutzt,
    Ist das des Staates sicherer Schutz?

    Es wird immer und ewig angeprangt,
    Nach einer schärferen Lösung verlangt.
    Der Staat jedoch, er sagt nichts dazu,
    Er setzt sich oft einfach zur Ruh´.
    Wir dürfen nicht den Mut verlieren,
    Sondern am stärksten protestieren!

    Ist dann der erste Schritt geschafft,
    Die letzten Verbrecher dahingerafft.
    Welch Utopie die Menschen meinen,
    Die Welt würde zu klar erscheinen.
    Eine Fantasie oder Spielerei,
    Wir werden niemals auf ewig frei.

    Dem Bösen ist es vorherbestimmt,
    Dass es den deutlichsten Einfluss nimmt.
    Kein Mittel, kein Weg scheint jemals gescheit,
    Der Mensch ist nicht dazu bereit.
    Es scheint doch niemals einen Sinn,
    Allenfalls ein Neubeginn!

    Pagan, den 24.01.2001

    Wenn wer fragt, warum dieses Thema für dieses Gedicht,
    Derjenige wendet sich ab, zeigt nicht sein Gesicht!

    P.S.: Ich bin noch neu hier, hoffe, dass ich in eure Gemeinschaft hineinkomme! Ich verwendete Absichtlich dieses Reimschema, auch wenn es ungewohnt klingt durch den "heiteren" ABAB-Reim. Das ist so gewollt, da es die Kindlichkeit noch ein Stück mehr hervorhebt.

  2. #2
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    Hallo Pagan.... was soll ich sagen... schön... obwohl es mit grausamer, trauriger Realität arbeitet, dieses Gedicht... schön... gut gemacht... du schreibst so wahr... so wundervoll wahr... auf eine grausame art und weise... die uns alle in das leben hineinbringt... und trotzdem schön, dein gedicht... ja, ich glaube, jetzt fehlen mir bald die worte...
    Ach ja... und willkommen in unserer "Gemeinschaft"... jeder hier gehört dazu... wenn du es nur willst...
    Ich wünsche dir alles Liebe... lass von dir hören... du schreibst wundervoll...
    Alles, alles Liebe und alles Licht der Welt,
    deine

    Sisty
    >>Maktub<<, sagte endlich der Händler.
    >>Was ist das?<<
    >>Um das zu verstehen, muss man Araber sein<<, antwortete er. >> Aber die Übersetzung wäre ungefähr so: >Es steht geschrieben.< << (aus: Der Alchimist, Paulo Coelho)

    Maktub.
    ~kratzbeere~

  3. #3
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    1.031
    großartig!!!! ... und ... herzlich willkommen!!!!
    alles liebe,
    schatzkammer

  4. #4
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    1.300
    Hallo Pagan!!!

    Dein Gedicht ist für mich auf eine grausame Art und Weise schön..... und Ps: Klar kommst du in unsere " Gemeinschft", wir sind hier so etwas wie eine grosse Familie =)

    ´Herzlich willkommen und alles Liebe!!
    Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.
    gez.:Hexchen

  5. #5
    Registriert seit
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    1.233
    hey pagan
    dein gedicht weckt in mir erlebetes! es ist wundervoll geschrieben! es ist trarig aber doch soo wahr!
    was die gemeinschaft anbelangt, ich bin auch noch neu hier, und ich wurde mit offenen armen empfangen! so auch du!

    alles liebe

    dein moonlightgirl!
    auch der schwerste weg beginnt mit
    einem schritt

  6. #6
    Registriert seit
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    siehst du... wir gehören doch alle zusammen...
    >>Maktub<<, sagte endlich der Händler.
    >>Was ist das?<<
    >>Um das zu verstehen, muss man Araber sein<<, antwortete er. >> Aber die Übersetzung wäre ungefähr so: >Es steht geschrieben.< << (aus: Der Alchimist, Paulo Coelho)

    Maktub.
    ~kratzbeere~

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