Geist erschlafft...

Meine Tüten voller Tränen
lebte ich in einem Gähnen:
ewig feig und ohne Kraft –
wie in einem zähen Saft!

Meiner Tüten Repressionen
Blicken immer nur Kanonen.
In mir tief gefror’nes Blut,
nur zum Sterben fehlt mir Mut –
.
.
.
Sterben??? Für die falsche Gicht?
Sterben??? Heute sicher nicht!!!
Leben, ach, wie lieb ich dich...
...freiheit! für uns! ewiglich!!!

Jagen wir die stählern Pest.
Ein für allemal zu Bette!!
Sprengen wir die enge Kette,
für ein neues Manifest!

Lichten lasst dies Erdenreich...
...trotzen dieser kalten Macht!!
Ich! in erster Reihe gleich
geb Gewalten wenig Acht.
.
.
.
Ja... was gab ich wenig Acht...
untersschätzt‘ die starke Hand
unendlich tief wie Mitternacht,
unendlich tief ihr Querverstand...

Meine Tüten – mehrt mit Tränen,
sterbe ich in meinem Gähnen.
Zwar nicht feig, doch ohne Kraft –
Gitter: um mich.
Geist: erschlafft...


[Geändert durch fieber am 22-03-2004 um 21:41]