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  1. #1
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    Liebe LeserInnen, MitdichterInnen und -autorenInnen,

    (Vorweg ein wichtiger Hinweis: Für ausführlichere Informationen [und Begriffe] solltet ihr satchmos Metrik, was ist das?-Thread lesen beziehungsweise schon gelesen haben. Ich persönlich empfehle die Lektüre [vor allem, was deutsche Regeln angeht] schon vorher durchgeführt zu haben.

    Weiterhin kann ich nur den gerade von levampyre entwickelten Metrikkurs (http://www.gedichte.com/showthread.php?threadid=28562) empfehlen. In jenem Thread findet ihr eine kurze Einführung und die weiterführenden Links. Leider ist seine Sprachwahl um einiges fachlicher und komplizierter, und richtet sich damit auch gewissermaßen an eine andere Zielgruppe, als ich es in diesem Thread tue. Nämlich jene mit bereits halbwegs gut ausgebildeten Kenntnissen der Theorie der deutschen Sprache, und einer gesunden Portion Interesse an jenem Theoretischen. Trotzdem ist die Lektüre des Kurses natürlich wärmstens empfohlen, und Fragen werden gewissenhaft beantwortet, also scheut euch nicht. Für Leute, denen das Ganze dennoch zu "abgedreht" erscheint, ist die folgende Hilfestellung von mir gedacht.)





    1. Einleitung
    2.1 Kurze Einführung
    2.2 Problem eins: Das metrische Auslesen
    2.3 Problem zwei: Die Anwendung der Idee auf ein metrisches Konzept
    3. Schluss
    ________________________________________________________________________________________


    1.
    Wo ich mich auch umhöre, überall höre ich, dass sehr viele angehende Dichter die größten Probleme mit der Metrik haben, beziehungsweise dem Zwängen ihrer Idee in ein metrisches Konzept. Nirgendwo - na gut, ab und zu schon - wird sich über die Schwierigkeit von Stilmitteln oder Wortwahl ausgelassen. Nur die liebe Metrik ist das eigentliche Problem, dass die (oft) klassischen Dichter von heute zu beschäftigen scheint. Und wenn ich hier von einem "Problem" rede, dann meine ich, dass sich da teils wahre Abgründe auftun.

    "Metrik" nennt man "die Gesetzmäßigkeiten und Regeln des Versbaus" (satchmo im Metrik, was ist das?-Thread). Das umfasst die Messung, Auswertung und Benutzung der Betonungen eines Werkes, womit ich mich in dieser Problemlösungs-Anleitung befassen werde.

    Wozu braucht man nun eigentlich Metrik?
    Nein, nicht einfach nur zum Protzen vor Fachidioten wie mir, sondern ganz einfach um im Gedicht eine schöne, tragende Lesemelodie entstehen zu lassen, die das Lesen des Gedichts zum Genuss - und nicht zu einem verbalen Kraftakt - für den Leser macht. Niemand will wirklich gerne durch ein klassisches Gedicht humpeln und stottern, es sei denn, die Handlung beziehungsweise der Inhalt des Gedichts erfordert das, um so seine Aussage zu bekräftigen.

    Aber ich kenn das ja auch noch von früher: Metrik? Was'n das? Spanische Dörfer? Aber das verwenden all die Kritiker immer! Und satchmos Metrik, was ist das?-Thread hier im Sprechzimmer ist viel zu konfus? Wenn ihr so denkt, dann hört flugs her.
    Ergebt euch aber nicht luftschlösserähnlichen Illusionen.
    Eine größere Menge reinen Faktenwissens gehört nun mal auch dazu.



    2.1
    Der Lernprozess ging bei mir eigentlich recht schnell, nachdem ich mal ein paar metrische Gedichte versucht habe zu "scannen" ("auslesen", "ausmessen", "skandieren", der englische Begriff dafür). Natürlich sollte man vorher Dinge wie die vier Grundmetren ("Spezialfälle" wie Spondeus, Bacchaus et cetera sind da nur verwirrend am Anfang! Schnell wieder aus dem Sinn mit diesen schrecklichen Wörtern! Ich habe nichts gesagt!) und deren Betonungen kennen. Dabei ist bei allen folgenden Angaben wie üblich 'x' eine unbetonte (weibliche) und 'X' eine betonte (männliche) Silbe. Also, für euch gibt es erst einmal nur: Jambus (xX), Trochäus (Xx), Anapäst (xxX) und Daktylus (Xxx). Die sind gegensätzlich und daher einfach zu merken. Eine metrische Angabe in einem Vers macht man, indem man die betonten Silben im Vers zählt und diese dann mit dem Wort "Y-hebig" (wobei das 'Y' hier für die gezählten betonten Silben steht) darstellt. Zum Beispiel der Beginn "An den Süßen" (XxXx, Dank an mrsmerian) ist ein zweihebiger Trochäus.
    Jetzt muss man noch die so genannte Kadenz (Endung) berücksichtigen (bitte nicht gleich wegen dem Fremdwort ausflippen. Danke). Diese ist hier "weiblich", also unbetont, wobei eine "männliche" Kadenz (Endung) logischerweise dann betont bedeutet.
    Das hat nichts mit Geschlechterkampf und männlicher Überlegenheit zu tun (tja ja, schön wär's), ist halt schlicht und ergreifend nun mal so.
    Weiterhin gibt es noch den so genannten Auftakt, der eine meist unbetonte Silbe ist, und einem Vers voraus steht. Er wird eigentlich getrennt vom restlichen Teil behandelt, aber das ist nicht so wichtig, da sich da viele selbst nicht ganz einig sind.


    2.2
    Bisher alles noch recht klar, oder?
    Doch wo liegt nun des Pudels sprichwörtlicher Kern? Wieso ist Metrik nun so schwierig?
    Ratet nicht lange 'rum, ich sag's euch.

    Zum einen liegt es am Auslesen.
    Ich weiß es selber noch: Mal fragt man sich, ist dieses Wort jetzt wirklich betont oder nicht und wieso ist es denn da betont, wenn es hier nicht betont ist. Nun, ihr dürft euch gewissermaßen glücklich schätzen. Oft kommen verschiedene Ergebnisse bei verschiedenen Menschen raus, weil die deutsche Sprache nicht mehr quantitativ gemessen wird wie im Lateinischen (das wir an dieser Stelle, auch zu meinem eigenen Wohl, wieder ganz schnell verdrängen wollen), sondern qualitativ, das heißt nach Stellung im Vers (zum Beispiel bei einsilbigen Wörtern, die sich dadurch auch zusätzlich am Metrum [Versmaß] des Verses orientieren) und Aussprache (wobei es Wörter gibt, da ist die Betonung nun mal fest, so wie das Wort "Wörter". Eine betonte Silbe folgt auf eine unbetonte. Anders klingt es unweigerlich seltsam). Deswegen ist der Tipp, die Verse einfach laut und langsam vorzulesen, der beste, den man bekommen kann. Dazu noch mein Spezial-Tipp (hört, hört!): Betont einfach mal alle Silben der Reihe nach in einem Wort - bei dem Wort "Wörter" merkt ihr ja, dass die Betonung der Silbe "WÖR" richtig ist, und nicht die Betonung von "TER" -, und benutzt euer muttersprachliches Betonungsgefühl (jetzt starrt mich nicht so fragend an. Das hat wirklich selbst der hinterletzte Trottel), so dass ihr sagen könnt: "Ja, das klingt richtig." Oder eben: "Nein, niemals, das klingt komisch." Am Ende werdet ihr das nicht mehr müssen und seht die Betonungen so, aber es hilft ungemein am Anfang, sich in seiner Aussprache zurecht zu finden. Und wenn ihr euch dabei doof vorkommt und denkt, das bringe doch gar nichts, so lasst euch belehren (Zeigefinger hoch): Doch, das tut es. Es braucht nur (wie immer in der Lyrik und Literatur) Zeit. Dabei lässt sich noch eine einfache Regel bei mehrsilbigen deutschen Wörtern anwenden: Im Deutschen ist sehr oft die vorletzte Silbe betont. Baut Eselsbrücken oder macht, was ihr wollt, aber speichert das so bitte irgendwie im Gedächtnis ab. Erleichtert manche sinnlose Denkarbeit, und Denkaufwand wollen wir ja möglichst viel sparen, um diesen für das Gedicht selbst aufzubringen.


    2.3
    Problem Nummer zwei ist das Zwängen der Idee oder wahlweise des Gefühls - was euch lieber ist! - in ein metrisches Korsett. Von Reimen wollen wir hier in dieser Anleitung mal gar nicht reden, diese zu meistern ist nämlich eine Disziplin für sich!

    Ein harter Brocken, Ladies and Gentlemen, der zum mehr als überwiegenden Teil von euch abhängt. Aber wer es geschafft hat, das Ganze sich bis hierhin wirklich ernsthaft durchzulesen, den zähle ich mal hoffnungsvoll zu denen, die auch diese Hürde meistern. Bitte enttäuscht mich nicht, sonst muss ich bitterlichst weinen. Danke.

    Hierbei ist es vor allem wichtig, darauf zu achten, die liebe Grammatik nicht so sehr zu verbiegen, um noch einen eventuell vorhandenen Reim zu retten. Das ist schlicht schlechter Stil. Auch ist es verpönt, so genannte Elisionen (Wörter, von denen der Metrik wegen ein Buchstabe abgeschnitten, und das Wort so um eine Silbe verkürzt wurde) zu häufig zu gebrauchen. Weiterhin kann ich euch nur raten, es nicht mit unbetonten oder teils auch betonten Füllwörtern zu übertreiben. Wird es extrem, solltet ihr noch mal in euch gehen, und euch vor Augen halten, dass ihr ein Gedicht und kein Manuskript für eine Daily Soap schreibt. Dieses Gedicht hat natürlich ein, man möge es kaum glauben, Thema(!), das durch das Gedicht transportiert werden soll. Wenn euch nichts weiter einfällt, könnt ihr euer metrisches Schema auch brechen, wobei dies aber immer nur an inhaltlich begründeten Stellen (es geht beispielsweise eine Vase oder von mir aus euer gottverdammtes Herz zu Bruch) geschehen sollte. Es ist ebenfalls möglich, durch ein metrisches Schema ein bestimmtes Gefühl auszudrücken. So wird der leichtfüßig klingende Jambus beispielsweise oft in poetischen Liebeserklärungen und Gedichten benutzt, die Freude und Glück als Teil ihres Themas haben, wohingegen der Trochäus beispielsweise träge klingt und oft in schwermütigen Gedichten seine Verwendung findet, die oft auch etwas betrauern. Ihr seht, ein passender Rhythmus kann die Aussage eures Themas sogar noch bekräftigen!
    Nach dem formalen Brimborium kommt immer noch die Frage nach der adäquatesten (passendsten) Sprache, und wie man diese nicht verstümmelt.
    Neben einem fest vereinbarten aufgeschriebenen metrischen Schema, dass man sich, um es einfacher zu machen, vorher(!) überlegen sollte, habe ich persönlich da einen ganz einfachen Baumeister-Trick: Ich schreibe mir wichtige Wörter (Substantive, Namen, Verben, Konjunktionen [inhaltlich wichtig für eventuelle Umschwenkungen]) auf, die ich im Gedicht verwenden will, und gehe dann ganz konstruktivistisch (aufbauend und aufeinander aufbauend) Wort für Wort, Vers für Vers, vor, setze so gewissermaßen ein Wort an das andere (und schiele dabei immer auf die korrekte Metrik), und setze so langsam - immer Geduld, Jungs und Mädels! - den von mir intendierten (gewünschten) Sinn zusammen. Klingt zu abstrakt (vereinfacht)? Probiert es einfach aus! Nach ein bisschen Übung habt ihr den Dreh raus.



    3.
    Womit ich auch schon zum Schlussteil der Anleitung komme:
    Der simplen Bitte, dass ihr üben sollt. Nehmt euch Zeit, seid realistisch und wollt nicht alles auf einmal können. Aber übt. Und übt. Und übt. Durch nichts anderes als Übung kann man quasi lyrisch vom Saulus zum Paulus werden. Glaubt ihr nicht? Ich schon. Denn ich habe selbst nicht wirklich viel "Talent" (was sich hier, denke ich, mit "Sprachgefühl" übersetzen lässt. Ein recht verwirrender, komplexer Begriff), sondern habe mir in nun mittlerweile drei Jahren das alles erarbeitet. Mit Höhen und Tiefen. Ihr seht, das ist wie mit Akne, meine lieben (pubertierenden) Leser und Mitautoren.

    In diesem Sinne kann ich euch nur viel Glück und Erfolg wünschen in eurer lyrischen Laufbahn.

    Grüße,
    cascardian


    Post Scriptum:
    Weitere (wichtige) Fragen und Unklarheiten von interessierten Usern wurden und werden von mir in diesem Thread beantwortet und verdeutlicht. Also vergesst ja nicht, den Rest dieses Threads zu lesen, wo ihr auch weitere Beispiele finden werdet!


    [Geändert durch cascardian am 20-07-2004 um 02:38]
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  2. #2
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    Nicht übel. Hast du vielleicht Lust, das bei etwas Hochprozentigem bei mir zu bereden?
    Besucht mich auf meiner Insel des Infantilen
    Letztes Werk:
    Der Makel der Rose

  3. #3
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    Talking

    Das gefällt mir super gut!

    Wenn Du das Wort pubertierend noch weggelassen hättest, dann wäre es fast perfekt gewesen.

    Ich habe es aus zeitgründen nur überfliegen können. Der technischen Vollständigkeit halber könnte man noch den Spondeus erwähnen. Der kommt angeblich ohne unbetonte Silben aus. Das habe ich selbst aber immer noch nicht verstanden. Und auch noch keinen gesehen.

  4. #4
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    Gratulation an alle Neulinge, die sich das hier durchgelesen haben.
    Ich hoffe, ich konnte euch einigermaßen durch die Informationsmasse tragen.


    Flam:
    Ich schaffe nur Bezugspunkte zur jüngeren Generation ...
    Zum Spondeus: Hab ich extra außen vor gelassen. Der Grund steht ja im Text.

    konn0r:
    Solange du mir nicht an die Wäsche gehst ...
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  5. #5
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    Ursprünglich eingetragen von cascardian
    Flam:
    Ich schaffe nur Bezugspunkte zur jüngeren Generation ...
    Klasse! So nett hat zu mir auch noch keiner alter Sack gesagt.
    rofl

  6. #6
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    Sehr schön, casca, ich bin begeistert, daß es heute noch Begeisterungsfähige gibt, die sich für Metrik begeistern können und selbst zu begeistern vermögen. Ich verlinke diese Einführung auf jeden Fall im Novizen-Faden und hoffe, daß du damit vielen Novizen das unglaublich wichtige und wertvolle Thema Metrik näher bringen kannst.
    LG
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  7. #7
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    Nicht schlecht Casca, kommt gut
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

  8. #8
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    Das ist etwas älter. Aber es macht vielleicht das ein oder andere klarer. Auch wenn es nicht vollständig die erwähnten metrischen Schemata widerspiegelt.

    Variationae Metri

    Takt ist im Leben mithin äußerst wichtig.
    Keiner versteht, wenn Betonung nicht richtig.
    Drum lasst Euch raten bei Euren Gedichten,
    Augenmerk auf Euer Metrum zu richten.
    XxxXxxXxxXx = Daktylus

    Takt im Leben ist sehr wichtig,
    Sonst versteht uns keiner richtig.
    Ich rat' Euch zu den Gedichten:
    Augen wach auf's Metrum richten.
    XxXxXxXx=Trochäus

    Im Leben ist Takt meistens sehr von Belang,
    Weil niemand versteht ohne schlüssigen Klang.
    Ich rate Euch dringend bei jedem Gedicht,
    Verliert aus dem Aug' Euer Metrum nur nicht.
    xXxxXxxXxxX=Daktylus mit Auftakt

    Im Leben hat Belang der Takt,
    Weil der Verstand es sonst nicht packt.
    Ich rate Euch für das Gedicht:
    Lasst aus dem Aug' das Metrum nicht.
    xXxXxXxX=Jambus

    Leider habe ich nie den Anapäst geschrieben. Ich war zu faul bisher. Und auch zu ratlos.

  9. #9
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    Danke, Flam.

    Übrigens, wenn ich großzügig bin, sehe ich in Strophe vier einen Jambus, auf den der Anapäst folgt

    Nur nicht verzagen


    PS: Für ein Gedicht mit durchgezogenem auftaktigem Daktylus könnt ihr euch das hier von mir anschauen (schamlose Eigenwerbung):
    Die Ballade des Dichters


    [Geändert durch cascardian am 18-04-2004 um 02:35]
    Back I am.

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  10. #10
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    Dank' Dir, aber das mit dem Anapäst wäre zu einfach.

    Ich gebe auch zu, dass ich es aus dem Bauch raus geschrieben und mich erst im Anschluss daran mit der Frage beschäftigt habe, wie eigentlich die Metri heißen, die ich da verwendet hatte. Ich hatte Glück. Die meisten klassischen Formen waren vertreten.


  11. #11
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    Nun, wenn wir gerade beim Thema der Metrik sind, würde ich gerne noch eine Frage stellen.

    Wirkt es störend, wenn das Metrum über die Zeile hinausgeht?
    der Lesefluss/Rhythmus als solcher bleibt ja erhalten, was ja, wenn ich es richtig verstanden habe, der Sinn des Ganzen ist.

    bsp.
    XxxXxxXxxX
    xxXxxXxxXxxXx
    xXxxXxxXxxXxx
    XxxXxxXxxX


  12. #12
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    Nein Silvara, generell wäre es sogar sehr schön interlinearen metrischen Anschluß zu gewährleisten, da durch das Metrum dann eine enjambemente Wirkung erzielt würde. Diese muß nicht mal sprachlich so umgesetzt werden, um dem metrischen Element Wirkung zuzusichern.
    In deinem Muster solltest du jedoch überlegen, ob die Teilung der Dreizeitigkeit am Ende von Z2 sinnvoll ist. Da könnte es Probleme geben, wenn du es sprachlich nicht umzusetzen schaffst.
    LG

    [Geändert durch levampyre am 04-05-2004 um 09:03]
    --LeV

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  13. #13
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    Frage, ist es O.K. wenn man nach dem Muster

    XxXxXxXxXx
    XxXxXxXxXx

    XxXxXxXx
    XxXxXxXx

    XxXxXx
    XxXxXx
    ein Gedicht schreibt oder sollten die Längen der einzelnen Strophen übereinstimmen?
    Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
    Epikur von Samos, gr. Philosoph, 341-271 v.Chr.

  14. #14
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    Nein, bei den Längen bist Du im Grunde frei, solange sie systematisch gewählt werden. Der durchgehende Rythmus ist das wichtigste, da kann man auch mal zur Betonung nur eine einzelne Zeile verkürzen - oder so wie Du eine Pyramide aufbauen. Nur mußt Du halt darauf achten, daß auchder Inhalt immer stärker komprimiert wird und so zur Pyramide passen muß.

  15. #15
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    Ein wechselndes metrisches Schema ist ein durchaus oft benutztes Stilmittel. Du solltest dir dabei jedoch am ehesten auch inhaltliche Überlegungen zur Form machen
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

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