In tiefer Nacht
es sitzt ein Kind
und horchet sacht
dem rauschenden Wind.

Da fragt es nun
ohne ein Wort
"was soll ich nur tun,
trag mich fort."

Der Wind nun will sagen,
so klug so sehr
"ich kann dich nicht tragen,
du bist zu schwer.

Aber du hast Glück,
kannst dich bewegen.
Geh Stück für Stück
dem Licht entgegen!"

"Wohin kann ich gehen"
fragt nun das Kind,
"wo kann ich es sehen?",
und lauschet dem Wind.

Nun dieser spricht
"such dir den Pfad,
überall ist Licht,
kein Ort ist zu schad."

Verwirrt ist das Kind,
will um sich schauen,
versteht nicht den Wind
und hebet die Brauen.

Der rauscht und verspricht
in geheimem Ton:
"In dir ist das Licht,
im Herzen, mein Sohn!"