Thema: Attentat

  1. #1
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    Exclamation

    Strahlend hell die Sonne steht
    Am träumend blauen Himmelszelt.
    Wie jeder andre Tag vergeht,
    Auf dieser heilen Welt.

    Die Menschen auf den Straßen dort,
    Ein mächtig buntes Treiben.
    Der scheinbar sichre Ort
    Wird lang nicht so verweilen.

    Die Blümelein in grüner Flur,
    Sie wiegen sich im Licht.
    Wissen nicht vom heilgen Schwur,
    Wissen von Rebellen nicht.

    Düster wirds und jeder sieht,
    Den schwarzen Schatten, fliegt vorrüber.
    Unbewusst was dort geschieht,
    Verliern sie ihre Brüder.

    Mit tödlicher Gewalt erscheint
    Ein Vogel fliegend, grau beglänzt.
    Der Turm, der unsre Macht vereint,
    Von vernichtender Hitze nun bekränzt.

    Der Inbegriff der Wirtschaftsmacht,
    Von Menschenhand erbaut.
    Von Gläubigen belacht,
    Von Gottes Hand geraubt.

    Die hohe, heiße Feuersfront,
    Sie frisst sich durch den Stahl.
    Über die Menschen wohlgekonnt,
    Verbreitet sie die Qual.

    Geschrei und Panik unter ihnen,
    Schwillt heran zur Todesangst.
    Glaubtest nicht dies zu verdienen,
    Dass du um dein Leben bangst.

    Falle, falle hilflos Wesen,
    Stürzt du dich von freiem Geist.
    Ob klug, ob dumm und unbelesen,
    Tat, was ihm verheisst.

    Ein Zittern, heisse hohe Flammen,
    Fliehn durch die massiven Wände.
    Das Kartenhaus, es fällt zusammen,
    Mit Ketten gebunden sind unsre Hände.

    Ein jeder weint nun bitterlich,
    Um der geliebten Brüder willen.
    Wer verhält sich ritterlich,
    Um unsre große Trauer zu stillen?

    Die Schuldigen, sie sollen büßen,
    Für die kranke Gotteskunst .
    Rache soll den Schmerz versüßen,
    Dies zu tun, ist unsre Gunst.

    Sie waren töricht und besessen,
    Von Glaube und von Macht.
    Die Opfer bleiben unvergessen,
    Auf ewig geliebt und bedacht.

    Pagan, Berlin 26.11.2001

  2. #2
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    Dein Gedicht ist wirklich schön, doch man spürt deutlich den Hass, der zwischen den Zeilen steckt...
    Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.
    gez.:Hexchen

  3. #3
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    es stimmt...es ist der hass, der vielen durch den sinn geht, wenn sie an die schändliche tat denken, oder gar geliebte menschen darin verloren.
    man kann kaum selbst begreifen, wie schwer es sein muss jemanden zu verlieren, der durch einen "gott", der scheinbar gewaltätgkeit liebt, sterben musste...oder kranke geister..

  4. #4
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    Das stimmt,ich würde damit sicher nicht leicht fertig werden...
    Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.
    gez.:Hexchen

  5. #5
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    Ich finde das Gedicht auch sehr gut und meine du kannst Dinge sehr gut Ausdrücken du hast Talent. Doch glaube ich nicht das du Gott die Schuld an Sachen geben solltst die wir Menschen selbst zu verantworten haben.
    Tränen trocknen,
    doch das Herz weint weiter.

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