Thema: Herbstgedicht

  1. #1
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    1
    Das Gedicht hab ich für eine Freundin geschrieben. Sie wollte für eine Gschichte ein Naturgedicht haben.

    Herbst

    Leise säuselt der Wind durch die Blätter des Baumes,
    Er spielt mit ihnen, wiegt sie hin und her.
    Ab und zu reißt er eins mit sich fort,
    er lässt es durch die Luft tanzen und nach einer weile gleitet es zum Boden.
    Ihm scheint dieses Spiel zu gefallen.
    Und wiederholt er sich ein Blatt um mit ihm ein Tänzchen zu wagen.
    Mal ein gelbes, mal ein rotes und nun ein orange farbendes.
    Willkürlich sucht er sie sich aus, um sie in seinem Spiel mit sich zu reißen.

    Es sind nicht mehr viele Blätter am Baum.
    Und langsam ermüdet auch der Wind.
    Er schafft es kaum noch eines herunter zu reißen. Nur mit Mühe und Not gelingt es ihm.
    Den Boden hatte er nun mit den Blättern bedeckt,
    Farbenprächtig ist der Anblick.
    Auch dem Wind scheint er zu gefallen.
    Mit all seiner Kraft, stürzte er sich in die Blättermenge,
    Er wirbelt sie auf, bringt sie durcheinander und reißt sie mit sich fort.

    Aufblickend sieht er noch ein Blatt, und als ob er nicht schon genug herunter gerissen hätte holt er sich auch noch dieses,
    Und wieder beginnt ein Tanz, um den Baum herum wieder und wieder
    Schließlich hat er genug und lässt es langsam zum Boden gleiten.
    Und um Leb wohl zu sagen stürzt er sich noch einmal in die Blättermenge und verschwindet bis zum nächsten Jahr.


    [Geändert durch Silvermoon am 29-11-2001 um 12:00]
    Wer Frieden will, kann Frieden geben.
    Wer Liebe will, kann Liebe geben.
    Nur wer Hass in seinem Herzen trägt,
    für den wird das ganze schwierig

  2. #2
    Registriert seit
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    1.201
    wirklich ein wunderschönes gedicht. es gefällt mir sehr gut!!
    und die herbstliche stimmung hast du damit sehr gut ausgedrückt! gratulation!!!

    alles liebe,
    sternentraum
    Stir of time, the sequence
    returning upon itself, branching a new way. To suffer pain, hope.
    The attention
    lives in it as a poem lives or a song
    going under the skin of memory.

    "Heavy" by Denise Levertov

  3. #3
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    Ich kann mich nur anschließen!

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