Thema: Bruder?

  1. #1
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    Bruder?

    Es scheint als sind wir endlich angekommen.
    Der Fahrer schimpft „ Ich fahre hier nicht mehr!
    Das Nest hier ist doch eigentlich der Treffpunkt!“
    Der Dolmetscher läuft draußen hin und her.

    Nun steigt er ein. „Es ist dort rechts die Strasse.“
    Der Fahrer sagt ihm, dass man da nur Laufen kann.
    Er muss nicht fahren, denn sie kommen angelaufen,
    in Schwarz gehüllt die Frau, gefolgt von einem Mann.

    Jetzt steigt sie ein- der Mann steht draußen wie ein Wächter-
    Schlamm klebt an den Stiefeln, selbst am Saum vom Kleid,
    ganz außer Atem ringt sie mühsam um ein Lächeln.
    „Guten Tag! Bin ich zu spät? Das tut mir leid.“

    Sie nimmt das nasse Kopftuch ab, ihr Haar
    ist weiß und lang doch unerwartet dicht.
    Sie hat zwei Zähne und entbehrungsreiche Jahre,
    gruben ungezählte Runzeln ins Gesicht.

    Der Fahrer schaut genervt auf ihre Stiefel,
    und sie schaut jeden von uns einzeln, prüfend an.
    Der Dolmetscher freut sich ,er kann im Bus drin bleiben,
    weil sie viel besser uns’re Sprache sprechen kann.

    „Ich wollte erst nicht, doch was sollt ich machen,“
    sagt sie „und man hat mich sehr oft gebeten,
    Frau Gawrilowa ist plötzlich krank geworden,
    und deshalb bin ich hier sie zu vertreten.“

    „Ich heiße Anna Sergejewna Fedorowa,
    leb' wieder hier seit fünfzehn Jahren schon,
    Ich hole dort das Gras für meine Ziegen,
    und dort steht Boris Fedorow, mein Sohn.“

    Verlegen steht er da im Nieselregen,
    weil er der Mutter Rede nicht verstand
    doch weil jetzt alle zu ihm runter sehen,
    lächelt er und zögernd winkt er mit der Hand.

    „Der Weg ist nass und man kann dort nicht Fahren,
    vielleicht ein Traktor, jedenfalls kein Bus,
    gut eine Stunde geht’s entlang des Ufers,
    wir führen Sie zum Gräberfeld am Fluss.“

    Wir folgen ihm, kein Wort hört man, kein Lächeln,
    im Gänsemarsch durch nachdenkliches Schweigen,
    vollendet sich im Schlamm jahrzehntelange Suche,
    wird Sie mir seine letzten Spuren zeigen?

    Er geht voran, sein Rücken wippt im Takte,
    die Wintermütze alt, der Mantel oft geflickt,
    und ich verfluche meine wunderschönen Schuhe,
    denn nass und schmutzig bin ich wieder umgeknickt.

    Der graue Himmel zeigt die ersten hellen Stellen
    ein Ruf ertönt und wirklich, noch verschwommen,
    so wie ein Muster braune Kreuze auf dem Grün-
    vom Fluss scheint grauer Nebel aufzukommen.

    Erdrückend wirkt die Zahl der hölzern Kreuze,
    wie viele Väter liegen dort in Reih und Glied?
    Wie lange wird man fremde Namen lesen,
    bis man vielleicht dann den gesuchten sieht?

    Die ersten vorne werden immer schneller,
    als wären alle Dämme aufgebrochen,
    und wer sonst kaum noch gehen kann, will schnell sein
    denn neue Kräfte dringen in die alten Knochen.

    Als würde man sich jedes Mal verneigen,
    so gehen wir, die Namen lesend durch die Reih’n
    verwittert ist das Holz- auch grau geworden-
    ein Russe brannte fremde Zeichen ein.

    Ich hatte Glück- nicht einmal eine Stunde-,
    wer kann beschreiben was in einem vor sich geht?
    Erschöpft und nass liest man die Namen fremder Toter,
    und doch erschrickt man, wenn dort unser Name steht!

    An dieses Holzkreuz binde ich ihm eine Rose,
    die erste Blume für ihn, hier im fremden Land,
    und mache ein paar Fotos von dem Grabe
    und von den Hügeln hier auf denen ich es fand.

    „Darf ich von Ihnen auch ein Foto machen?“
    sie nickt und ruft danach den Sohn heran.
    Der nimmt die Mütze ab und steht ganz steif da
    und sein Gesicht rührt mich ganz seltsam an.

    „Sie leben hier mit Ihrem Sohn alleine?“
    frag ich und will doch nur das Schweigen brechen.
    „Ich habe keinen Mann und er hat keinen Vater.“
    Ich spüre, sie will nicht darüber sprechen.

    Sie bietet mir den Platz auf diesem Stein an,
    der ist jetzt trocken, weil sie selber darauf saß,
    und schaut mir dabei suchend in die Augen.
    Ihr Sohn mäht inzwischen mit der Sichel Gras.

    „Sie waren damals hier gewesen?“ frage ich,
    und möchte nicht nur schweigend vor ihr sitzen.
    An ihrem Auge scheint der erste Sonnenstrahl
    im letzten Regentropfen aufzublitzen.

    „Ja leider“ seufzt sie und sucht meine Augen,
    „Sie waren damals wilde, böse Horden.
    Ja ich war leider hier im Dorf gewesen
    und acht mal bin ich vergewaltigt worden.“



    „Im fernen Land fand ich nicht nur Vaters Grab,
    diese Fotos zeigte ich dir vorhin schon.
    Schau dieses hier, die Ähnlichkeit mit dir:
    denn das ist Boris Fedorow, sein Sohn!

    Ist etwas lang geworden, aber kürzer konnte ich das nicht schreiben.

    Krähe

    [Geändert durch krähe am 27-07-2004 um 21:55]

  2. #2
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    *heul* ....*schluchz*..... ich schreibe Dir dazu etwas Konstruktives, wenn ich mich wieder beruhigt habe...*snief*

    bis dann
    Gruss
    Margot

  3. #3
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    Hi krähe

    Ich hoffe, das wird mir jetzt nicht als Spamming angekreidet .... aber das werde ich wohl schon verkraften können.

    Ich mag solche langen Gedichte. Den Namen Boris Fedorow kam mir ja beim ersten Durchlesen schon bekannt vor. Den gab's mal in der 'Raumpatrouille Orion' und dann gibt's noch nen Hockeyspieler, der so heisst und der ehemalige russische Finanzminister nennt sich auch so. Das nur nebenbei *g

    Ich will jetzt auch nichts meckern, dazu gefällt mir die Story zu gut. Origineller Schluss. Ich dachte zuerst an die vermeindlichen Zarengräber. Gut gemacht, bravo.

    Gruss
    Margot

  4. #4
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    Das ist wirklich eine gelunge Geschichte. Sehr traurig, nachdenklich und aufwühlend.
    Sehr gut!

    Gruß

  5. #5
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    Hallo Margot,
    vielen Dank für das Lob von einem Profi . Da habe ich wohl einen Dutzendnamen erwischt, wie Müller oder Schulze. Da die Russe noch den Vatersnamen haben wird es dort wohl weniger Verwechslungen geben.

    Hallo keeno_saya,
    Danke für deinen Kommentar, was mich selber eigentlich etwas wundert, obwohl ich dieses Mal die Story mit als erstes fertig hatte um nicht zu viele logische Fehler zu machen, ich also den Verlauf der Geschichte schon kannte, bin ich selber berührt von meinem Gedicht. Klingt jetzt vielleicht eingebildet.

    Hallo linespur,
    du warst auch sehr fleissig, 23 Strophen die Metrik zu analysieren ist viel Arbeit. Ich finde einige Stellen, wo du von dem, was ich erhofft habe abweichst. Leider bin ich da noch nicht so sattelfest. S3/V1 hatte ich xXx-xXxXxXxXx, "Sie steigt ein, der Mann steht draußen wie ein Wächter-" da hoffe ich, das du Recht hast. Dann S16/V3 hatte ich eigentlich gehofft xXxXxXxXxXxXx, "Erschöpft und nass liest man Namen fremder Toter," da war wohl der Wunsch bei mir Vater des Gedankens. xXxXXxXxXxXx da werde ich nachher "die" einsetzen, ist dann nicht mehr ganz so falsch. S20/V4 hatte ich einfach "Ihr" betont, ist leider falsch, schade hätte sonst alles gepasst. S23/v1 wusste ich das da ein Patzer ist, aber ich habe gehofft, dass dadurch das "nicht nur" deutlicher wird.
    So, aber um genauer auf dich einzugehen. Die Geschichte war mir sehr wichtig, wie gesagt ich habe vieles dem Inhalt geopfert. Die Silben schwanken zwischen10 und 14, und ich habe auch beim Schreiben schnell gemerkt, dass es mir jetzt noch nicht möglich ist, jeder der 23 Strophen (ich hatte zuerst 25-27 geplant) auf eine einheitliche Silbenzahl, geschweige denn auf ein sinnvolles Metrum zu bringen. Ich will auch nicht deine berechtigte Kritik abweisen, wenn ich jetzt sage, dass für mich vieles ursprünglicher, lebendiger klang. Auf jeden Fall habe ich, das sehe ich jetzt, viel zu selten korrigiert. Da werde ich die einzelnen Strophen noch mal in Ruhe durchgehen. Teilweise ist auch leicht zu ändern. (Ich hoffe mich zerreisst jetzt keiner) Ich hatte auch geglaubt, wenn es weniger Fehler sind, dann fallen sie umso mehr auf. Und ich habe mich schon alleine mit meiner Analyse der Metrik sehr lange beschäftigt. Dass ich da "nur" drei Fehler hatte im Vergleich mit dir, ist für mich schon ein Forschritt. Wichtig für mich war, dass die Reimzeilen mit der gleichen Kadenz untereinander reimen, und eigentlich wollte ich eine wechselnde Betonung durchziehen, ausser in der letzten Strophe. Also nie zwei gleich betonte Silben hintereinander. Selbst dafür habe ich viel Zeit gebraucht und einiges übersehen. S4 die enge Verbindung ist entstanden, weil ich den unbeabsichtigten Reim Haare- Jahre weghaben wollte. Später habe ich dann wegen der Metrik das "e" von Haare weggenommen, da wäre es sowieso entschärft. S22 "war - gewesen" ist das falsch oder nur nicht elegant? Ich war mir auch nicht mit erschreckt oder erschrickt sicher. Bei dem "ersten Sonnenstrahl- letzten Regentropfen" wollte ich eigentlich eine Träne andeuten. Als Andeutung von dem Lyrischen Du war gedacht das "unser Name" in S16 aber ich wollte es trotzdem als Überraschung lassen. Die Länge war für mich insoweit ein Problem, weil ich weiss, das ich oft zu langatmig schreibe.
    Ich wollte aber auch gegen Ende die Geschichte noch mal geballt mit Inhalt füllen. Da kann man jetzt rumdeuten. Meine Ausgangslage ist, dass beide, sowohl Frau Fedorowa und die Erzählerin geahnt haben, das es eine Verbindung gibt. Deshalb schaut die Russin ihr auch ins Gesicht. Ich vermute mal, dass sich das Gesicht der Täter bei ihr eingeprägt hat, aber 60 Jahre sind vergangen und die Tochter ist ja inzwischen auch alt. Aber Ähnlichkeiten gibt es. Die Erzählerin ist emotional aufgewühlt, weil sie das Grab das Vaters gefunden hat. Die Ähnlichkeit zwischen Boris und ihrem Bruder (dem Lyr. Du) kommt ihr erst später zum Bewustsein. Aber das wollte ich eigentlich für den Leser offen lassen. Auch wie die Geschichte weiter laufen wird, da gibt es ja viele Möglichkeiten. Ich glaube, ich werde an diesem Gedicht noch einige Male ändern.
    Auf jeden Fall danke ich dir für deine Mühe und die Anregungen.

    Krähe

  6. #6
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    Dein Gang durch Russland mit dem verbalen Fotoapparat in der Hand ist sehr beeindruckend. Ja, er ist lang, aber Schillers Lied von der Glocke ist deutlich länger. Zugegeben: Er hat ein ganzes Leben beschrieben.
    Die Art in Momentaufnahmen etwas in "Echtzeit" zu schildern läßt aber auch keinen Raum für kurze Werke.

    Sprachlich ist es nicht ganz ohne Ecken, die Lines Dir aber schon genannt hat.

    Für mich persönlich war es interessant, ja schon fast aufregend zu lesen. Und die Auflösung der aufgeworfenen Frage nach dem Vater und Mann hast Du richtig gekonnt in Szene gesetzt.

    Danke für das Lesevergnügen auch wenn eine gelinde Gänsehaut mit im Spiel war.

    Gruß,
    Flam

  7. #7
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    Wie traurig!

    Und wunderbar egschrieben, dien Stil, die Wortwahl, wunderschön.

    Danke
    die neuesten Gedichte:
    Der Verehrer und der Verehrte

  8. #8
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    Hallo Krähe,
    auch mein Kompliment, sehr rührend geschrieben ( zweite Hälfte ).
    ***Ich heiße Warwara Nikolaja Fedorowa,***
    Gibt es wirklich so einen Namen? Soweit ich weiß sollte sie sich entweder mit Warwara Federowa oder mit Warwara Nikolajewna vorstellen. ( nur so am Rande )
    Ansonsten finde ich ( auch ), daß das Ende etwas zu kurz geraten ist, denn gerade da will der Leser gern mehr erfahren.
    Grüße
    Baufritze
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    Das Verlangen
    , Die Jagd ( Löwin ), Der Abschied ( lass mich allein ), Die selbstlose Liebe
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    Trauriges:
    Das letzte Lied ,

    und nicht mehr ganz neu
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  9. #9
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    Hallo,
    eigentlich müsste ich Schutt in einen Container laden. Das schlechte Wetter ist mir ein willkommener Vorwand hier zu antworten. Langsam werde ich unsicher, weil immer öfter darauf hingewiesen wird, daß der Schluss zu kurz und unvermittelt bzw nicht nachvollziehbar ist. Sonst immer bin ich zu langatmig, auch wollte ich in den Schluss weniger beschreibende und schmückende Elemente legen, sondern hintereinander diese besondere Verknüpfung aufzeigen.

    @ Flam,
    danke für deine gute Kritik, ich freue mich, wenn es dich berührt hat. Die Stellen, die Lines als störend empfand, habe ich zum Teil geändert. An einigen Stellen überlege ich noch.

    @ Linespur,
    falls du hier noch liest, kannst du (oder jemand anders) mir bitte eine Frage beantworten? Die 1.Zeile in S22 (vorletzte Strophe) "„Ja“ seufzt sie und sucht wieder meine Augen" sehe ich als xXxXxXxXxXx, es sind zum Anfang viele einsilbigen Worte, aber ich dachte, dass das Metrum am Ende dann aufgefangen wird durch die letzten drei Worte. Ich weiss jetzt nicht, warum ich da falsch lag. Ist das durch den Inhalt vorgegeben? Du hast es ja als XxXxXXxXxXx
    gesehen. Wenn ich schon Fehler mache, dann möchte ich auch daraus lernen. Ich habe leider schon oft gemerkt, dass meine Vermutungen daneben lagen.

    @ogelique,
    Danke für deinen Kommentar . Das Gedicht ist traurig. Das du für mein Gedicht Worte findest wie wunderschön und wunderbar und sogar meine Wortwahl nicht negativ erwähnt wird macht mich wieder froh

    @ Baufritze,
    leider kenne ich mich mit den Regeln,nach denen der Vatersname gebildet wird nicht so aus. Nikolajewna klingt richtiger. Ich weiss auch nicht, ob sich die Russen bei (offiziellen Anlässen) mit vollständigen Namen vorstellen. Mit dem dreiteiligem Namen, den sie komplett bei sich nennt, aber ihren Sohn ohne den Vatersnamen vorstellt, wollte ich schon etwas andeuten dass er keinen Vater hat. Wenn du dich mit den russischen Namen auskennst und meinst, ich habe da was falsch gemacht, dann wäre schön, wenn du mir einen Tipp geben könntest.

    Also Vielen dank für Lob und Anregungen.
    LG Krähe


  10. #10
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    Hallo ,

    also , ich habe nicht viel Ahnung vom "wie" , aber ich war begeistert und berührt.

    Gruss Chris
    chris

  11. #11
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    Hallo Krähe,
    was du damit sagen wolltest, kommt sehr gut an. Ich finde es Klasse Ich wollte nur am Rande erwähnen, daß der Vatername bei den Frauen in der Regel mit jewna endet, also daher würde ich lieber **Nikolajewna** schreiben, dann hast du aber eine Silbe mehr. Der Nachname endet dann mit ja, jewa oder owa. Ich kann zwar etwas Russisch aber bin kein Russe, werde mich schlau machen und wenn **Nikolajewna** ( wobei ich mir ziemlich sicher bin ) nicht stimmen sollte, schreibe ich dir.
    Viele Grüße
    BF
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  12. #12
    Registriert seit
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    Hallo,
    und vielen dank fürs Lesen und Kommentieren.
    @christine43,
    Schön dass du das Gedicht nicht nur liest, sondern dich auch meldest. Wenn dich meine Geschichte berührt hat und du begeistert bist, dann freue ich mich sehr.

    @linespur,
    vielen dank, dass du dich noch mal gemeldet hast. Du hast sicher Recht mit deiner Betonung. Wenn ich mir meine Zeilen aufsage, dann betone ich leider etwas in die richtung, die ich brauche. Ich habe jetzt einige Stellen, die du aufgezeigt hast, entschärft. S3+S4 habe ich jetzt 2x Trochäus, das kriege ich noch nicht geändert, ohne dass sich die Strophe zu sehr ändert. Da die Zeilen davor weiblich enden, klingt es wie eine fortgesetzte wechselnde Betonung. S8 habe ich auch nicht metrisch in Ordnung, aber da möchte ich eigentlich nichts ändern (V4). Und die S23 überlege ich noch. Also noch mal Danke für deine Unterstützung!

    @Baufritze,
    du hast es sicher gemerkt, ich habe die Frau umbenannt, ein kurzer Vorname und auch den Vater habe ich ausgewechselt. Ich hätte mich sachkundig machen sollen, bevor ich es geschrieben habe. Es ist ja auch schon ewig her, dass ich mich mit der russischen Sprache beschäftigt habe. Nach denm Urlaub habe ich dann eine Kollegin gefragt, die wusste genau, wie der Vatersname gebildet wird. Sie heißt auch ... -jewna ... .
    Zu deiner Frage bezüglich des 4 Zeilers maile ich dir.

    Viele Grüße
    Krähe

  13. #13
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    1.812
    Hi krähe,

    meine Meinung zu diesem Gedicht kennst du ja bereits. Es ist mir einfach zu langatmig. Aber wie ich es vorausgeahnt habe, gibt es einige kompetente Leser, denen es sehr gefällt. Daran erkennt man mal wieder, wie das mit den persönlichen Geschmäckern so vor sich geht.
    LG
    vamp
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  14. #14
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    Hallo levampyre,
    danke für deinen Kommentar. Ich habe jetzt noch in der vierten Strophe was geändert. Langsam werden die Fehler weniger. Ich glaube, ich werde es jetzt so lassen. Die Silbenzahl bekomme ich sowieso nicht hingebügelt.

    LG Krähe

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