1. #1
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    Hi,
    wer kann mir etwas zur folgenden Strophenform sagen? Ich habe sie vor einiger Zeit in einem alten Buch entdeckt, welches mir aber leider nicht mehr zur Verfügung steht. Ich weiß mit Sicherheit, dass sie älter als 1850 ist, mehr jedoch nicht.
    Die Form:

    xXxXxXxX a
    xXxXxXxX a
    xXxXxXx b
    xXxXxXxX c
    xXxXxXxX c
    xXxXxXx b
    XxXx d
    XxXx e,XxXx e
    XxXx f
    XxXx g,XxXx f

    Für jeden Hinweis wäre ich dankbar,
    liebe Grüße,
    Venyaluna
    demon_wolf: "Venya, wenn du ein Schiff wärest, wärst du die Titanic."

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  2. #2
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    Es beginnt mit einem Schweifreimschema und geht dann über in eine relativ freie Form mit einem Binnenreim und einem "falschen" Binnenreim.

    Ein Interessantes Schema, eine interessante Form. Aber ich selbst kann da nicht viel dazu sagen.
    Vielleicht weiss vamp was darüber?
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

  3. #3
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    Mich hatte ven ja schon gefragt. Auf Anhieb fällt mir dazu aber auch nichts ein. Ich wüßte, wo ich das recherchieren kann. Aber ich hab im moment leider keine Zeit. Daher hatte ich veny empfohlen, es hier mal zu probieren.
    Veny hat diese Form in einem Gedichtband mehrere Male entdeckt. Leider weiß sie nicht mehr, welchen Autoren sie dort zuzuschreiben ist, geschweige denn, welche Epoche der Gedichtsband abdeckte. Das macht es um Einiges schwieriger.
    Die Form selbst ist relativ komplex, aber es scheint mir keine höhere Liedform zu sein, da es keine AAB-Struktur gibt. Ungewöhnlich sind auch die schnellen Reimfolgen in den kurzen Versen. Fraglich ist die Kennzeichnung der Waise g, da sie lediglich eine Binnenkadenz, aber kein Reimpaar ausbildet. Also wie dem auch sei, wem etwas dazu einfällt, bzw. wer Lust hat und weiß, wo er recherchieren kann, der kann sich mal dran setzen. Es wäre auch möglich, daß es für die Form keinen Namen gibt und daß sie nur speziell von einem kleinen Dichterkreis verwandt wurde, aber keine epochenüberdauernde Kraft besaß. In diesem Falle wäre es dann wirklich günstig zu wissen, wo du, veny, diese Strophe her hast. Vielleicht bekommst du das ja nochmal irgendwie raus.

    LG
    vamp
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  4. #4
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    hallo leute, wurde angehalten, hier was reinzuposten, damit
    die metrik auch mal an worten gesehen werden kann.

    geht mehr in richtung spott-dichtung.

    ist nicht groß, nicht voll von werten -
    doch wer sollte dies bewerten? ( )

    es ist ein anlaß- und angriffshumor-versuchsgedicht,
    mehr nicht:


    Bliebe noch zu meinen..

    Er lauert noch mit spitzem Geist
    Dem Leid entgegen, das ihr preist.
    Und dort, im Hintergarten,
    Versprach man Worte, taube auch.
    „Es wär’ so üblich“ – hieß der Brauch.
    „Sein Geist, der kann mal warten.“

    Armer Arno.

    „Doch die Krallen, könnt ihr ballen!
    Meine Lieder,
    Trotz der Bosheit, schwingen wieder.“


    AB

    Mehr von mir? Arno Boldt, seit Jahren mit Blog auch auf Wordpress: arnoboldt.wordpress.com

    --------------------------------
    Das letzte Angebot von mir auf dot-com:
    The Lyrical Battleground von Schorschen und mir (+ diverse Gäste im Prolog des Worttanzes).

  5. #5
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    erstmal danke euch dreien, dass ihr euch das Ganze überhaupt angesehen und versucht habt, mir zu helfen, auch wenn meine Suche scheinbar nicht von Erfolg gekrönt wird...
    Liebe Grüße,
    Venyaluna
    demon_wolf: "Venya, wenn du ein Schiff wärest, wärst du die Titanic."

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  6. #6
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    Schwierig. Auch mir ist diese spezifische Form nicht bekannt. Sie scheint daher keine sonderliche Verbreitung gewonnen zu haben, sonst würde sie besser dokumentiert sein. ABs spöttischen Ansatz finde ich sehr passend. Das metrische Schema ist durch den dreihebigen Jambus am Anfang leicht, doch liest es sich auch bedachter als der vierhebige. Gesellschafts- oder personenbezogene Satire bietet sich an, auch weil er am Ende in einen in der Anzahl der Hebungen alternierenden Trochäus wechselt, der abgehakt wirkt, und so zu einer prägnanten Pointe einlädt.

    Leider muss ich bei der Recherche passen.
    Allerdings wäre ein Name und eine etymologische Analyse interessant.
    Back I am.

    Drei recht alte Gedichte von mir:
    The Shining Star
    The Restless
    Des Dichters Nero

  7. #7
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    Ähem, Kasseiopeia, auf die Gefahr hin, mich als der Einzige zu outen, der nicht begreift, warum dein obiger Kommentar in diesem Faden erscheint, frage ich dich nun: Was hat das mit venys Strophenform zu tun? Kapier ich nicht. Kann es sein, daß du dich in der Rubrik, im Faden oder sonst wo geirrt hast? Bitte um Aufklärung! Ansonsten wünsche ich casca natürlich auch Erfolg mit seinem "Hauptwerk", aber das gehört hier gar nicht her.

    verwunderte Grüsse
    vamp
    --LeV

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  8. #8
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    Ich mache gerade auch ein Fragezeichengesicht
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  9. #9
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    Joa, da könnte man durchaus drüber nachsinnen...
    Das mag wohl daran liegen, dass man nicht so viele Fenster gleichzeitig öffnen sollte.
    Ich werde das nochmal in den passenden Faden hineinkopieren. Wollte Eure Strophenformanalyse nicht behindern
    Suck the marrow out of life!

  10. #10
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    Ok, ich habe den fraglichen Beitrag hier heraus genommen.

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