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  1. #1
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    Die Eifersucht des Dichters


    Ach, Prinzessin, Engelchen, mitnichten war ich abgeschreckt - im Gegenteil. Als ich dich erblickte traf dein Pfeil, wild gesandt, direkt in meine Schichten. Pure Schönheit wollte ich bedichten. Du warst ebenbürtig - ich war geil deine rosgen Brüstchen noch derweil mit den Fingerspitzen zu gewichten. Und im Wallen deiner Jugend Hitze, um mir zu gefallen, färbtest du deine weißen Flügelchen im Nu schwarz und machtest kindlich süße Witze. Geistreich führtest du, recht wortgewandt, mich hinein ins unentdeckte Land.

    Wir belächelten die dummen Grillen anderer, die meinten, wir sein dreist und an unsrer Schönheit, unserm Geist wollten wir des Herzens Sehnsucht stillen. Doch im Rausch des Nektars schwand dein Willen. Von Erfüllung deiner Lust ganz feist, giertest du nach leichtem Glück zumeist, um an dessen Herrlichkeit zu schwillen. Nach dir griffen hundert geile Böcke - Schönheit sank dahin in Hässlichkeit - eilig machtest du die Beine breit und sie tauchten unter deine Röcke als du, von der Dummheit angepisst, trotzig sagtest, du seist Egoist.

    Ignoranten hast du dich gegeben, hast zu ihrer Hure dich gemacht. Die erkennen niemals deine Pracht. Anspruchslos wirst du bei ihnen leben. Ihn, der deinem einstgen Schönheitsstreben würdig wäre, ihn hast du verlacht. Er verbringt alleine seine Nacht und muss qualvoll vor Verlangen beben. Nein! ich will dein Treiben gar nicht zügeln. Doch der Dichter ist nicht länger still, törichte Gespielin. Nein, er will dich mit seiner steifen Rute prügeln bis sein Gram an dir entladen ist. Denn auch er war immer Egoist.


    © LeVampyre | XVIII, Okt. 2004

    Dieser Text kann als mp3 auf meiner Homepage angehört werden.
    Bitte beachtet auch die besonderen Lizenzbestimmungen an meinen kreativen Werken!
    Eine Liste meiner bei Gedichte.com veröffentlichten Texte gibt es u.a. in meinem Sammelfaden.
    Geändert von levampyre (19.03.2006 um 23:28 Uhr)

  2. #2
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    Hi,
    ein seltsam interessantes Stück. Einerseits sehr umgangssprachlich und anderer Seits wieder sehr stark durch diese Art Sprach. Ich finde, es ist anders, als die anderen deiner Gedichte. ICh werde mich wohl länger damit beschäftigen. Doch irgendwie schreckt die Länge ab .

  3. #3
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    Hi vamp

    Interessantes Werk. Es scheint mir fast so, dass der „Meister“ von seiner „Schülerin“ enttäuscht ist, da sie sich selbständig gemacht hat. Ja, so kann’s gehen – ein geschaffenes Werk bekommt ein Eigenleben. Erinnert mich ein wenig an das Thema Frankenstein.

    Erotisch würde ich es aber nicht bezeichnen. Trotz der paar deftige Ausdrücke (die ich aber passend finde) vermittelst Du keine sinnliche Stimmung.

    ‚Mitnichten’ schreibt man klein und aneinander. Sonst sind es ja die Verwandten

    Gruss
    Margot

  4. #4
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    Hallo levampyre,

    das ist ein erstaunlich ehrliches Gedicht, denn es zeigt die unangenehme Erkenntnis, dass auch mit dem verehrten Esprit allein unsere wahre Natur nicht nur nicht zu zügeln und schon garnicht zufriedengestellt werden kann.
    Gratulation.


    Gruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  5. #5
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    Hierzu soll ich Dich also inspiriert haben?
    Na, dann will ich mal lesen...

    S1
    Z1 bildet einen grausam kitschigen Einstieg, der in Z3 mit dem unglaublichen rotpausbäckigen Putten-Amor-Klischee seinen malaten Höhepunkt findet (Ich darf erwähnen: Ich bin kein überbordender Romantiker und hier mehr zum Wiederkäuen inspiriert!).
    Und dann trifft der Pfeil die Schichten des lyr. Ichs....
    Wieviele hat es denn genau (10 - 20 - 30?) und: muß man beim Auswickeln vielleicht heulen - oder ist dies eher doch nur eine wunderschön euphemistische Umschreibung für runde 40kg Übergewicht? (Ich verzichte aus Gründen des psychischen Selbstschutzes im weiteren auf eine imaginäre Visualisierung des Stücks...) - Nein, "Schichten" ist hier wohl klar als Reimrettungsboje zu deklarieren, es fügt sich nicht passend in die beabsichtigte Aussage dieser Zeilen und fällt (bojengleich!) entsprechend deutlich auf.
    Pure Schönheit wollte ich bedichten.
    Du warst ebenbürtig - ich war geil

    Entgegen meinen Vorrednern kann ich "geil" absolut nicht als zum Kontext passende Wahl erkennen. Bisher ergehst Du Dich in überquellender Romantik, die Du in approbat-elaborierte Ausdrücke kleidest - und jetzt erhebt Manni Manta sein Vokuhila-bekränztes Löwenhaupt um in alkoholverbrähmter Glückseeligkeit endlich dem lyr. Du "an die Wäsche" zu gehen (Verflucht! Die Visualisierungen lassen sich kaum verdrängen!).
    Angemessen? Jup, genau wie die Zigarette danach und die gelb gesprenkelte Klobrille...
    Entsprechend flüchtest Du Dich nach diesem schändlichen Ausrutscher in der Gosse auch schnellstens (gleich im nächsten Ausdruck) wieder zurück in Deine übliche Hochsprache. Wobei mir bei dem Ejambment ein äußerst witziger Assoziationskurzschluß unterlief: die Ausslassung des i brachte mich zu einer Überbetonung des S und ich laß >rossig<... bis mich "Brüstchen" dann innehalten ließen, ich hätte, passend zu Manni Manta, ein Huftier und kein dummes Huhn erwartet.
    Naja, den orgiastischen Kitsch dieser Rosen-Brüstchen will ich nicht schon wieder bekritteln.
    Aber bei "gewichten" bin ich wieder böse dran: Das lyr Ich will ihre Brüste wirklich gewichten - also wiegen? Anfassen ist ja ganz ok - aber hier klingt vielmehr ein Lolo Ferrari-Fetisch durch! Reim-Dich-oder-Levampyre-drischt-Dich-rein...
    Wiewohl - es paßt ja zum vormals umschriebenen Übergewicht, doch denke ich mitunter, ob selbst Herr Rubens dies wohl für überfrachtet halten möge...

    Die folgenden Zeilen bieten dann nur noch weitere Legionen des schon besprochenen Kitsch-Gebahrens ("Wallen deiner Jugend Hitze" -sic!-) auf, so daß ich sie für mich als "triviale Floskeln" und heiße Luft abhake. Viel tut sich hier wirklich nicht mehr.

    Den Verweis auf den "Gefallenen Engel" allerdings finde ich wirklich hervoragend, der einzige rundweg gelungene Ausdruck bis dato.

    Mich hinein ins unentdeckte Land.
    Ah ja, meine inspiratorischen Impulse beschränken sich also bloß auf ein einzenes Stichwort. Andernfalls wäre ich jetzt (nach S1) auch reichlich ratlos.


    Uff.
    Jetzt brauche ich Erholung.


    Levampyre, ich hoffe, Du verkraftest diesen Verriß (hehe), aber Du hast mir mit Deinen eigentümlichen Formulierungen einfach dermaßen viele Steilvorlagen geliefert, daß sich mein zynischer Humor mal so richtig austoben konnte. Mir hat´s viel Spaß gemacht.

  6. #6
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    Uff, man könnte diesen "Verriss" von Danse als eine Art Bitternis deuten, doch wage ich das nicht zu sagen . Jedenfalls kann ich ihm nur teilweise zustimmen, da ich denke, dass ein Hintergrung die Art Sprache stützt. Es scheint mir schon wie eines der "normalen" GEdichte, welche sich an poetischen Worten vergreifen, aber dennoch ins Triviale abgleiten. So würde ich das Gedicht ebenfalls nicht in erotik einordnen, sondern vielleicht sogar in den Satire Teil. Das GEdicht hat einfach einen bösen Unterton für mich.
    Ahsil

    PS: Danse, bei deiner Kritik hat man auch viel Spaß

  7. #7
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    @levampyre
    Zusätzlich noch ein paar Punkte in aller Kürze.

    Was einem sofort ins Auge springt ist, daß das Zusammenspiel zwischen Sprache und Metrik auf grausame Weise disharmonisch ist (Wörter werden verstümmelt, nur damit sie in das Silbengerüst passen > gegeben, ros´gen, sei´n, uns´rer usw. Oder es werden Flickwörter benutzt, wie in S1Z10 Um usw.)

    Unlogische Sprachformulierungen > Als ich dich erblickte traf dein Pfeil,/wild gesandt, direkt in meine Schichten. oder Eilig machtest du die beine breit.../...Trotzig sagtest.. usw

    Die meisten Reime sind etwas schwach auf der Brust, wobei Nacht und still auch noch erzwungen sind.

    Es sind zuviele Handlungsstränge untergebracht und diese kaum ausgearbeitet.

    Wie von Danse schon angedeutet, durchziehen zu viele Sprachebenen das Gedicht. Das geht von unterschwellig Platt über Vulgär und Gosse bis zu einem sanften Abgleiten in Richtung Kitsch. Als Gesamtpaket ist das eher Unseriös.

    Genaugenommen ist der ganze Text gnadenlos Undurchstrukturiert und genügt allenfalls noch dem oberflächlichen Lesetourismus.

  8. #8
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    @Ahsil:
    Ich finde, es ist anders, als die anderen deiner Gedichte. ICh werde mich wohl länger damit beschäftigen.
    Es scheint mir schon wie eines der "normalen" GEdichte, welche sich an poetischen Worten vergreifen, aber dennoch ins Triviale abgleiten.
    Zu diesem Urteil hat dich also deine längere Beschäftigung mit dem Text gebracht?

    @Marge:
    Ja, ich war mir nicht sicher, ob ich es hier oder in Trauer oder sogar in Satire einstellen sollte. Imgrunde genommen schränken mich die Kategorien ein und sie schränken auch die Auslegung der Texte ein. Ein bisschen was von Allem steckt hier auf jeden Fall drin.
    (Danke übrigens für den Hinweis auf den Rechtschreibfehler, die Verwandten meinte ich mitnichten. Ich werde das gleich ändern.)

    @wenigviel:
    Erstaunlich ehrlich? Da frage ich mich, ob meine älteren Texte weniger ehrlich waren. Freut mich aber, daß es dir gefällt.

    @Danse:
    Mein lieber Danse und nun sind wir an dem Punkt, an dem du aus deiner Analyse all dessen, was du oben aufgezählt hast, deine Schlüsse ziehen darfst. (Ich möchte den Text aber keineswegs als nur auf dich bezogen verstanden wissen.)

    @Explusor:
    Danke für deine Analyse und Kritik.

    LG
    vamp

    Wenn eine Verschiebung des Textes in eine andere Rubrik für sinnvoll erachtet wird, dann lege ich kein veto ein.

    [Geändert durch levampyre am 21-10-2004 um 15:19]
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  9. #9
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    Ich weiß nicht, ob ich mich noch eingehender mit dem Gedicht beschäftigen werde, levampyre.
    Zum einen behindert die exorbitante Länge dies wesentlich, da ich nicht über maßlos viel Zeit verfüge. Und zum anderen muß ich ehrlich eingestehen, daß Du meine Seele schon erheblich genug strapaziertest und ich nicht weiß, ob ich weitere Manta- und Ferrari-Erlebnisse wirklich verkrafte... :P

    Ich wünsche Dir, daß Du diesen Text satirisch angelegt hast, jedoch ist aus S1 dieses noch nicht genauer ersichtlich - naja, allenfalls vage in der Diskrepanz zwischen diesem Text und einem Silberspiegel bei Nacht. Aber nun, auch ich schreibe wirklich nicht jeden Tag die Tristesse neu.

    Also verbuche ich dies wohl lieber unter "totales Fiasko". :P

  10. #10
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    Schade. Aber da kann ich wohl nichts machen.
    --LeV

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  11. #11
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    @Marot:
    Schön, daß du gelacht hast. Ich glaube, du bist der Erste.
    Klar als Satire definieren wollte ich es nicht. Überhaupt will ich aufhören, meine Texte zu definieren. Vielmehr will ich den Dialog zwischen den Kategorien schaffen. Ich will meine Leser nicht mehr dahingehend beeinflussen, ihnen zu suggerieren, man dürfe es nur so oder nur so verstehen. Jeder, den ich versuche anzusprechen, ist des Denkens und Fühlens selbst fähig. Jeder kann seine Schlüsse daraus ziehen, ob sie nun so oder so sind.
    --LeV

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  12. #12
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    Marot,
    Wenn Du meine Beiträge ließt, solltest Du erkennen, daß ich lediglich S1 bisher überhaupt gelesen habe...
    Ich wünsche Dir, daß Du diesen Text satirisch angelegt hast, jedoch ist aus S1 dieses noch nicht genauer ersichtlich
    Forenweisheit:
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

  13. #13
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    Na ob es nun die Kategorie ist, welche einem die Denkarbeit abnimmt, weiß ich nicht. Ich würde aber mal sagen, dass ein GEdicht, welches daran gemessen werden muss, wo es steht, nicht viel zu bieten hat. Doch gebe zu, dass es das interpretieren einfacher macht . Und das ist nicht fair, Levampyre, ich sagte ja auch, dass es einen äußerst satierischen Unterton hat, ich muss ja nicht gleich das Zwerchfell auskotzen . Und auch ein Wort zu Danses Reinfall. Wenn man sich selbst so bloßstellt, hat man wahrlich alle Argumente vreloren, will aber nicht den Posten aufgeben.

  14. #14
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    Ruhig Blut, Jungs!
    Es ist ja Dansens gutes Recht, nur die erste Strophe zu lesen und die so bescheuert zu finden, sich den Rest zu sparen. Auch das ist schließlich eine Reaktion, die der Text hervorruft und also völlig legitim. Daß seine Kritik lediglich auf der ersten Strophe beruht, ohne jedoch das Analysierte (Kitsch, Schichten, etc.) zu deuten und in Verbindung mit der weiterführenden Handlung zu bringen, das wird aus seinen Worten ja deutlich. Man mag vielleicht meinen, daß dies eine magere Grundlage für ein abschließendes Urteil darstellt - aber sowas passiert Danse wie mir von Zeit zu Zeit wohl gleichermaßen.
    Letztlich versuche auch ich nur Grenzen zu verwischen und aus Eindeutigem Zweideutiges zu machen, um die Reflexion zu fördern. Wer reflektieren will, der reflektiere - wer nicht, der nicht.


    ps. @Ahsil: Na du scheinst mir aber auch recht flatterhaft veranlagt zu sein. *g
    Was heißt hier fair oder unfair - du kannst es doch interpretieren, wie du willst, das Gedicht gibt eben Vieles her. Ich habe hier nicht versucht, irgendwen reinzulegen, geschweige denn sitze ich hier und lache mir eins ins Fäustchen über diejenigen, die keine Satire sehen. Wer bin ich denn schon?


    [Geändert durch levampyre am 29-10-2004 um 18:25]
    --LeV

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  15. #15
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    Ach, Prinzessin, Engelchen, mitnichten
    war ich abgeschreckt - im Gegenteil.
    Als ich dich erblickte traf dein Pfeil,
    wild gesandt, direkt in meine Schichten.
    Pure Schönheit wollte ich bedichten.
    Du warst ebenbürtig - ich war geil
    deine rosgen Brüstchen noch derweil
    mit den Fingerspitzen zu gewichten.
    Und im Wallen deiner Jugend Hitze,
    um mir zu gefallen, färbtest du
    deine weißen Flügelchen im Nu
    schwarz und machtest kindlich süße Witze.
    Geistreich führtest du, recht wortgewandt,
    mich hinein ins unentdeckte Land.

    die erste strophe würde ich als spitznamengebung sehen
    welche das lyr.ich mit freuden an nimmt,doch glaube ich das das lyr.ich ironie mit einbringt und nicht wirklich liebreizende betitelungen meint.(ich denke da auch teilweise an eine art hochmut des lyr.du?nach dem motto: ach,prinzessin red' du man,an mich kommst du eh nicht ran.)was wohl auch als herausforderung gesehen werden kann und auf den pfeil hinweist,spitzzüngigkeit
    eine herausforderung zum kampfe ums recht war wohl der wildentsendete pfeil,da das lyr.ich sich dem lyr.du ebenbürtig empfand und sehen wollte wer aus diesem machtkampf als sieger hervor geht?
    die rosgen brüstchen würde ich jetzt als metapher der unschuld und unerfahrenheit sehen in der sich das lyr.ich gegenüber dem lyr.du überlegen fühlt.
    ein gedanken umschwung des lyr.du folgte in dem es die unschuld/unwissenheit abwirft und versucht das lyr.ich für sich zu gewinnen und es in für das lyr.ich unerforschtes gebiet zu führen und den weg zu weisen/verweisen.

    ----------------------------------

    Wir belächelten die dummen Grillen
    anderer, die meinten, wir sein dreist
    und an unsrer Schönheit, unserm Geist
    wollten wir des Herzens Sehnsucht stillen.
    Doch im Rausch des Nektars schwand dein Willen.
    Von Erfüllung deiner Lust ganz feist,
    giertest du nach leichtem Glück zumeist,
    um an dessen Herrlichkeit zu schwillen.
    Nach dir griffen hundert geile Böcke -
    Schönheit sank dahin in Hässlichkeit -
    eilig machtest du die Beine breit
    und sie tauchten unter deine Röcke
    als du, von der Dummheit angepisst,
    trotzig sagtest, du seist Egoist.

    vielerlei dritte mischten sich ein,unwissende,bösartige wie auch neidende welche ihrer be/verwunderung kund taten.
    das lyr.du verlor bald jegliches interesse an dem lyr.ich und wollte sich an leichterem laben und sich überlegen fühlen,das lyr.ich war wohl zu angriffslustig?
    beine breit...?eine art promotiontour um dritte personen begann,in der aber bald ausgesagt wird das das lyr.du keinerlei interesse an deren einbringungen und kundgebungen hat,da nur seine eigene meinung zählt.sie waren dem lyr.du zu unterlegen/unterwürfig.

    ---------------------------------

    Ignoranten hast du dich gegeben,
    hast zu ihrer Hure dich gemacht.
    die erkennen niemals deine Pracht.
    Anspruchslos wirst du bei ihnen leben.
    Ihn, der deinem einstgen Schönheitsstreben
    würdig wäre, ihn hast du verlacht.
    Er verbringt alleine seine Nacht
    und muss qualvoll vor Verlangen beben.
    Nein! ich will dein Treiben gar nicht zügeln.
    Doch der Dichter ist nicht länger still,
    törichte Gespielin. Nein, er will
    dich mit seiner steifen Rute prügeln
    bis sein Gram an dir entladen ist.
    Denn auch er war immer Egoist.

    nun beklagt das lyr.ich die situation.das lyr.ich beobachtet das treiben des lyr.du.
    unwissenden gibt das lyr.du mehr aufmerksamkeit als dem wissen welches das lyr.ich dem lyr.du zu teil werden lies.
    eine art eifersuchtsszenerie mit ironischem unterton, "du nimmst ja alles nur nich mich."
    das lyr.ich spricht in dritter person von sich und weißt darauf hin das nur das lyr.ich, er(?) in frage kommt,dem lyr.du, ihr(?) die stirn zu bieten.
    das lyr.ich wurde verschmäht und versucht allein klar zu kommen und doch sitzt das verlangen tief sich wieder einen machtkampf zu liefern.
    stillschweigend nimmt das lyr.ich die entscheidung des lyr.du an.
    doch das schweigen wird gebrochen, der wille nach mehr gewinnt die oberhand.
    das procedere beginnt erneut da sich die protagonisten ähnlicher sind als sie es war haben wollen.

    mfg pringles
    lobhudelt mich fg

    ich glaube nicht das das eine gute idee wäre,aber das müßt ihr für euch entscheiden.
    nachher entsteht sonst noch ein extra faden und ne eigene kategorie für diese art von geistes austausch gg


    Ps:huhu levampyre, hab ich das gut gemacht? ich habe interpretiert,guck

    [Geändert durch pringles am 30-05-2005 um 13:09]

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