Erste Liebe

Die erste jener Sorte,
verwandelt dir den Sinn,
den Körper, vom Fuße bis zum Kinn.
Physisch, scheinbar verirrt
siehst mit and´ren Augen, jenen Orte,
du kanntest sie schon lange,
doch wird´s dir jetzt erst bange,
denn hat sie, deinen Geist verwirrt.

Im träumenden Zustand,
denkst an Leidenschaft,
jene verleiht dir Schaffenskraft,
wie’s Leben vorher nie beschrieb.
Macht dich blind, im eignen Land.
Schaust nur noch in die Höhe,
spürst jedoch, die kleinste Böe,
wie den stärksten Dolchhieb.

Doch keiner, kann dir Hilfe leisten,
du bist auf dich allein gestellt,
darbst nach dem, was dir gefällt,
nämlich nach der gleichen Wange,
wie wohl auch die Meisten,
hoffst du, sie zu berühren,
sie gar zu verführen,
während dem schönsten Liebesklange.

Es steigert sich der Drang,
die Sehnsucht wirkt endlos,
wie ein furchtsam Messerstoß,
der sich im Inneren verrinnt.
Doch nimmt nicht Alles seinen Gang,
die Blumen blühen auf,
an Wettkampf, gibt´s zu Hauf,
wie’s dir nicht recht entsinnt.

So willst du es nicht sehen,
ohne falsche Bescheidenheit,
glaubst du an die Zweisamkeit,
genau, wie der holde Amor.
Doch sollte auch sie, es verstehen.
Sonst ist es bald zu spät,
da dir die Zeit zu schnell vergeht.
Ach, du armer Tor!

Schließlich hast du keine Wahl,
verliebt bis über beide Ohren,
ist nur sie, für dich auserkoren,
im Leben, der wahre Höhepunkt,
mit Ausnahme von ihr, ist’s Leben fahl,
überschattet von trostloser Leere,
belegt mit übernatürlicher Schwere,
ohne jeden Mittelpunkt.