1. #1
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    Smile Nur ein Traum?

    Ich sass zu Hause vor dem Fernseher an einem kalten Dezemberabend. Es schneite drausen. Kleine Flöckchen die wie Federn auf die Erde schwebten, bedeckten unzählige Autos und Dächer der Hochhäuser. Mir war wohlig warm. Ich kuschelte mich in meine Decke und schlief ein. Ich begann zu Träumen....
    Ich liege auf dem Sofa im Wohnzimmer. Plötzlich gibt es einen riesen Krach. Schockiert fahre ich kerzengerade hoch. Vor mir, auf dem Fußboden sitzt doch tatsächlich ein koboldartiges Wesen und reibt sich, mit schmezerfülltem Gesicht den Kopf. Ich, erstmal schprachlos, sehe ihn mir genauer an. Er hat rote lange Locken, einen roten, langen Vollbart, eine Knollennase und unglaublich sanfte, blaue Augen die mich frech anblinzeln.
    >Was kuckst du mich denn so komisch an? Hab ich was an der Nase?< fragt er und schielt auf seine runde Nase.
    Ich, meine Sprache wiedergefunden, sage,
    >Äh, na es passiert nicht allzu oft, dass in meinem Wohnzimmer wie aus dem Nichts Zwerge auftauchen!< Ich kann mir ein blödes Grinsen nicht verkneifen.
    Er jedoch, sieht mich nur beleidigt an,
    >Ich bin kein Zwerg! So was verbiete ich mir! Ich sehe nicht mal aus wie ein Zwerg! Tz...Frechheit!<
    >Schongut, schon gut. Was bist du denn dann?< Ich sehe ihn erwartungsvoll an, mit dem Gedanken, dass das mit sicherheit einer meiner verrücktesten Träume ist. .....



    Na,wie solls weiter gehn? Helft mir doch einfach die Geschichte zu Ende zu bringen! Wäre echt nett von euch!
    Grüße
    Prayer
    Make the world a better place...

  2. #2
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    "Ich bin ein Kobold, du nichtnütziger Mensch, und starr mich gefälligst nicht so an, als ob du sowas wie mich noch nie gesehen hättest!" Er starrte mich aus seinen blauen Augen wuterfüllt an, und ich zog es vor, lieber nicht zu antworten. Der Kobold gab ein zufriedenes Grunzen von sich, als er sah, wie verduzt ich immer noch war. "Wie.." ich überlegte, wie ich es am höflichsten formolieren konnte, um ihn nicht noch mehr zu verärgern. "Könnten Sie mir freundlicherweise sagen, wie Sie hier hereinkommen, und was sie versuchen, hier zu tun?" Wutentbrannt starrte er mich an. "Ach, du dummes Gör, führ dich hier nicht so auf wie eine Königin!! Wenn ich wüsste, wie ich hier hergekommen bin, dann wäre ich doch schon längst wieder weg!" Der Kobold stapfte im Zimmer herum, und sein wütendes Gesicht sagte mir, dass ich es jetzt lieber vorziehen sollte, ihn nicht zu stören.

    Jetzt kann wieder jemand anderes weitermachen
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  3. #3
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    Verdattert sah ich zu, wie der Kobold durch mein Wohnzimmer stapfte und dabei mit den Ohren wackelte. Er musste meinen Blick gespürt haben, denn auf einmal drehte er sich zu mir um, und sah mich durchdringend an. "Willst du hier nur so rumstehen, als hättest du Wurzeln statt Beine? Hilf mir lieber wieder nach Hause zu kommen!" Jetzt musste ich erst einmal schlucken. "Entschuldige bitte, aber wie soll ich dir helfen nach Hause zu kommen, wenn ich nicht einmal weiss, wo du her gekommen bist?" Der Kobold schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn "Menschen!!" wetterte er, und machte dabei so ein komisches Gesicht, dass ich laut lachen musste. Im nächsten Moment hielt ich erschrocken inne, auf einen nächsten Wutausbruch gefasst, doch der Kobold sah mich bloss mit einem Blick an, der menschlicher Resignation recht nahe kam.

    "Gut, du hast ja recht. Du bist ja auch noch sehr jung. Woher solltest du auch wissen, wie ich hier her gekommen bin. Am besten, wir rekonstruieren meine Handlungen und auch deine, und versuchen herauszufinden, was passiert ist." Dem konnte ich nur zustimmen. Der Kobold wollte gerade beginnen, seinen Abend-Ablauf zu erzählen, als ich ihm recht unhöflich, aber mit grösster Dringlichkeit ins Wort viel. "Wie heisst du eigentlich? Ich kann dich doch nicht die ganze Zeit mit Kobold anreden, oder?" Das Männlein blickte mich zweifelnd an und grummelte leise vor sich hin. "Nun, da hast du schon recht. Allerdings verleiht dir mein wahrer Name die Macht über mich zu gebieten. Nenn mich einfach Joe", grinste er nun und schüttelte meine Hand.
    "Gut, Joe" sagte ich, "was hast du als letztes getan, bevor du in meinem Wohnzimmer aufgetaucht bist?"


    der nächste....*gg*

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    "Heavy" by Denise Levertov

  4. #4
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    "Also gut, ich bin natürlich im Wald herumgelaufen, auf der Suche nach neuen Schätzen, wundervolle Edelsteine, glänzende Diamanten, funkeldes Gold.." Er sah mit glänzenden Augen in die Ferne. Doch mir einem Mal war wieder der gewohnte grimmige Ausdruck in seinen Augen. "Ach, wozu sag ich dir das eigentlich, du dummer Mensch!" Langsam wurde mir dieser kleine Zwerg zu unverschämt. "Wenn du nicht aufhörst mich so zu beleidigen, dann kannst du deinen Weg nach Hause alleine weitersuchen!" Meine Entschlossenheit in meinen Augen sagte ihm wohl, dass er jetzt lieber etwas netter war, denn er fur mich etwas verändertem Tonfall fort. "Also, ich ging nichtsahnend den Weg entlang, und auf einmal war ich hier. Nichts dazwischen, keine Fall, keine Tunnels, einfach nichts!!" Ich starrte ihn ungläubig an. Ich hatte ja schon viele Filme gesehen, und immer, wenn irgendwer in eine andere Dimension kam, war da irgendein Tunnel oder so etwas in der Art. "Ähm, vielleicht, irgendein Zauber, der dich hier her gezaubert hat?" Joe starrte mich wütend an. "Soweit war ich auch schon." Jedenfalls verstand ich das, denn er murmelte es nur vor sich hin, warscheinlich war ich doch furcheinflößender für ihn als ich dachte. Oder er hatte einfach Angst, ich würde ihn allein lassen. Wir überlegten noch eine ganze Weile was wohl passiert war. Doch dann geschah etwas, womit keiner von uns gerechnet hatte. Und wenn wir das früher gewusst hätten, dann wären wir zur Seite gegangen. Ein rießiger Troll lag plötzlich auf uns und begrub Joe vollkommen unter sich. Mein Gesicht war noch frei, und ich bat den Troll keuchend, von uns runter zu gehen. Doch er bewegte sich nicht einen Milimeter, sonder sabberte mich nur voll. Ich bekam langsam wirklich Atemprobleme, und Panik! Ich hatte Todesangst, unter einem Troll zu ersticken! Plötzlich erhob sich der Troll schwerfällig. Keuchend und hustend stand ich auf. Als ich mich wieder beruhigt hatte, sah ich, das der Troll eine Stichwunde auf seinem rechten hinterteil hatte...


    weiter gehts mit jemandem anderes =
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  5. #5
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    Schön langsam wurde es mir wirklich zu bunt. Zuerst ein unangemeldeter Besucher, der sich als Kobold entpuppt und dann noch fast erstickt von einem Troll. In meinem Wohnzimmer herrschte fast so viel Betrieb wie im Hauptbahnhof und so langsam verlor ich die Geduld. Hatte sich die ganze Welt gegen mich verschworen? Während Joe sich hinter mir in Deckung begab, machte ich einen Schritt auf den Troll zu, stämmte die Fäuste in die Hüften und sagte: "Verdammt noch mal, was soll das? Wie bist du her gekommen und was zum Donnerwetter machst du in meinem Wohnzimmer? Du hättest uns beinahe umgebracht mit deinem Erscheinen!!" Der Troll sah wenig beeindruckt zu mir herab, dann blickte er sich um, während er sein schmerzendes Hinterteil mit einer Hand betastete. Scheinbar war der Bursche genau so ratlos wie Joe und ich. "Das darf doch wohl nicht wahr sein", hörte ich Joe murmeln. Ich blickte zu dem Troll, auf eine Antwort wartend. Dann stiess der Troll einige Laute aus, die ich mit Müh und Not als Worte entziffern konnte. "Du bist Zauberer, der Gollath entführt hat! Bring Gollath sofort zurück!" Oh mann, schön langsam fing die ganze Situation an, mir über den Kopf zu wachsen. "Immer mit der Ruhe", sagte ich, "zuerst einmal bin ich kein Zauberer, ich habe dich auch nicht entführt, ich habe keine Ahnung, wie du in mein Wohnzimmer gekommen bist. Ausserdem bist du verletzt, vielleicht solltest du etwas dagegen tun."

    "Wir waren gerade dabei in Erfahrung zu bringen, wie ich hier her gekommen bin", ereiferte sich Joe, " bevor du grosser Tolpatsch uns fast umgebracht hättest!!" So langsam schien Joe in Rage zu geraten. Mit hochrotem Kopf trat er einige Schritte vor, fuchtelte mit den Händen und fuhr er fort: "Vielleicht könntest du also aufhören, so nichtsnützig in der Gegend herum zu stehen und dich sinnvoll an einer Lösung dieser Misere beteiligen!!" Mittlerweile sah er aus wie Rumpelstielzchen. Ich konnte nur mit Mühe meine stoisch-besorgte Miene bewahren, und verhindern, dass ich laut loslachen musste. "Joe hat recht,"sagte ich und versuchte ernst zu klingen, "wir müssen dich erst einmal versorgen und dann gemeinsam versuchen euch dort hin zurückzuschicken, wo ihr hergekommen seid." Das schien auch Gollath einzuleuchten. Allerdings stellte sich die Verarztung seiner Wunde als wahre Herausforderung dar. Nicht zuletzt dadurch, dass Gollath sich als furchtbar wehleidig entpuppte, ganz im Gegensatz zu seiner Erscheinung.


    und wer schreibt weiter? *g*

    [Geändert durch Sternentraum am 08-01-2002 um 10:55]
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  6. #6
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    Ich seufzte. Wie zufällig lehnte ich mich an die Wand, in der Hoffnung, ich würde in die andere Welt gesaugt und die anderen kämen hinterher. Aber da das kein schlechter Film war, sondern Realität. Ich ging zum Fenster, vielleicht sah ich ja da etwas, was mich auf eine Idee bringen könnte, um sie wieder zurückzubringen. Was ich aber sah, bracht mich nicht auf eine Idee, sondern ich erschrack mich zutiefst. Ein schreckliches hässliches Monster blickte vor dem Fenster auf mich herein. Keuchend stieß ich mich von Fensterbrett ab. Joe blickte zu mir auf und sprang erschrocken auf. Auch der fette Troll blickte mit dämlichen Gesichtsausdruck zum Fenster.
    "Was, was soll das??" Ich konnte meine Gedanken kaum noch unter Kontrolle. Joe versuchte, mich zu beruhigen, doch ich flippte immer mehr aus. Ich schlug schreiend um mich, und hatte schreckliche Angst und wusste nicht, was mit mir geschah, ich hatte mich nicht mehr unter Kontrolle. Plötzlich war es dunkel. Das letzte, woran ich mich erinnern konnte, war eine rießige Faust, die auf meine Schläfe zuraste...


    und der nächste bitte ,,,^..^,,,
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  7. #7
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    anyaul@gmx.de

    Ich wachte ziemlich benommen und frierend auf meinem Sofa auf. Was war da so kalt und nass? Ein nasses Tuch lag auf meinem linken Auge. Joe stand neben mir und sah ziemlich besorgt drein. "Was, wer war das?" fragte ich und blickte verwirrt um mich. Da stand es, das Monster. Es sah furchtbar aus. Wie, wie... Es war grün. Fast Neongrün. Einfach häßlich und furchterregend. Es rührte sich nicht, aber ich zitterte trotzdem vor Angst. Joe und der Troll blickten beide verdammt ängstlich drein. Aber Joe fing sich nach einiger Zeit wieder und fragte das Monster mit seiner sehr zornigen Stimme: "Was willst du gräßliche Kreatur hier? Von Anstand hast du auch nichts gehört! Schließ die Türe!" Erst allmählich stellte ich fest, dass das grüne Monster sich nicht von der Stelle bewegte. Wie eine Statue stand es neben der Tür. Ich wusste gar nicht mehr was ich machen sollte. Zuerst der Kobold, dann der Troll und nun auch noch ein monsterartiges Wesen.....

  8. #8
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    "Ok, jetzt nur keine Panik" versuchte ich mich zu beruhigen. Das war leichter gedacht als getan. Wenn mir jemand gestern gesagt hätte, daß heute ein Kobold, ein Troll und zu allem Unglück auch noch ein neongrüner Ork in meiner Wohnung stehen würden, ich hätte ihn ausgelacht. Allerdings ist mir das Lachen mittlerweile gründlich vergangen.

    "Hört mir mal zu", sagte ich zu meinen 3 merkwürdigen Gästen, "es muß eine ganz logische Erklärung für diesen Schlamassel geben. Vielleicht hat sich ein Dimensionstor geöffnet, und ihr seid zufällig alle in der Nähe gewesen." Joe blickte mich skeptisch an, während Troll und Ork es vorzogen, intelligent in die Luft zu starren. "Schau nicht so", fuhr ich Joe ungeduldig an, "dann sag doch auch mal was. Immerhin seid ihr drei hier fehl am Platz, nicht ich."

    "Da hast du schon recht", gestand Joe und fing an, auf und ab zu gehen. Gollath kratze sich am Kopf, das überstieg nun wirklich seine Intelligenz. Der Ork stand weiterhin neben der Tür, ohne sich angesprochen zu fühlen. Langsam, einen Bogen um Joe machend, ging ich auf ihn zu, um zu sehen, ob er überhaupt "echt" war. In sicherer Entfernung blieb ich stehen, um ihn eingehend zu mustern. An der Bewegung seiner Augen, merkte ich, daß er das selbe tat und kam zu dem Schluß, daß er durchaus lebendig war. "Und wer bist du?", fragte ich höflich - so höflich wie es in meinem Zustand noch ging.

    "Ich bin T'ghur, Schwertmeister meines Klans." Erst jetzt rückte sein Schwert in den Mittelpunkt meines Blickfeldes. Bis jetzt war es mir gar nicht aufgefallen. Auch der Klang seiner Stimme, war für seine Größe ungewöhnlich sanft. "Du hast mich aus einem Hinterhalt gerissen, mit deinem Zauber und mein Leben gerettet. Ich stehe tief in deiner Schuld." Seltsame Art, jemanden das mit einem Faustschlag zu zeigen. Der Gedanke schien sich auf meinem Gesicht zu spiegeln, denn T'ghur sagte: "Das mit dem Faustschlag tut mir leid. Bloß war dort, wo sich dein Gesicht befand, kurz zuvor noch ein Gegner."

    Das erklärte zumindest mein grünschillerndes Auge. Immerhin ein Anfang. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf Joe, der eine heftige Diskussion mit Gollath angefangen hatte. "Nein, du dummer Troll, daß ist ganz unmöglich. Der magische Talisman kann unmöglich zerbrochen sein, daß hätten wir doch schon viel früher merken müssen. Wir haben immer gefühlt, wenn es an der Zeit war, ihn zu erneuern, und das war doch erst gestern - oder besser gesagt, vor 250 Jahren."

    Durch diese wenigen Sätze, die ich aufgeschnappt hatte, wurde ich doch beunruhigt. Denn auch wenn die Idee mit diesem magischen Talisman - was auch immer das sein mochte - von einem Troll kam, so erschien sie doch erschreckend logisch.

    ...und der nächste, bitte....
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