Thema: sturm

  1. #1
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    der regen peitscht immer wieder
    wolken donnern, bedrohlich geladen
    bäume fallen auf die erde nieder
    welchen schaden wird er anrichten?

    in diesem wirbel verliere ich mich
    fliege irgendwo hin, schreie ungehört
    sehe wie alles schnell vorüberstrich
    dann ist da nichts mehr, was stört

    es ist mir, als würd es mich nicht geben
    als wäre ich luft,vollkommen unberührbar
    habe aufgehört zu kämpfen um mein leben
    die stille, die ruhe, einfach wunderbar

    doch während ich da fliege, verloren fast
    ist da doch etwas das kämpft und schreit
    plötzlich klammere ich mich an einen ast
    wie lange war ich weg? vergessen war zeit

    der wind packt mich, reisst mich umher
    doch ich darf den ast nicht loslassen
    bin völlig nass, meine kleidung schwer
    ich merke, ich habe aufgehört zu hassen

    so rauscht denn der sturmm an mir vobei
    ich öffne die augen, sehe die trümmer
    ich weine, doch es ist mir fast einerlei
    denn er war wie vortgeweht, der kummer

    so zeigt sich denn der regen bogen
    strahlend hell steht er am himmelszelt
    fühle mich nicht mehr elend betrogen
    auf tut sich für mich die neue welt

    doch das trümmerfeld ist da immer noch
    ich weiss, dass ich einst aufräumen muss
    aber ich bin heraus aus dem tiefen loch
    kann sagen, mit dem alten ist nun schluss

    so sehe ich denn aus dem fenster
    sehe was mir einst verborgen blieb
    sehe nicht mehr die bösen gespengster
    fühle, ich hab das leben lieb




  2. #2
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    1.201
    hi!
    das ist wirklich schön geschrieben, gefällt mir!
    willkommen hier im forum!

    alles liebe,
    sternentraum
    Stir of time, the sequence
    returning upon itself, branching a new way. To suffer pain, hope.
    The attention
    lives in it as a poem lives or a song
    going under the skin of memory.

    "Heavy" by Denise Levertov

  3. #3
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    schööön sehr positv

    dazu fällt mir was von einer freundin ein ...



    Straßen

    Ich gehe die Straße hinunter
    da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
    ich falle hinein
    ich bin verloren...ich bin hilflos
    es ist nicht meine Schuld
    es dauert ein ganzes Leben
    da wieder herauszufinden

    Ich gehe die selbe Straße hinunter
    da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
    ich tu so,als würde ich es nicht sehen
    ich falle wieder hinein
    ich kann nicht glauben,
    daß ich wieder am selben Punkt bin
    aber es ist nicht meine Schuld
    es dauert immernoch lange,
    da herauszukommen

    Ich gehe die selbe Straße hinunter
    da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
    ich sehe es
    ich falle wieder hinein...das ist die Gewohnheit
    ich hab die Augen offen
    ich weiß, wo ich bin
    es ist meine Schuld
    ich bin sofort wieder draußen

    ich gehe die selbe Straße hinunter
    da ist ein tiefes Loch im Gehsteig
    ich laufe um das Loch herum

    Ich gehe eine andere Straße hinunter...



    Nicodemus

    "Möget ihr in interessanten Zeiten leben!"(Fluch)

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  4. #4
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    Jan 2002
    Beiträge
    152
    das gedicht deiner freundin erinnert mich sehr an mich!
    ich weiss noch, wie ich früher oft das gfühl hatte,
    ich würde mitten auf der strasse in ein tiefes loch fallen,
    laut schreinen, doch merken, dass da niemand ist, der
    einen hält, niemand der einen sieht. es gibt leider nur
    wenige menschen, die hinter die maske sehen, darum war es
    an der zeit, die maske abzulegen.

  5. #5
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    *seufz* das gefühl kenn ich auch nur zu gut...

    ich war immer der große kummerkasten ... hab nächtelang wachgelegen und mir über die probleme anderer den kopf zerbrochen... aber wehe mir gings mal schlecht ... war dann jemand für mich da? natürlich nicht... hat ziemlich lange gedauert bis ich zwischen bekannten die was von mir wollen und freunden unterscheiden konnte aber ich habs geschaft)

    Nicodemus

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  6. #6
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    ... und was die masken angeht

    ... ich habs mir mitlerweile abgewöhnt ständig masken aufzulegen ... ich weiß jetzt bei wem ich auch dann noch ich selbst sein kann, wenn es mir schlecht geht, ohne zu riskieren noch mehr verletzt zu werden und das ist sehr schön

    Nicodemus

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