1. #1
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    Meine lyrische Entwicklung

    Der Übersicht und der Schonung meiner immer ausladenderen Signatur wegen, folgt hier eine kleine Chronik von den Anfängen meiner Auseinandersetzung mit der Lyrik bis zu meinem jetzigen Stand.


    |Der Turm|
    Mein erster Kontakt zur Materie. Wie man sieht war ich damals, was formal und stilistische Gesichtspunkte betraf, noch ziemlich unbedarft. Jedoch war der erste Schritt in Richtung Lyrik schon mal geschafft.


    |Scherben|
    Nun began, die Phase des "Irren Schreibens", das bedeutete ich versuchte eher durch Quantität als durch Qualität zu strahlen. Jedoch denke ich, dass jeder ernste angehende Gedichteschreiber, solch eine Phase durchleben muss, um seinen persönlichen Stil zu finden.


    |Immer noch Titellos|
    Bei diesem Werk, wusste ich noch nicht mal wie ich es nennen sollte, so schnell versuchte ich diesem Forum etwas, von meiner damals eingebildeten Kreativität, zu präsentieren. Und ja, es gab tatsächlich auch die Zeiten, in welchen ich den Herz-Schmerz Reim benutzt habe. Ein dunkles Kapitel.


    |Waldbrecher|
    Mein erster Werk, dass ich hin und wieder mal durchlese und mich gerne daran erinnere. Zwar ist es formal auch noch ziemlich wacklig, aber naja da kann man ja mal drüber hinweg sehen.


    |Leichenschmaus|
    Ebenfalls ein Gedicht, dass ziemlich früh von mir verfasst worden ist. Zwar sieht es schon ein bisschen besser aus, was den formalen Teil betrifft, aber besser gehts natürlich immer noch. Ein paar Stellen dieses Gedichts, finde ich bis heute noch ziemlich schön vom Klang her.


    |Wolken Träumen|
    Finde ich persöonlich ein sehr gelungenes Gedicht, mit der ein und anderen Metapher, die mir selbst jetzt noch in manches Werk passen würde, und formal gehts auch aufwärts.


    |Gossentragik|
    Über eine Thematik, über die ich bisher noch kein Gedicht gelesen habe, eigentlich sehr schade. Daher meine erste Auseinandersetzung mit einer solchen Theamtik. Vor allem die letzten beiden Verse finde ich bis heute sehr ausdrucksstark.

    |Zeigeruhr|
    Seitdem ich mir mehrere Gedichte von Paul Celan durchgelesen habe, fand ich eine chiffrenhaftere Bildebene viel interessanter als eine ganz normale. Hier sieht man schon ansatzweise in welche Richtung von Metaphorik ich tendiere.


    |Monotongekurve|
    Auch hier wiederein sehr chiffrenhaftes Gedicht, das mir jedoch immer noch sehr gut gefällt. Vor allem der Titel des Gedichts, hat es mir immer noch angetan.

    |Medienlandschaft|
    In Zeiten unserer medienwirksamen Realitätsmanipulation, musste natürlich irgendwann man so ein Gedicht von mir erscheinen. Die Idee war anfangs, das Gedicht rein aus Werbetexten oder Werbeslogans aufzubauen, jedoch erwies sich das als schwieriger als man anzunehmen denkt. Mir fehlten erstens die Sprüche und zweitens, wollten sie einfach nicht so recht zusammen passen/finden. Daher wirkt das Gedicht an manchen Ecken etwas unfertig und ein bisschen schlaff. Jedoch ist das Bild der medienoptimierten Realität eines meiner schönsten, das die Sachlage meiner Ansicht nach auf den Kopf trifft.


    |Herzdraht|
    Eins meiner Gedichte, auf die ich nicht mehr ganz so stolz bin. Es sind ziemlich viele Fehler drin, die man locker hätte vermeiden können. Aber irgendwie ist bei mir Qualität immer von meiner Gefühlslage abhängig. Eben mal ein Eindruck, wie man nicht alles auf einem Level halten kann.


    |Meine Ansprüche an ein Gedicht|
    Irgendwann merkt man, dass man bei einem Gedicht, mehr und mehr eine sehr konkrete Vorstellung bekommt wie ein solchen in seinen Grundzügen auszusehen hat. Hier habe ich versucht, dass zusammen zu schreiben, was für mich ein wirklich geniales Gedicht ausmacht. Jedoch befinde auch ich mich, mit meinen Werken weit hinter meinen Erwartungen, jedoch hab ich wenigstens ein Ziel, das ich versuch mit jedem neuen Werk näherungsweise zu erreichen. Daran orientieren meistens auch meine Kritiken.


    |Blumensaat im Backstein|
    Eins meiner bisher schönsten Gedichte, bei der ich den Dualismus zwischen Leben und Tod versucht habe, von einer ganz anderen Seite aus aufzurollen. Es ist mein erstes Gedicht, das ich jemanden gewidmet habe und zwar derjenigen, die mir immer meine Satzzeichen- und Grammatikfehler aus meinen Werken suchen darf (Jeder hat halt seine kleinen Schwächen): Mrs.Merian. Metrisch und formal wirkt es auch schon viel strukturierter.


    |Hommage an die Chemie|
    So chemiefanatisch wie ich bin ,war es nur eine Frage der Zeit, wann so etwas zu Stande kommt. Hier standen mir metaphorische Wendungen zur Verfügung, die in manchen Gedichten, keinen Sinn gemacht hätten. Jedoch gibt es so ein paar Stellen, die mir immer noch nicht gefallen wollen.


    |Auf der Suche nach Goliath|
    Mein erstes Ausflug in die Welt der Prosa. Es ist eine kurze Filmrißgeschichte geworden mit immer wieder neu verknüpften metaphorischen Motiven, für einen Einstieg finde ich es ganz passabel.


    |Puppenspiel|
    Wieder eins der Gedichte, die ich mir sehr gerne abends nochmal durchlese. Ich finde die beschriebene Thematik lässte eine Menge von Gedanken zu und es hat richtig Spass gemacht, zu versuchen sich in eine solche Situation hinein zu versetzten. Nur die letzte Strophe ist mir etwas aus dem Ruder gelaufen. Schade eigentlich, aber vielleicht hock ich mich nochmal hin.


    |Gott aus Holz|
    An diesem Gedicht, sitze ich nun schon seit zirka einem Monat und nun endlich fand ich, dass es bereit zur Veröffentlichung ist. Dieses Werk, finde ich (wie auch nicht anderst zu erwarten), das beste, da ich vor allem versucht habe, eine Harmonie zwischen den Bildern oder oftmaligen Motiven aufzubauen. Außerdem bleibt die Metrik, bis auf ein paar Ausnahmen, schlüssig und hält sich durch. Auch hier danke ich Mrs.Merian, wieder für die Verbesserungsvorschläge und die Korrektur.



    Soweit meine Entwicklung die ich im Laufe der Zeit in diesem Forum bestritten habe, ich hoffe, dass ich es nicht zu langatmig gestaltet habe.

    Vielen Danke fürs Lesen (Wenn jemand bis hier her gekommen ist )

    Thx & mfG GenEsis

    [Geändert durch Genesis am 13-12-2004 um 20:48]
    "Es gibt so viele Leute auf der Welt und so wenig Menschen."
    [Alfons Petzold]

    Meine lyrische Entwicklung in diesem Forum und meine bisherigen Werke

  2. #2
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    hallo genesis
    ich finde es gut dass du die gedichte chronologisch anordnest
    weil dadurch eine veränderung des schreibens
    ( wenn es denn eine gibt ) sichtbar werden kann.

    viele grüsse rudi

  3. #3
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    Hi rudi menter,
    also wenn ich meine lyrische Vergangenheit mit meiner Gegenwart vergleiche, dann bin ich schon stolz auf mich.
    Zur Zeit überwiegt der Stress und die Hektik, warum ich auch leider zu keiner Kritik und keinem Werk mehr komme, aber mal schaun.

    Thx & mfG GenEsis
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  4. #4
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    wenn ich alte sachen lese und merke
    daß eine veränderung und fortentwicklung
    hin zu mehr ausdrucksfähigkeit und formenreichtum
    stattgefunden hat
    dann freue ich mich auch immer.

    lyrik schreiben erfordert einen freien kopf
    und auch ein wenig zeit um sich auf die leisen
    gedanken und gefühle aus unserem innern einzulassen.
    das ist in der hektik der welt oft nicht möglich.
    ich versuche auch neben der arbeit so viel zeit wie möglich
    fürs schreiben rauszuhauen.

    jetzt zwischen den jahren komme ich endlich mal wieder zum schreiben
    und ein kleiner stapel papier hat sich schon angehäuft.

    viele grüsse rudi

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