1. #1
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    203

    Thumbs down überhaupt nichts!

    ich sehe dich inmitten vieler freunde stehen.
    ich stehe selber bei den meinen.

    aber ich merke, dass ich mich nicht dafür interessier,
    was wir reden,
    worüber ich gerade lache
    und dass sich meine ganzen gedanken eigentlich nur bei dir sind.

    du stehst mit freunden zusammen,
    in einer gemeinschaft,
    aber deine blicke sind
    verloren,
    unsicher.
    du fühlst dich, so wie ich, trotz allem
    einsam und alleine.

    unsere scheuen blicke kreuzen sich manchmal,
    ich weiß genau,
    was du gerade fühlst,
    was du denkst.
    dass du, so wie ich bei dir, mit deinen gedanken bei mir bist.

    aber es gibt nichts, überhaupt nichts
    was ich machen könnte um das zu ändern.

    ich fühle mich verloren und einsam.
    ganz weit weg von all dem um mich herum.

    es ist unbedeutend,
    uninteressant,
    oberflächlich.

    ich kann nur weiter schauspielern,
    alles verdecken.
    mich selbst belügen.

    es gibt keine andere möglichkeit.

    ich weiß nicht, was ich fühle.
    ich schwanke von einer gefühlslage in die nächste.
    ich stehe neben mir,
    weiß nicht, was ich eigentlich tue.

    nur in kurzen momenten der selbsterkenntnis bin ich mir sicher, dass es gut so ist.
    in anderen will ich alles rückgängig machen können.
    wieder in anderen weiß ich überhaupt nichts.

    es gibt nichts, was ich tun könnte.
    überhaupt nichts!

  2. #2
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    Jan 2002
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    324
    erschreckend wie gut ich das kenne ... aber schön geschrieben ...
    eine freundin von mir hat was ähnliches geschrieben:

    ALLEIN

    Laute Musik, Lachen, Singen, Tanzen.
    Wirbelnde Menschen um mich herum.
    Strahlende Augen grinsen.
    Er an meiner Seite.
    Sie lachen und reden.
    Sinnloses Geschwafel erreicht mich.
    In mir fliegt es, unaufhaltsam.
    Ich will lachen.
    Doch ich kann es nicht,
    auch wenn ich glücklich bin.
    Kaltes Bier berührt die heisse Kehle.
    Musik durchdringt den Körper,
    lässt Füsse wippen,
    lässt Gedanken kreisen.
    Um all das Wundervolle,
    um alles, was ich liebe.
    So sinnlos, so wertlos,
    so verlogen!
    Immer gute Laune,
    fröhlich sein.
    Ein ewiges Theater.
    So viele Freunde,
    alle da für mich.
    So viel Zusammenhalt.
    Laute Musik, Singen, Lachen, Tanzen.
    Ich weiss:
    Sie sind bei mir.
    Und ich sitze da
    Allein.



    Nicodemus

    "Möget ihr in interessanten Zeiten leben!"(Fluch)

    "UGH!"(universelle erklärung)
    ___________________________________
    - Grußgedicht
    - Cultes des Goules
    - neugotisch
    - Herbstgesichter
    - traum vom wahn

  3. #3
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    ich denke, du verstehst nich die genaue situation, in der ich das geschrieben habe. es geht da nochmal um was anderes. da is aber trotzdem eine gewisse ähnlichkeit dabei.

    dieses gedicht (auch von mir) ist da eher auf dieses gleiche gefühl bezogen. ein bisschen....



    das haus
    ist still
    das telefon
    schweigt
    die mailbox
    ist leer
    - ich bin einsam -
    warum meldet sich denn niemand?
    niemand mag mich
    niemand denkt an mich
    niemand kümmert sich um mich
    warum??
    bin ich denn nicht liebenswert?
    wer kennt mich denn überhaupt?
    mein innerstes
    mein Ich
    NIEMAND!
    selbst inmitten meiner "Freunde"
    - bin ich einsam -

    --------------------------------

    aber wen kenne ich,
    wen mag ich wirklich,
    an wen denke ich,
    um wen kümmere ich mich?

    - alle sind einsam -
    irgendwo, irgendwann...





    ich denke dieses gefühl kennt so gut wie jeder. der zweifel, die einsamkeit.....


  4. #4
    Registriert seit
    Aug 2001
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    203
    aber dieses gedicht (überhaupt nichts) bezieht sich auf die geschichte mit meinem ex. wenn's dich interessiert, kannste ja auch mal "ES WAR RICHITG" durchlesen. vielleicht verstehstes dann besser....

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