<font face="verdana" color="#000066">o du holdes leben,
welch schatten deines lichts
musst du mir geben?
– vollkommenheit zu nichts! –
noch welches leid muss ich ertragen,
um mein sein zur ruh zu legen;
zum himmel hoch hinaufzuragen,
und den wind hinwegzufegen,
der den schleier meines funken hält!
o du holde ewig greise welt!

wirst in gottesgleicher stille,
du mir deinen atem schenken?
ist es gottesgleicher wille,
mein schiff des lebens zu versenken?
nein, ich bin des kämpfens müde!
zu alt den sinn herauszufinden!
noch im norde noch im süde,
wirst du mir mein leiden lindern;
das ich aufnahm dir zu dienen,
als noch deine sterne schienen.

doch auch ostens und im west,
erfahr ich deine stimme nicht!
dass du mich nur leben lässt,
im tode deines angesichts!
in der mitte selbst verbleib ich jetzt;
bereit das letzte noch zu überwinden:
<i>das</i> zu lieben, was mich so verletzt!
ich kann und will nicht ohne schwinden:
dein wunderbares helles wort,
das des lebens sinn zur wiege stellt;
am wunderbaren hellen ort,
o du holde ewig weise welt!
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