Eine ruhige Sommernacht, der Sand ist noch warm. Ein seichter Wind weht ihn durch die verlassenen Strassen, irgendwo brennt noch Licht. Kinderlachen ist aus einigen Häusern zu hören, Familien sitzen am Tisch und essen zu Abend. Ein Liebespaar sitzt am Stadtrand, sich küssend unter dem klaren Sternenhimmel. Ein Pfeifen ist aus der Entfernung zu hören, das Paar gibt sich dem Rausch der Sinne hin. Die Kinder spielen fangen miteinander, werden von den Müttern langsam dazu gebracht, ins Bett zu gehen. Die Väter sitzen beisammen, trinken Schnaps, lachen und freuen sich. Das Pfeifen wird zu einem Dröhnen, viel Dröhnen. Die Väter setzen die Gläser ab, schauen aus den Fenstern, die Mütter nehmen die Kinder an die Hand und schauen hinaus. Das Liebespaar unterbricht ihre Leidenschaft, schaut zum Himmel. Zu den schwarzen Punkten, zu den vielen schwarzen Punkten. Das Dröhnen, ohrenbetäubend und doch nach wenigen Sekunden nahezu abgeschwollen… und wieder Pfeifen. Mehr pfeifen als zu vor, doch kein Dröhnen kommt hinzu. Das Paar beginnt zu rennen, die Kinder und Mütter fangen an zu weinen, Väter schreien panisch nach ihren Familien. Das Pfeifen… es nimmt zu… kommt näher… und dann wieder… Dröhnen. Explosionen, Feuer, Zerstörung… Tod…
Eine ruhige Sommernacht, der Wind bläst immer noch sanft durch die Strassen, weht den Sand hindurch. Keine Lampe brennt mehr, und doch ist es heller als vor 2 Minuten. Keine Kinder lachen mehr, keine Familien feiern mehr, und doch ist es lauter als zuvor. Das Liebespaar, die Leidenschaft brennt nicht mehr, aber die Leiber.
Eine Zeitung weht über die Strasse, verfängt sich an einem Blindgänger, zappelt im Wind neben der aufgedruckten amerikanischen Flagge.

Die Schlagzeile in arabischer Schrift verkündet:

Präsident Bush bestätigt das Ende des Irak Krieges!