Und ich melde

LEX


Schlechte Nachricht aus der Heimat,
bewegt mich hier doch sehr im Felde.
Trage mehr als ich dabei hab,
sink auf die Knie und ich melde.

Weh o Weh mein Vaterland,
ich will mich nicht bei dir beklagen,
doch schickst Du mich in Feindeshand
wo alle Träume Fesseln tragen.

Schickst mich fern von meinem Heim,
von meiner Liebsten, meiner Frau.
Darf nur im Traume bei ihr sein,
worauf ich meine Hoffnung bau.

Doch bau ich auch auf unsren Sieg,
der garantieret Deutschlands Frieden.
Der nur erreicht durch diesen Krieg,
durch den schon viele Väter schieden.

Zu scheiden ist hier täglich brauch,
und wenn nicht heut dann schon in Bälde.
Mir schmerzt der Tod in meinen Bauch,
sink auf die Knie und ich melde.

Ich habe nicht mal Tränen mehr,
zu viele Brüder müssen sterben.
Das Leben gibt nicht vieles her,
und was es gibt, liegt schon in Scherben.

Am Anfang einer jeden Schlacht,
da zählt man noch gar manchen Freund.
Doch was der Krieg aus Freundschaft macht,
das hätt man lieber nur geträumt.

Der Krieg kennt keine Jahreszeit,
jeder Tag stirbt unter Qualm.
die Blitzmaschinen stehn bereit,
treffen Häuser Mensch und Halm.

Ich frage, wann ich gehen muss,
von dieser schwarz gebrannten Erde.
Ich höre einen fernen Schuss,
sink auf die Knie und ich sterbe.