1. #1
    Registriert seit
    Apr 2005
    Beiträge
    15
    Abgeführt in Ketten,
    gefangen im grauen Gestein,
    Zugstrecken gegen einen eisernen Damm,
    abgerichtet, der strenge Übergang

    Wärter mit kalten Augen,
    Erbarmen ganz weit,
    Tag und Tag, die gleiche Routine,
    gefangen, in einer linearen Mine

    Schützlinge, sehr selten,
    Hunde auch genannt,
    Ehrgeiz, fanatisch, schimmernd,
    als hätten sie nie was anderes gekannt

    Abbau, Abbau, Abbau,
    immer dieselben Brocken,
    fügen, bücken, wie ein alter Mann,
    zurück bleibt der, der es nicht mehr kann

    Zornerfüllt knallen ihre Peitschen,
    Hass zeichnet sich rot auf der Fliehenden Rücken,
    gefüllt sind so deren Lücken,
    oh, jeder muss sich bücken

    Mit toten Augen,
    beobachtet der große Mann,
    die Flüchtigen, so gut er kann,
    Revolten können sie schaffen, fürwahr,
    in der schwarzen Zelle jedoch,
    wären sie für die Welt nie da


    ____

    Gut, gut, ein sehr pubertäres Gedicht, aber in Anbetracht meines Alters nicht unbedingt verwerflich, ich denke viele von euch haben ähnlich gedacht.

    Mfg,
    Martin
    Carpe Diem!

  2. #2
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    816
    Hallo Martin

    Ein Gedicht kann nicht pubertär(sich in der Geschlechtsreifung befindend) sein.Der Verfasser schon, aber das ist kein Vorwurf.
    Die Kritik richtet sich gegen dein Werk.Wenn man dein jugendliches Alter berücksichtigt ist es nicht schlecht.
    Du wagst dich an ein Thema heran, dem Du nur bedingt gewachsen bist, was dessen werktechnische Ausarbeitung betrifft.
    Ich rede hier nicht von Metrik oder Rhythmus. Nach mehrmaligem Lesen meint man hinter deine Intention zu kommen
    Aber, es gehören einige akrobatische Gedankenverrenkungen dazu, dein Gedicht zu verstehen.
    Es hinterläßt bei mir den Eindruck Hauptsache es reimt sich( zuweilen).Aber die Botschaft
    bleibt eingepflügt unter deiner Lust am Wort die unter anderem einmal falsch gewählt oder überflüssig gesetzt sind.
    In deinem Einfall "zornerfüllt knallenden Peitschen" kann ich keine Metaphorik erkennen sondern eher den Versuch die
    Metrik zu retten. Es sei denn, du spielst mit dem Stilmittel der Ellipse (Auslassung (von Satzteilen)Der Rückgriff auf die
    vorhergehende Strophe läßt den Leser fragend zurück ,denn daß die Geschundenen die Peitsche schwirren lassen
    ist schwerlich vorstellbar.

    mit freundlichen Grüßen


    talentlos (überpubertiert)
    Sprueche 16,16

    Ich wiege und messe meine Verse nicht !
    Ich kriege darum nicht hin, kein gut Gedicht


    Nichts ist so überflüssig an einem Gedicht wie dessen metrische Analyse!!!

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