Kalte Hand greift Flaschenhals,
andere verstaut im Schoß.
Auf blassen Wangen krustet Salz,
weite Augen starren bloß.

Trockner Hals von Wein benetzt,
Rausch drängt würdelos hinab.
Kummer sich im Magen setzt,
schwere Trauer, tiefes Grab.

Andre Hand am Abzug zieht,
Sinnen gegen Tat nicht wehrt.
Blut aus totem Leib entflieht,
Inneres nach außen kehrt.

Rot umrahmt strahlt Schreckensbild,
Sensation im Schuss geboren.
Wenn Freitod-Tat verherrlicht wird,
ist Lebensdrang im Kult verloren.

Blutgekrönt liegt vor uns das Bild menschgewordener Schwermut...