Der erste Moment: Heulkrämpfe. Der Zweite fragt ein Warum. Der Dritte weiß es einfach nicht. Und genau das, das ist Unglück, das ist Angst, Angst vor sich selbst. Aber in diesen Krämpfen, die dich zerreißen, gibt es auch den Moment der Ehrlichkeit. Was heißt das? Es bricht aus dir wie aus Klippen Felsbrocken, die fallen und so hart am Boden zerschellen. In diesem Moment spricht deine traurige Seele zu dir und dir gefällt diese Sprache, dieses unermüdliche Brechen. Eine Befriedung wird dir gegeben, von dir. Ein Moment der Wirklichkeit, in dem du ganz fest vor deinen Problemen stehst, die du nicht kennst. Die einzige Beschreibung die diese Situation gibt ist dieses Stück reines Leben selbst und du fällst und steigst zugleich. Für einen kurzen Moment über dir, auf deinem Kopf, alles Hart wie Stein und Weich wie ein leichtes Kratzen auf deinem Rücken von einer Seele, die dir eben selig ist. Dann ein kurzes Versteckspiel, keiner soll es sehen, deine Schwäche, dein Mensch-Sein, deine Himmel und deine Höllen, dein Steigen und Stürzen, dein Lebenverlängern- und verkürzen. Wohin? In Einsamkeit, in ein „Nur-mit-dir-allein“. Und da spuckst, kotzt, reißt du es Alles raus, Schreie in Bewegungen und Tränen in Worten, die nur dir gelten. Und dann verschwindet der Spiegel vor dem du standest und du suchst ein Neues, eine neue Versenkung in die Fragwürdigkeit des Lebens. Sie reichen dir die Hände mit zu schwimmen, zu tauchen in Gewässer, die Menschen brauchen? Ein spätes Erwachen von beiden Seiten der Medaille und du siehst dich, du Clown, du trauriger Clown, der wieder weinen musste und doch nur ein ehrliches echtes Lachen wünscht. Was wird der Morgen bringen? Ein weiteres, fliehendes Klingen in der Symphonie deines Lebens.