1. #1
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    Gott, der Allmächtige,
    Gott, der Barmherzige,
    Gott, der Unverwüstliche,
    Gott, der Blinde

    Warum, Gott, warum, gibt es so viel Leiden,
    so viel Pein,
    so viel trügerischer Schein

    Sind wir in der Hölle,
    feurig, blutig, rot,
    sind wir längst schon Tod,
    vergessen, verlassen,
    Gott, warum, hast du uns hängen lassen?

    Dunkle Zweige,
    tödliches Ticken,
    warum Gott, warum,
    kannst du nicht verhindern,
    uns dieses Leid zu schicken?

    Sind wir die Qual selbst,
    der Erleuchtungs Schrecken,
    Gott,
    oh Gott,
    lass uns nicht elend verrecken,
    Mord, Leid, ja, unser Vergehen,
    doch Gott,
    oh Gott,
    es fällt mir schwer,
    noch weiter zu stehen

    Rettung.
    Carpe Diem!

  2. #2
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    Damit kann ich inhaltlich gar nichts anfangen.
    Diese Fragen werden immer wieder in der Pubertät gestellt und wie ich gemerkt habe ist eine Antwort darauf so leicht zu finden...
    Schade, dass es so scheint, als weigerten sich viele, Licht und Schatten zu akzeptieren.

    Licht und Schatten muss es geben,
    will das Bild vollendet sein.
    Wechseln müssen drum im Leben
    tiefe Nacht und Sonnenschein.

    Gruß! G.T.

  3. #3
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    Gut, klar, in der Pubertät wird so was recht oft gestellt. Es ist ja schwer sich an den Bild anzufreunden, dass es immer Schatten gibt, wenn es Licht gibt. Trotzdem, denke ich, dass es viele gibt, die selbst noch im Erwachsenenalter, sich diese Fragen stellen.
    Deine Kritik akzeptiere ich aber, da ich denke, dass du schon wahr sprichst
    Carpe Diem!

  4. #4
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    Sehe ich auch so,daß sich auch Erwachsene diese Frage stellen.Theologisch nennt man diese Frage,warum Gott ein solches Maß an Leid zulassen kann,auch den "Fels des Atheismus".Da sind Hunderte von Abhandlungen drüber verfasst worden.Als rein pubertär kann man das nicht abstempeln,finde ich.
    "Oh,wär ich doch ein Narr!Mein Ehrgeiz geht auf eine bunte Jacke!"
    Georg Büchner

    Weitere Werke:
    Jahreszeitenhaikus
    Gebet an Satan
    Die Sünde Christi

  5. #5
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    Ob nun die Frage nach dem Leid in der Welt ein "Fels des Atheismuses" sei; oder ein Treibsand
    in dem die Argumente derer, die Ihre Verbitterung gegen den " Gott Ihrer Vorstellung" ausrufen ;versinken, daß
    mag dahin gestellt sein. Es haben Menschen, letzendlich im und durch Leid, zu Gott gefunden
    oder, im nicht selbst erlebten Kummer, sich von Ihm losgesagt. Das Leid ist weder ein Beweis, daß Gott existiert
    noch daß er nicht da ist.
    Obwohl, wenn man ihm dafür die Schuld zuschreibt, oder zumindest sein Nichtverhindern
    beklagt, doch eigentlich ein Argument für den, der sich als der ICH BIN offenbarte, wäre.

    An einem Fels kann man auch zerschmettern oder er kann ein Weitergehen erschweren

    Grüße an Alle
    Sprueche 16,16

    Ich wiege und messe meine Verse nicht !
    Ich kriege darum nicht hin, kein gut Gedicht


    Nichts ist so überflüssig an einem Gedicht wie dessen metrische Analyse!!!

  6. #6
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    Hi,

    nun ja, ich kann eure Kritik nachvollziehen. Ich habe es nochmal überarbeitet, die Grundidee ist aber die gleiche.
    Ich muss einräumen, dass ich gläubig bin, aber es doch immer diese Zweifel gibt.
    Na ja, wie talentlos schon formuliert hat: "An einem Fels kann man auch zerschmettern oder er kann ein Weitergehen erschweren "





    Gott, der Allmächtige,
    Gott, der Barmherzige,
    Gott, der Unverwüstliche,
    Gott, der Blinde

    Oh, welche Welt hast du nur geschaffen,
    Leid, Pein, Hass,
    Schatten, wenig Licht,
    heiß brennend der Verzweiflungsgicht,
    verdampfend, die Hoffnung, in weißen Wolken,
    Gott, wo zeigst du dein barmherziges Gesicht?

    Gott, breite meine Flügel aus,
    lass mich fliegen,
    hoch, hoch empor,
    zum dunklen Berg,
    zu einer besseren Welt,
    dunkel, erscheint mir dein Werk,
    trostlos, verlassen

    Ja, ohne Licht kein Schatten,
    ohne Hoffnung, keine Verzweiflung,
    wo bleibt dein Blick,
    verloren, deine erschaffene Welt,
    Statur von einem fast vergessenen Held,
    die Wiederkehr, die Hoffnung,
    alles Illusionen?
    Wann wist du uns, vor dem Leid verschonen?

    Rettung.
    Carpe Diem!

  7. #7
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    Unhappy

    hättest du nicht so mistwörter wie "verrecken" benutzt, wär es noch erträglich gewesen.
    sollte das ein stilbruch sein?
    misslungen.

  8. #8
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    Gottes Hauptproblem sind die Fliegen. Denn wo es Fliegen gibt leidet der Teufel keine Not. Gott ist mit Fliegenabwehr zu beschaeftigt um auf dein Gejammer einzugehen. In der Not kannst du Gott und dir helfen indem du selber tuechtig Fliegen vertilgst - und ein braves Juengel bist. Was offensichtlich zutrifft, denn die Alleinverantwortung fuer das Schlamassel liegt ja bekanntlich bei Gott.

    ____________________________


    Entbloesstes glaenzt dort rundum bestens wo der eigene Einsichtswinkel am steilsten ist: Zwischen Himmel und Zwirn.
    (Was keine anti-semantische Anspielung auf die Anwaltkanzlei ist. Die schreibt sich naemlich im Fettdruck mit &)

    [Geändert durch Peter Graedel am 08-05-2005 um 14:30]

  9. #9
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    @rom_x

    deine Aussage hat mich jetzt doch ein wenig geschockt... ("Und doch war es Gottes erster Fehler, seinen Sohn zu uns zu schicken.")

    ich weiß nicht, ob das jetzt wiklich in diesen Faden gehört, aber hier mal eine kleine "Geschichte" als Anregung zum Nachdenken. Wir können die Disukussion aber gerne auch außerhalb des Forums fortführen, falls du Interesse hast.

    Es geht um eine Familie... eines Tages ist das Kind alt genug auf eigenen Füßen zu stehen und die Eltern "entlassen" es in die Freiheit. Es mietet eine Wohnung und schmeißt eine große Party. Diese artet aus und die Wohnung wird total verwüstet. Als das "Kind" am nächsten Tag wieder klar denken kann ist es total entsetzt und fragt sich wie es dazu kommen konnte...
    Sind nun die Eltern schuld? Hätten sie ihrem Kind niemals diese Freiheit geben sollen? Es am Besten für immer im Laufställchen eingesperrt? Oder hätten sie es erst garnicht zur Welt bringen sollen?

    gruss .....

  10. #10
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    Sehr schön, ....., du hast in Worte gefasst, was ich verzweifelt versuchte, auszudrücken!

  11. #11
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    ...eine gute Antwort!

    Um ehrlich zu sein habe ich fast ein wenig auf diese Antwort gehofft, denn ich möchte sie gerne zum Anlass nehmen um noch ein wenig weiter zu denken:

    Nun kann es aber sein, dass die Eltern dem Kind die beste Erziehung gegeben haben. Sie haben ihm tausend mal gesagt es soll nicht zu viel trinken, es soll verantwortlich sein, es soll auf seine Sachen acht geben...
    Sie haben ihm als gutes Vorbild gedient und sich immer liebevoll um es gekümmert. Doch sie würden niemals so weit gehen ihm ihren Willen aufzuzwingen oder es gar einer Gehirnwäsche (ums mal extrem zu formulieren) zu unterziehen um sicherzustellen, dass es später auch wirklich all die guten Ratschläge beachten wird. Man kann sagen, sie haben alles richtig gemacht.
    Und doch hat das Kind seinen eigenen Kopf, ignoriert das Gelernte, denkt vielleicht einfach nicht drüber nach, oder hält es sogar für "dummes Geschwätz" und die Folgen kennen wir ja bereits.
    Liegt nun die Schuld bei den Eltern? Oder vielleicht doch eher beim Kind? Oder trägt vielleicht niemand wirklich Schuld an dem Geschehenen?

    Nun, auch wenn diese Geschichte nur zu einem gewissen Grad als Vergleich zu unserer Beziehung zu Gott dienen kann, möchte ich doch die beschriebene "Erziehung" in der Geschichte mit Gottes Sendung von Jesus vergleichen, der uns seine Lehren gebracht hat, all die guten Ratschläge und Mahnungen und der uns ein Vorbild war.

    Und nun sagst du selbst: "das kind hätte ne bessere erziehung vertragen", aber gleichzeitig denkst du es war "Gottes erster Fehler, seinen Sohn zu uns zu schicken".

    Um nun noch einem weiteren Einwand vorzugreifen:
    War nun die ganze gute Erziehung umsonst? Ich denke nicht. Denn eigentlich hat das Kind wohl gelernt wie es sich verhalten sollte und so sehe ich beste Chancen, dass es aus seinen Fehlern lernt und sich sein Verhalten ändert, dass es erkennt wie recht seine Eltern doch hatten.
    Und das Eine sei noch gesagt: Seine Eltern werden ihm verzeihen, soviel ist sicher.

    gruss .....

    PS: hab leider kein MSN, würde mich aber sehr über eine Mail freuen, meine Adresse findest du unter meinem Profil.
    Sollte allerdings allgemein Interesse an dieser Diskussion bestehen, fände ich es toll, wenn wir sie hier im Forum fortführen könnten.

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