1. #1
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    Wenn ich des nachts in den verhang'nen Himmel schau'
    Und am ganzen Firmament die Lichter sehen möcht',
    Dann rieche ich den Dunst, den sie verbreiten.
    Denn es riecht tagsüber anders:
    Nach Autos, Müll und Hundekot.
    In Dunkelheit jedoch entströmt den Sphären
    Geheimnisvoller feiner Duft,
    Der in der Nase leise schärft und ätzt.
    Ich schließ' das Fenster, welches lüftet.
    Ach meine Stadt, wie lieb' ich Dich!
    Doch lieber mag ich meinen eigenen Mief.
    M.

  2. #2
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    Hallo Kaiserstuhl,

    ich weiß nicht wirklich,was ich von deinem Gedicht halten soll.Weder ist es strophisch gegliedert,noch reimt es sich,noch hat es einen besonderen Klang.
    Abér es hat etwas,das nicht jedes Gedicht hat:Einen neuen Gedanken,nämlich daß die Sterne einen Geruch haben,den du einerseits als geheimnisvoll feinen Duft und andererseits als Gestank bezeichnest.Ich weiß wirklich nicht,ob ich diesen neuen Gedanken jetzt gut,originell,gelungen oder schlicht schwachsinnig finden soll.Auch über die Schlußpointe läßt sich streiten.
    Immerhin hat es beides,und weckt -zumindest bei mir- Lust,noch einiges von dir zu lesen.
    "Oh,wär ich doch ein Narr!Mein Ehrgeiz geht auf eine bunte Jacke!"
    Georg Büchner

    Weitere Werke:
    Jahreszeitenhaikus
    Gebet an Satan
    Die Sünde Christi

  3. #3
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    Wink

    Hallo Valerio,
    schön, dass es Dich zumindest anspricht!
    Schade, dass Du meinst werten zu müssen!
    Für mich braucht ein Gedicht keine vorgestanzten Kriterien zu erfüllen. Wenn ich mich einlesen kann, erfahre ich Rhythmus, Klang, Melodie. Die Apostrophen habe ich übrigens nicht beliebig gesetzt.
    Wenn es mir darauf ankäme, hätte ich wie in "Gesundheit!" auch hier eine Lese-Empfehlung gegeben.
    Das mit dem Sternendunst ist wie mit dem Witz, der erklärt keiner mehr ist. Nicht jedes Rätsel erschließt sich auf Anhieb. Von daher gehört dies kleine Machwerk vielleicht eher in eine andere Rubrik.
    Es fiel mir ein, als ich wirklich nachts das Fenster öffnete, um mir die Sterne anzusehen und frische Luft zu schnappen.
    M.

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