Meine Geschichte reicht zurück bis in antike Zeiten--so weit, das sich meine Spuren im Nebel der Vergangenheit verlieren.Eines jedoch ist klar: Als ich einst diesen Planeten besiedelte, wandte ich mich bewusst von einer Zivilisation der Hochtechnologie ab.Ich wählte ein Leben in Einklang mit der Natur, voller Zuversicht und Vertrauen in die Fürsorge des Universums. Nun, da diese stadt heranwächst, ist es mein Bestreben, mein Antlitz in Wort und Schrift zu ehren.In Stein verewigt sollen mich diese Radierungen stets an mein Vermächtniss erinnern.

Viele, lange Jahre sind vergangen, seit ich dieses Land betrat und Bevölkerte. Der Verlauf der Zeit selbst übt seit jeher eine große Faszination auf mich aus. Es entspricht der tiefen Überzeugung meiner Weisheit, dass die Wahrheiten des Universums im wirbelnden Fluss der Zeiten verborgen liegt. Mein Bestreben, dort Antworten zu finden, führt mich jedoch an anderen unerwarteten Bereichen zur Erleuchtung. Ich kann nicht bestimmen, wie ich in Besitzt dieser Fähigkeiten gelangt bin, die mich seit kurzem Dinge vernehmen lassen, welche jenseits der gewöhnlichen Wahrnehmung liegen. Fremd scheinende Bildnisse und unerklärliche Sinneseindrücke überfluten meinen Geist und hinterlassen sowohl Visionen der Vergangenheit als auch der Zukunft. Ich verstehe diese erstarkenden Fähigkeiten als eine Frucht der zunehmenden Harmonie mit den Unendlichen, das mein tiefstes Bestreben darstellt. Vielleicht ist nun die Zeit gekommen, das mir die Geheimnisse des Universums offenbart werden.

Meien Zufluchtsstätte wächst von tag zu Tag.Meine Kultur ist von Hochtechnologie geprägt, doch ich vergötze sie nicht. Meine heimat hier, soll ein Hort der Einfachheit sein: Aus Stein geschlagen Bauten, zu Brücken verwobenen Äste und Korridore, die von reinen Wassern umgarnt werden. Ich errichte meine Bauten um die alten, stattlichen Bäume herum. So zehre ich von ihrer Stärke und lasse sie zum Austausch an meiner teilhaben. Das Wilde, Ursprüngliche umgibt mich. Und so bin ich nunmehr ein weiter Teil im Geflecht der Natur.Es ist meine Hoffnung das der zustand eine große Weisheit mit sich bringt, ein höheres Verständnis vom wesen des Universums.

Ich bin mit der Gabe dess Sehens gesegnet, jetzt da ich annähernd in perfekter Harmonie mit dem Universum lebe.Mein Blick ist nach vornen gerichtet, ich erkenne die Prophezeiung in den Wellen des Wassers und lausche der Kunde, die der odem des Windes an meine Ohren trägt. Doch obwohl ich die Gabe des Sehens feierlich begehe, sind die Verkündungen oftmals dunkler Natur.Die grauenvollsten Prophezeiungen künden von der Ankunft des Wurms. Gebohren aus Parasiten, genährt in einem vergifteten Mutterleib, wächst der Wurm heran und verzehrt alles Innere, bis die Welt zu verfaulen beginnt. Nicht alle Prophezeiungen bewahrheiten sich, fürwahr. Und dennoch kann ich nicht anders, als dieses dunklen Vorzeichen zu fürchten.

Bar jeglicher Vorhersehung meiner Weisheit fiel ein Meteorit herab, unerwartet, wie aus dem Nichts stürzend.Die Gewalt des Einschlages hüllte das Land in einen dunklen Schatten der Zerstörung.Aber seine zerstörerische Kraft schien zu vergehen, der gefallene Stern verglühte und das Ereignis schien zu einer Erinnerung zu verblassen...Doch der Meteorit barg eine tödliche Fracht: Die Große Seuche brach über das Land herein.Eine fremde Energie ergriff ungebändigt alles natürliche Leben--fast so, als ob ihr ein Bewusstsein innewohne. Ob dieses Phänomens mangelte es mir an Erkenntnis, und so war ich nichts weiter als ein erschauderter Beobachter. Die dunkle Macht begann, sich über das Antlitz des Planeten zu erstrecken.

Die Todesschreie des dahinsiechenden Landes hallen in meinen Ohren wieder, während ich zum Zeugen werde, wie die Große Seuche immer tiefer in das Lebensmark dieses Planeten sickert.Ihre dunkle Energie durchdringt Bäume und Wässer, alles Leben verzehrend.Friedlebende Kreaturen sterben zu Tausenden. Einige Geschöpfe überleben, doch sie verfallen zu Ausgeburten des Bösen--sie sind die Früchte jener Macht, welche vom Himmel stürzte.Die meisten dieser entstellten Mutationen bleiben zu klein, um gefährlich zu werden.Manche jedoch wachsen zu bedrohlicher Größe heran und gefährden meine gesamte Existenz.Eine dieser Bestien entweiht meinen heiligen Quell, Gift sprudelt aus ihrer verderbten Form.Die reinen Wässer von einst sind nun zu Kaskaden eines schleichenden Todes geworden.Ich blicke in eine Fratze des Bösen--dennoch erschaudere ich nicht in Furcht.Ich bin alles was der Großen Seuche nun noch entgegen steht.Und es ist meine Pflicht sie zu bannen und einzuschließen.