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  1. #1
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    An die Moderation (spez. Danse_Macabre)

    Erst kürzlich wurde ich von den Besuchern des hiesigen Seminars darauf hingewiesen, mich doch mal im Internet umzuschauen (unter anderem auf dieser Seite), da ich, wie ich meinen Schülern schon oft mitgeteilt habe, sehr Poesie- interessiert bin. Ich bin Professor für Germanistik und Soziologie an der Universität Leipzig. So kam es, dass ich mir nach und nach die Gedichte, welche oftmals erstaunliches Potenzial besitzen, durchgelesen habe und mich über eine wachsende Bereitschaft selbst Gedichte zu verfassen in der heutigen „Internet“-Jugend, sehr freute. Die Vetretung der Poesie bietet vielen Jugendlichen ein Fundament für das Veröffentlichen eigener Gedichte und die Möglichkeit sich in Diskussionen über Lyrik etc einzubinden. Das sehe ich auf jeden Fall als eine positive Neuerung, die vor zehn Jahren noch undenkbare Möglichkeiten zur Entfaltung des künstlerischen (in diesem Fall textlichem) Befassens mit sich selbst und der Umwelt bietet.
    Man sollte besonders jüngeren Dichtern Mut machen weiter daran zu arbeiten und ihnen
    Gegebenenfalls auch ihre Fehler nennen.
    Allerdings ist mir in diesem Forum von der Moderation eine geradezu unbotmäßige und Gekränktheit auslösende Sprache aufgestoßen, die ich für unprofessionell halte und den Zweck erfüllt, Jugendlichen Gedichte zu verleiden und ihre Gedichte für schlecht zu befinden, nicht aber sie zu fördern.
    Die Poesie sollte nicht den Ruf kriegen, perfekt sein zu müssen, wie man hier unmissverständlicherweise vermittelt kriegt. Gedichte sind deswegen so etwas besonderes, da der Autor eben frei ist im Empfinden seiner Wortwahl und Metaphorik, nicht aber weil sie perfekt sind und zwingend neue Ideen aufwerfen.
    Was hier vor sich geht ist ein Kampf gegen die Poesie, den ich als Germanistik-Professor für unverantwortlich befinde und unfair gegenüber Laien der Dichtkunst.
    "Es ist eine auffallend rigide Distanzierungstrategie in allen Lagern zu Beobachten" Frank Geerk

  2. #2
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    Ich wünsche Ihnen viel Spass mit den Windmühlen Don Quixote.

    Grüsse
    Margot

  3. #3
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    Also, ich werde morgen hierzu noch einmal ausführlicher antworten, aber als Hauptverantwortungsträger ein paar kurze Worte vorneweg.

    Die Moderation und Administration von gedichte.com trennt strikt zwischen Amt und persönlicher Meinung. Als Amtsträger sind wir diejenigen, die diese Plattform bereitstellen und für ihre reibungslose Funktion zu garantieren versuchen. Dies sind absolut wertneutrale Aufgaben. Als Mitglieder dieser Seite steht es jedem absolut frei, seine Meinung zu äußern.

    Wenn die Möglichkeit gelobt wird, daß jedem eine Veröffentlichungsplattform gegeben wird, so muss auch gelobt werden, daß jedem zugestanden wird, seine freien Meinungen und Kritiken zu äußern. Wenn man - wie die Mitglieder der Moderation - mehrere Jahre auf einer solchen Plattform tätig ist, dann ist es nur selbstverständlich, daß die kritischen Ansprüche gewachsen sind und dem ewigen Tagebucheintrag gegenüber nicht sonderlich freundlich gegenüber stehen. Mit unseren Ämtern - und der Tatsache, daß wir diese Plattform überhaupt erst ermöglichen -, hat diese von uns als Privatpersonen geäußerte Meinung allerdings wenig zu tun.

    Gerade in Anbetracht der Tatsache, daß viele Mitglieder der Moderation hervorragende Einleitungen zur Poesie und Kritik hier veröffentlicht haben, die Anfängern als Hilfestellung dienen können, finde ich den Vorwurf eines "Kampfes gegen die Poesie" etwas unreflektiert, ebenso die Tatsache, daß Du (im Rahmen der hier üblichen Netiquette verwende ich hier die persönliche Anrede) die oben genannte Trennlinie zwischen unseren Ämtern und unseren persönlichen Meinungen nicht zu ziehen in der Lage bist.

    Mit freundlichen Grüßen,
    kurushio
    - treuhänderischer Administrator, gedichte.com -

  4. #4
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    Hallo Herr Professor
    Willkommen im Forum
    Um ein Argument, daß seitens der Moderation kommen könnte, vorwegzunehmen:
    Schlechte Gedichte erweisen der Poesie einen schlechteren Dienst als die zugegeben
    bisweilen nahe an den Tatbestand der persönlichen Beleidigung *heranreichenden Besprechungen
    eines gewissen Kritikers. Aber der gute Danse_Macabre genießt hier eine Art Kult Status.
    Und ich bedauere manchmal, daß der Provokateur die bissige Schärfe scheinbar verloren hat und
    seine Kritiken , nicht mehr so agressiv und Widersprüche herausfordernd anwendet.
    Von ihm kritisiert zu werden wird hier als eine Art Ritterschlag angesehen.
    Jetzt aber zu behaupten von ihm kritisiert zu werden ist in etwas mit dem Stolz zu vergleichen,
    den ein Amateurboxer empfindet wenn er vom Worldchamp verdroschen wird, wäre zu Hoch gegriffen und
    würde dem „ Provocateur „ noch eine graduelle Aufwertung seiner Selbstüberheblichkeit dazu geben!
    Es sind aber zwischenzeitlich Epigonen aufgetreten, die sich seinen Stil zum Vorbild genommen
    haben ohne ihn letztlich zu erreichen.
    *Aber da hier nur virtuelle Personen auftreten ist der Beleidigungsparagraph unanwendbar.



    mit seiner Meinung nicht hinterm Hügel haltend grüßt

    talentlos vereinzelt verlesen als tatenlos


    PS tantalide erinnert mich irgendwie an Tantalos . Dem unterrichteten Leser bekannt durch die Tantalosqualen
    und die Sysiphos (vergebliche) Arbeiten! Oder ist da meine Phantasie mit mir durchgegangen?
    Ich hoffe, das Sie mein Schreibstil nicht allzu sehr an diese Namensgebung erinnert!
    Sprueche 16,16

    Ich wiege und messe meine Verse nicht !
    Ich kriege darum nicht hin, kein gut Gedicht


    Nichts ist so überflüssig an einem Gedicht wie dessen metrische Analyse!!!

  5. #5
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    Ui, jetzt haben sie noch einen Professor ausgegraben, computergeschult und ans Keyboard verfrachtet, um möglicherweise endlich einmal der ewigen Untergangsschleife argumentativer Armut zu entkommen...


    Doch weit gefehlt!
    (natürlich *g*)

    Dieser "Professor" zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Scheuklappendoktrin (wie Kurushio und talentlos schon so deutlich festhielten) aus und stimmt unisono mit den gleichen unreflektierten Klischeeanwürfen in den dissonanten Kanon der Tagebuchstripper und Exibitionismustherapierenden mit ein. Mitlerweile kann niemand in diesem Forum mehr alle tränengedrückten Wiederholungen jener billigen Klageliedchen zählen.

    Schade, daß besagter "Professor" ebensowenig eine reflektierende Denkweise in seinem Beitrag erkennen läßt und sich damit auch keinen Millimeter weit vom üblichen Schmonsens einer vierzehnjährigen Goth-Barbie abhebt:
    Niemand hat per se Applaus verdient, bloß weil er seine "Gefüüüühle" der Öffentlichkeit aufs Hühnerauge zwingt. Wenn jemand in der Fußgängerzone nachmittags um drei in den Rinnstein kackt ist das auch nicht gleich ein weltbewegend eindrucksvolles künstlerisches Happening als "Demonstration gegen den Konsumterror". Es stinkt bloß.

    Die Crux der Kunst liegt eben darin versteckt (und dies erkennt gerade in der Lyrik nur eine verschwindend geringe Minderheit!), daß man etwas können muß, um sie zu praktizieren. Können wohlgemerkt, nicht wollen und versagen.
    Wir leben zwar im Zeitalter einer irrwitzigen Chancengleichschalterei, jedoch weigere ich mich, ihr meinen Intellekt und meinen Anspruch zu opfern. Denn was die ganzen Toleranztheoretiker in ihrem Traum der totalen Akzeptanz leider vollkommen aus den Augen verloren haben, ist der kleine Unterschied: Die Individuen der Menschheit verfügen nunmal einfach nicht alle über die gleichen Fähigkeiten und Talente. Da mag man zwar die in gewissen Aspekten evolutionär massiv Benachteiligten noch nachsichtig verstehen, wenn sie ihr tränenersticktes Klagegeheul erheben und mitspielen möchten - der einbeinige Junge ist naturgemäß dennoch der letzte, der beim Fangenspiel in ein Team gewählt wird.
    Diskriminierend?
    Möglicherweise, Pech gehabt.

    Nichtsdestotrotz sollte jeder Mensch so intelligent sein, selbst zu realisieren, mit welchen Fähigkeiten er gesegnet wurde - und was er verflucht nochmal niemals können wird!

    Nun, gerade die Lyrik wird leider von Horden unausgegorener Frühpubertierender überschwemmt, denen es absolut nicht darum geht, irgendeine Form von künstlerisch hochstehender Arbeit abzuliefern - oh nein, im eklatanten Gegenteil! - sie negieren vielmehr jeglichen Anspruch und beanspruchen für ihre ewiggleichen Tagebuchergüsse dennoch völlig unqualifiziert (gleich Hitler Österreich) grandiosen Applaus und stellen sich allzuoft zeckengleich mit Goethe & Co in eine Linie.


    Ich helfe diesen verirrten Individuen lediglich dabei, ihre Linie wieder zu finden und zu erkennen, was sie absolut nicht können - dichten.


    Also, "Professor", heul Du ruhig weiter, daß ich als Motivationstrainer eine Null bin - wen stört´s? Erzähl´s der Hand - ich will ja gerade äußerst wohlgeplant und vorsätzlich als Meilenstein des Gegenteils gelten, da ich dem künstlerischen Anspruch fröhne und dem 5minütigen abwichsen von drei Herz-Schmerzzeilen zum Tode meiner Barbiepuppe-mit-der-ich-noch-keinen-Sex-hatte nichts abgewinnen kann.


    Ich halte es da mit den Ärzten:
    Immer mitten in die Fresse rein...!

    [Geändert durch Danse_Macabre am 24-04-2005 um 13:59]

  6. #6
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    Ein überaus imposanter Beitrag, der mich nicht selten eine Lachträne hat wegwischen lassen müssen.
    Dennoch sollte man das Land, aus welchem der von dir verglichene Hitler stammt, richtig schreiben.

    (gleich Hitler Östereich)

    Es heisst nämlich Österreich.
    Auch wenn das in keinster Weise deinen Beitrag mindern sollte.
    Ich bin nur der Ansicht, dass man, wenn man schon ein solch schockierendes Ereignis, als Beispiel oder Abschreckung verwendet, man jedoch die wichtigsten Faktoren richtig schreiben sollte.

    Alles in allem ein sehr komischer Beitrag, indem einmal erneut mit Witz, Charme und Melone auf der Wahrheit beharrt wird.
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

  7. #7
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    pfft...
    Ein Tippfehler, juhee.

  8. #8
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    An kurushio: Mag sein dass die Trennung zwischen Amt und persönlicher Meinung hier eine bedeutende Rolle spielt, aber Tatsache ist doch das hier Beleidigungen auftreten, die weder als Moderator noch als normaler Besucher unzulässig sind.
    Auch ich denke oft negativ über die Leute in meinen Seminaren und würde sie am liebsten beleidigen, doch es ist mein Job, den Leuten Mut und Hoffnung zu geben. Und in dieser Hinsicht sind hier doch einige Verfehlungen zu kennzeichnen.

    An Talentlos:
    Mit der Aussage, dass schlechte Gedichte der Poesie keinen so hohen dienst erweisen wie "bisweilen nahe an den Tatbestand der persönlichen Beleidigung *heranreichenden Besprechungen" liegen Sie falsch. Durch die persönliche Beleidigung wird demjenigen die Poesie nur verleidet. Es ist gut möglich, dass der gewisse Moderator hier einen Kultstatus genießt, so hat er wohl in der realen Welt weniger Kontakte zu Menschen. Denn wie sonst könnte er den ganzen Tag vor dem Computer verbringen, um Leute zu verletzen?

    An Danse_Macabre:
    Ich weiß nicht ganz wie ich auf eine Mischung von pseudo-intellektuellem Getue und Gewaltparolen reagieren soll. Spicht das nicht für sich? Geht nicht schon daraus eine Unvermögen zu argumentieren hervor?
    Ich frage mich, welch ein Mensch sich hinter dem "Kult" verbirgt. Schon die Tatsache, dass fast der ganze Tag vor dem Bildschirm verbracht wird spricht gegen irgendwelche sozialen Kontakte außerhalb der Internet-Welt. Vielleicht auch daher die fehlende Sensibilität und vorallem die kommunikationsfremde Sprache. Mit ihnen eine zivilisierte Unterhaltung zu führen scheint unmöglich, deshalb werde ich nicht weiter auf diese Diskussion eingehen.

    "Niemand hat per se Applaus verdient, bloß weil er seine "Gefüüüühle" der Öffentlichkeit aufs Hühnerauge zwingt"
    Ich denke besonders Sie könnten sich von solchen Leuten eine Scheibe abschneiden, die nicht den Drang verspühren nur Beleidigungen loszulassen.

    Wenn ich mich nicht irre, gibt es von der eben genannten Gruppe ein anderes Lied, was mir hier passender erscheint:
    Ich denke was hier vorliegt ist ein "Schrei nach Liebe" - denken sie mal drüber nach !



    "Es ist eine auffallend rigide Distanzierungstrategie in allen Lagern zu Beobachten" Frank Geerk

  9. #9
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    Muhuhuhuhahahwawawaaa!
    Wie lange läufst Du Clown mir wohl auf Schritt und tritt hinterher und notierst jede meiner Bewegungen, um derart ausführliche "Aussagen" über meine Neigungen machen zu können?

    Wie seltsam, daß ich Dich gar nicht kenne...
    Also, woher dieses "Wissen" über mich?
    Einbildung?
    Mehr Argumente hast Du ja auch nicht.

    Also:


    [Geändert durch Danse_Macabre am 24-04-2005 um 17:14]

  10. #10
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    War es nicht von vornerein klar, dass Sie kein einziges Argument finden würden, außer mich zu beleidigen...
    Merken Sie nicht welch Armutszeugniss die von Ihnen abgegebene Antwort ist?
    Entschuldigen Sie aber da ist das Lachen leider auf meiner Seite.
    "Es ist eine auffallend rigide Distanzierungstrategie in allen Lagern zu Beobachten" Frank Geerk

  11. #11
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    das problem ist, dass die verschiedenen herangehensweisen bzgl. kritisieren nicht gegenseitig toleriert werden.
    auf der einen seite haben wir die messerscharfe, bisweilen ans denunzierende grenzende, aber in fast allen fällen angebrachte
    kritik von usern wie Danse_Macabre, groper und sonst noch ein paar anderen.
    auf der anderen seite stehen halt die konstruktiveren, aber langweiligeren, weil weniger effekthascherischen formen des kritisierens.
    letzten endes haben beide formen ihre vor- und nachteile, aber es sollte doch nicht darum gehen den anderen vom jeweiligen stil abzubringen. wieso lässt man den anderen standpunkt nicht einfach gelten. wieso muss man sich immer mit 24798 "wohlüberlegten" argumenten einen sinnlosen überzeugungkampf liefern? ist euch das virtuelle "ego" so wichtig, dass ihr stunden damit verbringt euch zu rechtfertigen und die anderen in frage zu stellen?
    ausserdem: die besten argumente nützen meistens sowieso nichts, denn wenig ist so beharrlich wie eine meinung, auch wenn sie nicht gerechtfertigt ist. jemand, der im argumentativen streit unterlegen ist, wird meistens wütend und beharrt sowieso stur auf seinem standpunkt. selten zieht er/sie den kürzeren und anerkennt seine niederlage.
    wenn beide parteien einsehen, dass es auch anders geht, wäre schon viel getan. toleranz ist hier das stichwort.
    donnerstag - nie wieder
    fernsehzimmer

    Ahora soy un axolotl. Julio Cortazar

    Malgré soi, on est de son siècle. Auguste Comte

  12. #12
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    lol tantalide,
    Auf welche Argumente Deinerseits hätte ich denn eingehen können?
    Wie sowohl Admin Kurushio, als auch talentlos und ich schon bemerkten:
    Außer Falschaussagen bringst Du hier nichts vor.

    Aber:
    Ursprünglich eingetragen von Ashitaka
    Ein überaus imposanter Beitrag, der mich nicht selten eine Lachträne hat wegwischen lassen müssen.

    Alles in allem ein sehr komischer Beitrag, indem einmal erneut mit Witz, Charme und Melone auf der Wahrheit beharrt wird.
    q.e.d.
    Ich bin längst fertig mit meiner Stellungnahme.

    Außerdem:
    Ich muß hier gar nichts beweisen - Du bist der heulende Kläger, der sich hier künstlich echauffiert.
    So schnell vergessen?
    Bemerkenswert.


    Nachtrag:

    Wasfüreingefühl,
    Ja, weise Worte - aber schön wäres, dann erübrigten sich diese Klageliedchen endlich einmal.
    Doch Pustekuchen, sie bilden eine endlose Wiederholungsschleife mit wechselnden Namen...

    [Geändert durch Danse_Macabre am 24-04-2005 um 17:22]

  13. #13
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    "und wieder geht ein Tag vorbei, an dem er weder über sich noch über die Welt um ihn nachgedacht hat. - welch trauriges Gedankengut ! "
    "Es ist eine auffallend rigide Distanzierungstrategie in allen Lagern zu Beobachten" Frank Geerk

  14. #14
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    Zeichen Deiner Einsicht?
    Zur Kenntnis genommen.
    Wenigstens rückst Du vom enervierenden 0815-Lamenti ab.

  15. #15
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    Ganz allgemein - wer hier über wen lacht, finde ich ziemlich belanglos, und ich wäre mal wieder froh, wenn beide Seiten sich ihrem Alter entsprechend verhalten könnten.

    @Danse_Macabre, und im ersten Satz auch an den tantaliden:
    Was ich schon vor Jahren sagte und was Deine Zustimmung fand - jemanden aufgrund der Angaben über sein RL-Dasein anzugreifen bzw. diese lächerlich zu machen ist etwas, das Böse nach hinten losgehen kann. Dein Bild von Dozenten spricht hier Bände der Ahnungslosigkeit.
    Und wenn ich Bildchen sehen wollte, würde ich die Einführung von Avataren befürworten... Dutzendmal das gleiche ani-gif oder Zitat zu sehen ist für mich auch Ausdruck einer unreflektierten copy & paste-Geisteshaltung, in der man seine Gedanken und Argumente nie neu durchdenken muss, sondern sie ja jederzeit abrufen kann. Im Gegensatz zu anderen stört es mich zwar nicht sonderlich, aber es langweilt auf Dauer und ist genauso 08/15 wie die - immerhin freundlich dargebrachten - Worte der Gegenseite.

    @der letzte tantalide:
    Genausowenig wie der literaturwissenschaftliche Lehrbetrieb perfekt ist, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, ist gedichte.com als Veröffentlichungsplattform nicht perfekt und an diverse Sachzwänge gebunden. Wir arbeiten daran.
    Wir leben in einem meinungsfreien Land, und nichts anderes als Meinungen werden in diesem Forum veröffentlicht. Wie im echten Leben fällt es vielen Menschen leider auch hier schwer, damit auf die richtige Art und Weise umzugehen. Die typischen Reaktion auf Kritiker wie Danse_Macabre, die es schaffen, in der Grauzone des hier tolerierten Tonfalles zu operieren, ist entweder direkte Beleidigung oder ein Gegenangriff auf eines seiner Werke. Kaum jemand schafft es, sinnvollere Alternativen zu finden - das (mehr oder weniger vorhandene) Konstruktive herauszufiltern, die Kritik zu entkräften, einen solchen Umgang einfach zu ignorieren o.ä.
    Sicher ist es wichtig, Menschen Mut und Hoffnung zu vermitteln - gute Werte. Als soziales Wesen ist der Mensch aber auch darauf angewiesen, zu lernen, mit Andersdenkenden umzugehen, auch mit jenen, die Schwachsinn reden oder unbequeme Wahrheiten äußern. Das Leben ist nicht widerstandslos, und es würde einem dann auch keine Möglichkeiten geben, an seinen Herausforderungen zu wachsen. Man wird nicht besser, wenn einem nur gesagt wird, was man gut macht - im Gegenteil, dann fördert man nur Fehler, weil man sie übersieht.
    Danse_Macabre ist kein Heiliger und verschafft mir in solchen Momenten mehr Arbeit als mir lieb ist - aber mir ist ein Prüfstein für meine Toleranz und meine Fähigkeiten, mit Unheiligen umzugehen, allemal lieber als ein ewiger Ja-Sager.
    Ganz zum Schluss bitte ich bei Zitaten um Quellenangaben.

    Einen schönen Sonntagabend wünscht
    kurushio
    You know, wars aren’t kids - where you don’t have to pay attention to the youngest one because the older two will take care of it.
    - Jon Stewart

    Schwarze Gezeiten: heichaojing
    in Zusammenarbeit mit Lia: All Along the Watchtower
    (work in progress)

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