1. #1
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    22.04.2005
    Das Leben ohne dich


    Ich schreibe hier allein,
    nun ist ein Jahr vergangen.
    Wie konnte das so sein,
    ich fühle mich gefangen.

    Du hattest uns verlassen,
    ließt uns zurück.
    Wir werden dich nicht hassen,
    das ist unser Unglück.

    Die Erinnerungen kommen mir in den Sinn,
    wie jeden Tag dasselbe.
    Das was ich jetzt bin,
    fehlt mir die zweite Hälfte.

    Mir geht’s so schwer ohne dich,
    wie konntest du das tun.
    In meinem Körper gefangen ich,
    komme einfach nicht zur Ruh.

    Um jeden Atem muss ich ringen,
    sonst sterbe ich wie du.
    Ich muss mich schon dazu zwingen,
    was soll ich nur tun.

    Ich sehe aus dem Fenster,
    die Straße lebt wie immer.
    Draußen lauter Gespenster,
    macht mein Wohlbefinden schlimmer.

    Du verpasst so vieles muss ich meinen,
    sieh dir mein Leben an.
    Du würdest es nicht verneinen,
    ein neuer Abschnitt bei mir begann.

    Du stießt von uns weg mit Gewalt,
    wir sind noch immer geschockt.
    Mir kommt der Schauder kalt,
    in meinem Körper es ausflockt.

    Ich sehe in den Spiegel und sehe mein Gesicht,
    muss wieder einmal lachen.
    Denn das ist nun meine Pflicht.

    Vergangen ist viel Zeit,
    365 Tage schon.
    Sie hat sich sehr beeilt,
    als hätte es sich’s gelohnt

    Nun fängts an im Herz zu stechen,
    muss mich hinlegen.
    Werde meinen Glauben brechen,
    ohne dich kann ich’s nicht pflegen.

    Ich greife mir aufs Herz,
    es tut verdammt noch mal weh.
    Dieses Pichen dieser Schmerz,
    hau doch ab und geh.

    Du fällst nie über etwas Urteil,
    wartest immer geduldig ab.
    Der Berg der war zu steil,
    doch sahst nie über jemanden herab.

    Du warst beliebt bei allen,
    egal ob jung ob alt.
    Man fand an dir Gefallen,
    doch nun ists still und kalt.

    Ich fühlte mich in deiner Nähe geborgen,
    konnte mich bei dir festhalten.
    So vergaß ich all die Sorgen,
    so bleibt nichts mehr beim Alten.

    Man fängt erst an sich zu erheben,
    wenn es längst zu spät ist.
    Wenn die Menschen nicht mehr leben,
    was traurig ist.

    So vergehen viele und viele tage,
    mit Sorgen und mit Leid.
    Jedesmal ists ne Klage,
    nicht mehr lebend in der Zweisamkeit.

    Doch jetzt scheint es nicht wert,
    denn du bist tot.
    Einst habe ich dich begehrt,
    in dieser einzigen und kleinen Not.

    Mein Schatz ich habe dich sehr geliebt,
    und werde es weiterhin.
    Bin froh dass es dich in meinem Herzen gibt,
    ein Tag ohne dich nun beginnt.

    Ich schaue auf Jetzt und auf Heute,
    denn das ist das einzige was ich noch hab.
    Sehe herumirrende Leute,
    jeden Augenblick und jeden Tag.

    Du hast mir deine Sicht des Lebens gezeigt,
    sie war sehr schön und fein.
    In mir hoch eine Träne aufsteigt,
    weil ich bin nicht mehr dein.

    Wir ernteten viel Glück und haben viel gesät,
    kann ich das auch ohne dich,
    die Träume mit dir vom Wind verweht.

    Alles was ich mache scheint nicht zu taugen,
    egal was es ist.
    Das Leben wird auch mich auslaugen,
    weil du nicht mehr bei mir bist.

    Ich war immer ehrlich zu dir und habe dich nicht belogen,
    sah keinen anderen an.
    Habe dich nicht betrogen.

    Das einzige was ich jetzt will,
    bist nur du mein Schatz.
    Drum wird ich nicht mehr still,
    bis ich dich wieder hab.

    Meine Seele ist bald wieder heil,
    denn du bist nicht ganz von mir weg.
    Bleibst du für mich ein Teil,
    wurdest zu Staub aber nicht Dreck.

    „Ich vergesse dich nicht!“ ist was ich dir sende,
    denn das meine ich ernst.
    Auch wenn sie zittern meine Hände,
    du vieles von mir lernst.

    Ich gebe dir all meine Gefühle kund,
    auch wenn ich es dir schon sagte.
    Was rauskommt aus meinem Mund,
    ist Wahrheit und keine Lüge.

    Du konntest meine Sehnsucht niemals verwehren,
    denn auch du liebtest mich.
    Ich kann mich auch jetzt nicht beschweren,
    denn es geht auch ohne dich.

    Wir pflegten dieses große Verlangen, wir befriedigten es auch.
    Die Liebe die wir empfangen,
    ist wie ein duftiger Blumenstrauch.

    Ich werde dich in meinem Verstand bewahren,
    werde dich nicht verlassen.
    Und werde meine Kraft aufsparen,
    darauf ist Verlass.

    Um ehrlich zu sein bin ich scheu,
    denn es ist alles anders.
    Alles ist für mich so neu,
    aber ich lerne.

    Manchmal ertränke ich Kummer und lass mich berauschen,
    fliehe aus meinem Kopf.
    Fange an besser zu lauschen,
    nichts desto trotz.

    Ich schreibe für dich ein langes Lied,
    kann aber nicht gut singen.
    Das was mich in die Ferne zieht,
    wird mir Sättigung bringen.

    Manchmal halte ich meine Ausbrüche im Zaum,
    denn keiner hat dies verdient.
    Ich schaffe das und man glaubt es kaum,
    auch wenn ich’s mal versieb.

    Ich muss raus auf die Straße,
    mich wieder mal bewegen.
    Halte meine Gedanken im Maße,
    vom trotzigen und stressigen Leben.

    Oft wählte ich in meinen Gedanken deine Nummer,
    wollte mit dir viel reden.
    Legte aber auf vor lauter Kummer,
    hatte Angst dir meine Schwäche zu zeigen.

    Drum ließ ich in Frieden das Telefon,
    denn es hatte keinen Sinn.
    Dann fühlte ich mich frei und schon,
    mir böser Gedanke entrinn.

    Wenn du mal krank warst war ich besorgt und fing an zu toben,
    doch du wurdest wieder gesund.
    Fingst du an mich zu loben,
    weil ich so vieles gebe kund.

    Lebtest du würde ich mich nicht beklagen,
    denn es gefiel mir bei dir.
    Wenns mich stört würd ich’s dir sagen,
    du konntest immer kommen zu mir.

    Bald werde ich dich nicht mehr brauchen,
    denn es geht ohne dich.
    Werde nicht mehr in meine Welt eintauchen,
    das verspreche ich.

    Ich werde lernen wieder zu lachen,
    und das Schritt für Schritt.
    Das werde ich absofort machen,
    dann gibt es kein Zurück.

    Ich vermisse deinen wunderbaren Duft,
    oh wie herrlich der roch.
    Nun ist da so eine Kluft,
    in mir ein tiefes und schwarzes Loch.

    Dein Leid merkte keiner es ging bis Endlose,
    ich wünschte mir ich konnt dir helfen.
    Gegen die Entwicklung der Neurose.

    Du lebtest in einer anderen Welt und in deinem Wahn,
    entschiedst du dich endgültig.
    Du warfst dich vor die U-Bahn.

    All die Sorgen und die Not,
    sind entschwunden.
    Denn du bist nicht mehr hier sondern tot.
    Du hast es überwunden.
    Für mich war es das schrecklichste Erlebnis,
    als ich war auf deinem Begräbnis.

    Alles wird gut, versprochen!

  2. #2
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    9

    Talking Lang und gut

    Lang und gut!
    Alles wird gut, versprochen!

  3. #3
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    385
    Hallo Myyyabi,

    zunächst musst du wissen, dass man seine eigenen Gedichte nicht durch Einträge hochspammen darf. Das ist unfair gegenüber den anderen Mitgliedern, die Gedichte posten und somit nach hinten rutschen.
    Zum Gedicht:
    Lang ist es, da hast du recht. Ob es allerdings gut ist, vermag ich zu bezweifeln. Es ist zu lang, die Form (Zeilenlänge, Metrik) zu uneinheitlich, um mich als Leser gefangen zu halten. Die Reime sind zu simpel bis gar nicht vorhanden. Wenn du schon den Kreuzreim verwendest, solltest du das Schema das gesamte Gedicht hindurchziehen. Auch umganssprachliche Ausdrücke wie "ne" sind unangebracht in einem Gedicht. Überhaupt ist die Sprache zu einfach, um zu fesseln. Auch Satzverdrehungen dem Reim zuliebe sind äußerst störend. Dies ist ein guter Ansatz, um ein kürzeres Gedicht mit komprimierter Aussage, schönen Methaphern und guter Form zu schreiben. Doch dies ist eindeutig zu lang und zu unausgegoren. Viel Spass weiterhin!

    Gruß
    chilly
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

    Das Lied meiner Gunst
    Befreite Dämonen
    Der Beginn
    Zukunftsbooterbauer

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