1. #1
    Registriert seit
    Jan 2002
    Beiträge
    2

    Post

    Die Reise aus dem Niemandsland

    Lange war ich im Niemandsland, bin umhergeirrt, nie alleine und doch so einsam.
    Niemandsland?
    Das ist ein grosses NICHTS, ein tiefes schwarzes Loch,
    in das man irgendwann einfach verschwindet, hineinfaellt, unbemerkt.
    Dort ist man ein Hauch von einem Schatten unter vielen Schatten.
    Sonne?... was ist das?
    Ruhe?... was ist das?
    Friede?Liebe?... was ist das?
    Man irrt umher, immer auf der Suche nach irgendetwas.
    Rastlos, unruhig. Man findet es nicht.
    Aus lauter Verzweiflung verschenkt man alles was man hat.
    Seine Kraft, seine Liebe, seine Wuensche, zum Schluss sein ganzes Ich.
    Jeder Schatten, der vorbei kommt, bekommt etwas ab.
    Bis nur noch ein grosses NICHTS uebrigbleibt.
    Dann kommt die unendlich grosse Leere.
    Und man irrt weiter, tiefer und tiefer ins Niemandsland hinein, in die Dunkelheit.
    Rastlos, leer, ausgehoehlt, eben ein NICHTS!

    Doch dann... eines Tages...dringt durch die Tiefe der Dunkelheit ein Schimmer.
    Weit vorne, schwach noch, aber er ist da.
    Am Anfang beachtest du ihn nicht, irrst weiter.
    Doch der Schimmer wird zu Licht und sendet seine Strahlen, solange,
    bis sie dich erreichen.Sie beruehren dich.
    Du bleibst stehen, verwundert, erstaunt!
    Was ist das?
    Da ist Etwas!
    Lange nicht mehr gefuehlt, erfuellt es dich , dringt in dich ein,
    gibt dir Kraft und Waerme, und du merkst, wie es dir gut tut.
    Du nimmst die Strahlen auf, skeptisch und doch irgendwie froh.
    Langsam gehst du auf dieses Licht zu. Der Weg ist kurz,
    im Vergleich zur Vergangenheit.
    Auf dem Weg zum Licht merkst du, wie du dich wandelst, wie aus dem
    grossen Nichts etwas entsteht. Du kennst es, hattest es nur lange Zeit verdraengt.

    Dann zerreisst die Dunkelheit vor dir und du trittst hinaus. Du stehst vor einer Lichtung.
    Sie ist ueberflutet von goldenen Sonnenstrahlen.
    Die Strahlen blenden dich. Du schliesst die Augen. Zu lange warst du in der Dunkelheit,
    die sich hinter dir verschliesst.
    Ganz langsam oeffnest du die Augen wieder und laesst es zu, dass die Sonnenstrahlen dich durchfluten.Du nimmst alle Energie auf, die sie dir schenken und betrittst die Lichtung.

    Ploetzlich wirst du umringt. Nicht von Schatten, die dich in der Vergangenheit
    begleitet hatten. NEIN!
    Sondern von wohlvertrauten Gefuehlen.
    Liebe, Freude, Schmerz, Trauer und von der Existenz, vom IST .
    Du findest dich wieder, inmitten einer Blumenwiese, umgeben von Baeumen,
    die sich sanft im Wind wiegen.
    Tief atmest du die Luft ein, geniesst das Gefuehl, wieder DU SELBST zu sein.
    Wieder faehig sein zu leben, lieben, zu SEIN!

    Langsam und vorsichtig gehst du ueber die Wiese.
    Du schaust nicht zurueck.
    Die Dunkelheit liegt hinter dir, du merkst, wie sie lauert, dass du zurueck kommst.
    Aber am Ende der Lichtung erwarten dich Freunde. Du siehst sie.
    Sie breiten ihre Arme aus, um dich in ihren Kreis aufzunehmen, dich zurueckzufuehren,
    in die Welt, in der du jetzt wieder deinen festen Platz gefunden hast.

    Und am Morgen wachst du auf und merkst,du bist wieder du selbst und
    DU LEBST!
    Und dieses Gefuehl ist ein wunderbares, fantastisches, unendlich gutes Gefuehl.
    ehlana

  2. #2
    Registriert seit
    Jan 2002
    Beiträge
    21
    Dein Gedicht drückt genau die Gefühle aus, die wahrscheinlich jeder von uns schon mal gehabt hat...aber so wunderschön muss man sie erst mal niederschreiben können...

  3. #3
    Registriert seit
    Jan 2002
    Beiträge
    2
    hallo nice.
    gefühle aurzudrücken ist nicht immer leicht.
    dem einen liegt es dem anderen nicht.

    leider ist diese geschichte auch schon wieder schnee von gestern, aber ich habe wenigstens die erinnerung an diese zeit behalten. und die kann mir niemand nehmen.
    ehlana

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Lebensabschnitt (gewidmet)
    Von Engelderliebe im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 15.10.2008, 11:57
  2. Lebensabschnitt des Herrn Lunge
    Von Kerl im Forum Archiv
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.10.2007, 00:50
  3. Lebensabschnitt
    Von Triensche im Forum Archiv
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 20.01.2003, 14:53

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden