Holde Veritas

Meine Lebenswurzeln sind gesprossen
Aus dem kargen Grund der Lügen
Veritas – du Holde, eingeschlossen
Fern, mir Schmerzen zuzufügen

Einzig du hast grenzenlose Macht,
In eines Augenblickes Winke
Zu entfachen mörderische Schlacht
In deren Taumel ich versinke

Alles wärest du imstande
Mir zu nehmen
Hinterlassen nichts als Schande,
Schmerz und Tränen

Doch zu lange habe ich gebaut
Am Funkelglanze meines Seins
Und sei deine Stimme noch so laut
Sie dringt nicht durch das Reich des Scheins

So ertränke ich dich immerdar
In des Luges süßem Trunke
Dass das Fegefeuer der Gefahr