1. #1
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    wenn man nur noch tränen aus sandpapier zu weinen vermag
    verbreitet jede träne schmerzen
    und doch will man weinen jeden tag
    genießt jede träne aus vollem herzen

    manchmal steht die welt ganz still
    im gedanken an den menschen den man mag
    ohne, dass man es will,
    solange man ihn im traum auf händen trag

    im traum, im traum, nur im traum
    fällt das schlafen nicht mehr schwer,
    tut das sprechen nicht mehr weh,
    scheint das leben nicht mehr leer
    als ob die welt sich nicht mehr weiter dreh

    doch irgendwann erwach ich,
    schon wieder fängt es an zu regnen
    jeder regentropfen scheint sich
    zum ersten mal zu begegnen
    sie begegnen sich nur einmal
    um zusammen zu sterben
    leiden ein letztes mal
    um gemeinsam wiedergeboren zu werden;
    wünscht, ich wär auch ein regentropfen
    würd sogar alleine sterben
    nur um als träne aus sandpapier
    in dir wiedergeboren zu werden

  2. #2
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    Hi
    wow, die Sandpapier-Metapher schlägt ein.Ein wirklich starkes Bild! Auch die Einbeziehung des Regens ist dir gut gelungen.
    Allerdings fehlt mir in deinem Gedicht die Form.
    Es fehlt an Rhythmus, der ein Gedicht noch viel schöner werden lassen kann.In guter Form ist das Ganze auch schon vom Ansehen viel besser.
    Ich würde es noch einmal überarbeiten , aber nur formell, die Metaphern sitzen gut.

    Mfg
    Bibedibu
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  3. #3
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    da haste recht...vom rhythmus isses noch sehr bearbeitungswürdig...(ich glaub, das mach ich auch noch)...hab ich mir auch schon vorher vorgenommen, aber war gestern irgendwie zu faul...

  4. #4
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    Ursprünglich eingetragen von SmashingPumpkin
    wenn man nur noch tränen aus sandpapier zu weinen vermag
    verbreitet jede träne schmerzen
    und doch will man weinen jeden tag
    genießt jede träne aus vollem herzen
    Ursprünglich eingetragen von Danse_Macabre:
    -sic!-
    Der Herz-Schmerz-Reim...
    Wie überaus fatal.

    Dieser Reim ist das Geleé Royale der schmalzigen 08/15-Stereotypenorgien.
    Er ist einfach dermaßen vollkommen verbraucht, daß auch die zehntausendste Wiederholung
    dieser zutiefst einfallslos-ausgetretenen Kombination nicht zu neuem Glanz verhilft.
    Leider ist solch ein Mißgriff in der Regel auch signifikant für eine allgemein das Stück
    belastende inhaltliche und stilistische Einfallslosigkeit. Es wirkt, als kopierst Du
    lediglich die Klischeephrasen aus Schlager und bohlen´scher Popmusik.
    Abgesehen von diesem lausigen Reim:
    Diese Strophe hat grobe inhaltliche Lücken.
    Wenn Tränen schmerzen erscheint es äußerst unlogisch, dieses Weinen auch noch zu genießen und jeden Tag betreiben zu wollen. Außerdem wirkt diese Strophe wie eine heillose Selbstmitleidsorgie.


    manchmal steht die welt ganz still
    im gedanken an den menschen den man mag
    ohne, dass man es will,
    solange man ihn im traum auf händen trag
    Schlechte Reime: deutlich zu simpel angelegt.
    Wirken dadurch etwas banal.
    Zudem sehr kitschig.


    im traum, im traum, nur im traum
    fällt das schlafen nicht mehr schwer,
    tut das sprechen nicht mehr weh,
    scheint das leben nicht mehr leer
    als ob die welt sich nicht mehr weiter dreh
    Ist Dir eigentlich bewußt, daß Du nach 3/4 des Gedichts immernoch nicht begründest, warum die Tränen schmerzen und deswegen tagaus tagein fließen müssen? Stattdessen reihst Du Herzschmerz-Aspekt an Herzschmerz-Aspekt - ganz so, als würdest Du in einer Checkliste aufschreiben, was alles theoretisch denkbar weh tun müßte.


    doch irgendwann erwach ich,
    schon wieder fängt es an zu regnen
    jeder regentropfen scheint sich
    zum ersten mal zu begegnen
    sie begegnen sich nur einmal
    um zusammen zu sterben
    leiden ein letztes mal
    um gemeinsam wiedergeboren zu werden;
    wünscht, ich wär auch ein regentropfen
    würd sogar alleine sterben
    nur um als träne aus sandpapier
    in dir wiedergeboren zu werden
    Rüüüührend sentimentales Ende, aber einen logischen Bogen schließt Du damit auch nicht. Womöglich hat die tränenverhangene Sicht das lyr ich so beeinträchtigt, daß diesem nicht mehr in den Sinn gekommen ist, dem Leser mitzuteilen, was eigentlich überhaupt los ist. Es geht anscheinend um irgendein Du, daß - geschlechts- und eigenschaftslos - vom lyr ich angeflennt wird, obwohl es gar nicht da ist. Womöglich sogar weil es nicht da ist? Denkbar wär´s, doch muß man wohl schon Emotionsjunkie par excellance sein, um sich hier dermaßen halsüberkopf drin zu ertränken (schließlich steht das Wasser schon metaphorisch bis zum Hals des suizidalen lyr Dus), daß einem die massiven erzählerischen Schwächen dennoch als "gut gesetzte Metaphern" erscheinen...

  5. #5
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    ich werde mich versuchen zu bessern...es tut mir so leid...ich werde mich sofort erschießen un meine überreste verbrennen lassen...die asche ins weltall schießen un damit glücklich sein...asche auf mein haupt...nee, ma im ernst...wenigstens sagts mal einer...danke...

  6. #6
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    Tränen aus Sandpapier

    Finde dein Gedicht sehr ausdrucksvoll. Kann mich gut in
    deine Gefühlswelt reinversetzen. Doch das Leben muß weitergehen....

  7. #7
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    Ursprünglich eingetragen von Danse_Macabre
    ..., doch muß man wohl schon Emotionsjunkie par excellance sein, um sich hier dermaßen halsüberkopf drin zu ertränken (schließlich steht das Wasser schon metaphorisch bis zum Hals des suizidalen lyr Dus), daß einem die massiven erzählerischen Schwächen dennoch als "gut gesetzte Metaphern" erscheinen...

  8. #8
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    hey, aber: lol...man kann diese lücken auch als aufforderung an den leser ansehen, eben diese auszufüllen und somit kann man nicht von lücken sprechen, sondern von interpretationsfreiheit...platz für den konsumenten sich hineinzuversetzen...aber man muss es wirklich noch überarbeiten...naja...

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