Thema: Kopfkrieg

  1. #1
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    Die Schlange kriecht im Zimmerschrank
    Buch, Papa, Tisch; ...ist krank
    Ich will, nein danke kein Hunger; Halt!
    Mir ist kalt mir ist kalt mir ist kalt

    Warum kommen sie (schwarz) denn nicht
    Die Schlange? Schau mir ins Gesicht
    Moment mal, ich bin doch (Schnitt)
    Gehst du auch? Nimm mich mit!

    Manchmal frag ich m...auch n Stück?
    Ich will...kein Hunger...zurück
    Widerhall Widerhall Widerhall
    Nein; Ja; Nein; Nein! (KNALL)

  2. #2
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    Entschuldigung bitte, es kann sein ich irre mich oder ich bin heute außergewöhnlich blind für jede lyrische Tiefe, aber ich kann hier weiß Gott nicht viel draus lesen. Ich finde es ist schlecht und gehört, wenn überhaupt, dann in Experimentelles, darüber würde ich mir dann auch nicht ein solches Urteil erlauben wollen, denn es gibt bestimmt Leute denen sowas gefällt. Sorry ich kann damit nix anfangen. Äußerlich besitzt es ja eine Struktur aber die Umsetzung. Selbst nach mehrmaligem Lesen fällt mir dazu nix weiter ein als...schlecht.

  3. #3
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    Leistet das lyr. Ich Hebammendienste an einer Schlange?

  4. #4
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    schizoprenie?
    unentschlossenheit?

    Den titel find ich sehr passend,
    auch den Knall am ende hast du sehr schön beschrieben.
    Aber welche Schlange meinst du? Klapperschlange?
    Gelbgestreifte Lizards?

    F.

  5. #5
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    Hi
    ich hatte dir ja versprochen, dein Gedicht zu interpretieren,
    aber sorry, ich glaub nicht dass ich's blick.
    Der Erzähler wechselt andauernd zwischen den Situationen.
    Das könnte entweder übertrieben das Chaos darstellen, das immer in unseren Köpfen herrscht.Allerdings sprichst du von einer Schlange, die im Kleiderschrank hockt.Sie lauert auf das lyr. Ich. Das könnte man als chronisch wiederkehrende psychische Krankheit sehen (evt. Schizophrenie wie farbeimer meinte).
    Am Ende knallts ja auch.Ein Pistolenschuss? Er wird völlig verrückt?

    Naja, mehr fällt mir dazu nicht ein.
    Sorry
    Bibedibu
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  6. #6
    barfly Guest
    also mir gefällt es doch recht gut. wie schön erwähnt wäre es vielleicht bei experimentelles besser aufgehoben, aber nun gut.

    ich stelle mir gedankenblitze vor durch durch den kopf des lyr. ichs schießen und ein stückweit choas verursachen.
    die einzelnen aspekte kann ich jedoch nicht deuten.


  7. #7
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    Auch mir gefällt es. Ein frischer Wind in den sonst leider meist öden Gestaden dieser Rubrik. Du spielst interessant mir Bildern und Brüchen im Inhaltlichen, wie auch im sprachlichen Sinne. Einzig S1Z3 stört mich vom Lesefluss her.
    Aber im Grundsatz äusserst interessant und fordernd.
    Prädikat Lesenswert
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

  8. #8
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    Hallo ,


    ich habe schon beim ersten Lesen ein gewisses Bild vor Augen gehabt, das sich jetzt festgesetzt hat: Ich sehe ein Kind (Teenager) und seine Eltern.

    Angst und evtl. seelische Grausamkeit, vielleicht auch einfach nur Missverstehen, machen das Gefühlsbild des Kindes aus, dass sich aber dennoch nach den Eltern sehnt. Es fühlt sich allein und zurückgewiesen, so weist es denn im Gegenzug die traditionellen Pflichten (Nahrung und Gesundheit) der Eltern zurück um aktiv zu strafen (Nahrungsverweigerung und Selbstverstümmelung). Die Wechsel zwischen Gedanken und wörtlicher Rede, Diskussionsauszüge, finde ich sehr gelungen, falls es den welche sind.

    Falls ich mich jetzt wunderbar vergaloppiert habe, ist es mir eigentlich auch egal, denn es hat Spaß gemacht, das zu lesen. Danke, Bogus.


    Liebe Grüße
    therzi

  9. #9
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    ich finds auch sehr gut...mir gefallen besonders diese elemente schnitt, knall etc., aber irgendwie versteh ich die letzte strophe nich so recht...es wirkt im allgemeinen wie ein familienessen...un da gibt es ja so den meisten stress...ich finds cool, wie sachen eingeschoben sind, die man im zusammenhang versteht...was willst du damit ausdrücken?

  10. #10
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    Guten Tag!
    Es freut mich sehr, auch positive Kritiken lesen zu können. Ich verrate euch mal, was ich mir dabei gedacht habe, wenn es dann vielleicht auch weniger anspruchsvoll ist, als manch einer dachte.
    Bibedibu und Farbeimer haben ihre Interpretation gut getroffen, es ging mir tatsächlich um Schizophrenie. Die Schlange ist das Symbol der Gedanken oder des Gedankenstrangs, der sich durch die verschiedenen "Türen" und "Schubladen" (Zimmerschrank) der Gehirnwindungen schlängelt.
    Zu therzi: Du hast vielleicht nicht ganz getroffen was ich gemeint habe, aber zumindest habe ich mir beim schreiben einen jungen Menschen vorgestellt. Wegen "Papa" ist ein Kind natürlich naheliegend, fällt mir selbst gerade auf
    Der Hunger dient lediglich als Beispiel für einen Gedanken, der wegen der Krankheit sofort wieder unterbrochen wird. Ich hätte genau so gut "Spazieren gehen" o.ä. nehmen können. Sehr schön, dass ich Dir Spass bereiten konnte, danke auch!
    "Schnitt" und "Schwarz" sind einfach die Momente in denen gerade überhaupt kein Gedanke da ist.
    Am Ende einigen sich die beiden Persönlichkeiten darauf, sich zu erschießen.
    Danke für die comments.

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