1. #1
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    als der Kirchturmfalke seine Flügel schlug
    schlugen mit ihm laut die Glocken
    die verkündeten die Zeit
    flog hinweg im Staub der Gräber

    still zurück blieb nur die Nacht
    vereinzelt schrieen Nachtigalle
    - nicht der Zeit verkündend -
    sie verhöhnten nur den Sinn

    [Geändert durch Goosie am 29-04-2005 um 18:06]
    considerate la vostra semenza:
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  2. #2
    barfly Guest
    hallo Goosie

    du schreibst im moment so viel, da kommt man gar nicht hinterher.

    du hast das thema zeit sehr gut umgesetzt, indem die zeit davon fliegt wie ein vogel. die beiden vogelbilder, die du hier verwendest können unterschiedelicher nicht sein. der falke, ein raubvogel, der im sturzflug wahnsinne geschwindigkeiten zurücklegen kann und auf der anderen seite die nachtigall. ein singvogel, mit der wahrscheinlich schönsten melodie.

    der schluss gefällt mir besonders gut. ich bin aber immer noch am rätseln, denn m. E. gibt es mehrere lesarten.

    gruß
    barfly

    [Geändert durch barfly am 03-05-2005 um 11:05]

  3. #3
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    soviel schreib ich nun auch wieder nicht
    freut mich, dass es dir gefällt und du dir immer wieder die zeit nimmst meine gedichte zu lesen
    woran rätselt du noch? bei der leseart des schlusses?

    liebe grüße
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  4. #4
    barfly Guest
    ja es ist eher der schluss. ich deute es doch so, dass die nachtigallen den sinn der zeit verhöhnen, in der leben als existenz überhaupt möglich ist.

    wenn ich mich nicht irre, hast du schon mal ein gedicht mit einem ähnlichen gedanken geschrieben. es erinnert mich immer an sartre und camus

    in dem man da unabwenbare verachtet, kann man dem ganzen doch einen sinn entnehmen.

    grüße

  5. #5
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    da irrst du dich nicht das leben und die zeit sind absurd und deshalb verhöhen sie das leben und die zeit. ist eigentlich ja immer dasselbe, auch camus war dieser ansicht, als er vom mythos des sisyphos schrieb
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