Thema: Das Herz

  1. #1
    Registriert seit
    Apr 2005
    Beiträge
    2
    Die Nacht senkt sich hernieder
    Die Zeit macht es dem Einsamen schwer
    Der Frost streckt seine Glieder
    Und eines Mannes Herz, es sehnt sich sehr

    Ein einsamer Mann, er geht hinaus
    Die Straßen, sie sind menschenleer
    Der Mondschein strahlt nicht, er ist aus
    Des Mannes Herz, es sehnt sich sehr

    Der Mann läuft lange weiter
    Auf dem Fluß ist kein Verkehr
    Seine Gedanken kreisen, sie sind nicht immer heiter
    Des Mannes Herz, es sehnt sich sehr

    Er kommt nach Hause, in die Stube
    Niemand da, die Stille lastet schwer
    Keine Frau und auch kein Bube
    Des Mannes Herz, es sehnt sich sehr

    Er begibt sich nun zur Ruh
    Er träumt von Frau und Kinde
    Er schließt jetzt beide Augen zu
    Des Mannes Herz, es hofft, daß er sie finde
    Das Woelfchen

  2. #2
    Registriert seit
    Dec 2003
    Beiträge
    380
    Hi Woelfchen!

    Wenn ich ehrlich sein soll, bin ich von deinem Werk nicht gerade umgehauen worden. Es kling so, wie soll ich sagen, so abgestumpft und lau. Von der Idee her ist es ja ganz ok, aber ehrlich gesagt hat man nicht wirklich Lust das komplette Gedicht fertig durchzulesen. Zum einen liegt dies an der ständigen Wiederholung des Satzes "Des Mannes Herz, es sehnt sich sehr" (der Satz an sich gefällt mir widerum sehr gut), zum andren an den äußerst langweiligen und unkreativen Reimen (die wieder aus der Wiederholung entstehen). Versuch doch einfachmal ein kleines bisschen mehr Gefühl in dein Gedicht einzubringen. Arbeite mehr mit sprachlichen Bildern. ("Der Frost streckt seine Glieder" war ja schon mal gar keine schlechte Personifikation für den Anfang.) Seltsam klingt noch der Vers "Der Mondschein strahlt nicht, er ist aus", diesen würde ich noch ändern.

    Mfg

    Weißer_Teufel

    Wenn du nichts hast, für das du sterben würdest, hast du nicht richtig gelebt.

    It’s better to burn out, than fade away.
    (Kurt Cobain)

    Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben.
    Marc Aurel (121-180)

    Sein wir realistisch und versuchen das Unmögliche.
    (Che Guevara)




  3. #3
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    Schöne Verse, die das Mitgefühl des Lesers ansprechen. Richtig - man kommt ins Sinnen. Und freut sich dann, dass einem selbst das Schicksal dieser erdachten Person erspart worden ist. Und alles andere zählt - nicht nur in der Lyrik - im Grunde doch nicht.

    Es grüßt
    Pully

  4. #4
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    eben. wundervoll erfasst, meine Gedanken @Pully

    und was das Abgestumpfte angeht:
    ich behaupte jetzt einfach mal, das war Absicht, wenn auch nicht bewusst vllt.
    denn wie sonst verhällt sich ein solcher Kerl, dessen Herz sich so sehr sehnt?
    er wird kaum jeden Tag da sitzen und darüber grämen, heulen und jammern, daß es nicht so ist, wie es ihn sehnt!
    er stumpft ab. er stumpft sich selber ab, um sich eben jenes Grämen, Heulen und Jammern zu ersparen -
    seiner Seele nicht nochmehr unnötigen Schmerz und Kummer zu bereiten.
    und trotzdem fühlt er, in so manchem Augenblick, was ihn tief im Innersten bedrückt.
    und das wird imo gut durch die von dir beschriebene Weise (der ständigen Wiederholung des einen Satzes) vermittelt.

    ich find das Gedicht wunderbar. es versprüht nicht diese liebesbunte Freudigkeit und spricht dennoch (oder gerade deshalb?) den warmen Flecken unseres Herzens an. schön..
    Auf das die Tauben leuchten - weiß und hell, wie der volle Mond!

    (Liebe und Romantik) - Willst du? / Der (formulierte) erste Schritt?!(7) - Geschöpfe(6)
    Danke daß es dich gibt.(5) - Der erste Schritt?!(2) - Trümmerfeld(1)
    Liebe ist Schmerz(3) - Vom Gedicht zum Dialog in gereimter Fortsetzung
    (Diverse) - Zuviel des Guten?/Essenz der Freundschaft(4)

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