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  1. #1
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    Ich denke täglich an Suizid.
    Sehe oft nichts, was mir Hoffnung gibt.
    Ich träume dann vor mir hin.
    Sehe, dass ich tot bin.

    Ob Tabletten oder erschossen,
    ob gesprungen oder Blut vergossen.
    Bin tot, erlöst von meinem Leid hier auf Erden.
    Bin endlich frei. Kann nur noch glücklich werden?

    Dann sehe ich dich an meinem Grabe stehen.
    Doch dein Gesicht ist nicht zu sehen.
    Bist du nur betrübt oder weinst du?
    Füge ich dir mit meinem Tod Schmerzen zu.

    Bin erlöst von meinen Qualen, endlich.
    Doch der Preis ist zu hoch für mich.
    Familie und Freunde trauern.
    Und ich fange an meine Entscheidung zu bedauern.

    Komme zur Besinnung, find zurück in die Realität.
    Bin wieder bei Verstand, es ist noch nicht zu spät.
    Ohne dir die Wahrheit zu sagen die Welt verlassen?
    Nein. Dafür würde ich mich ewig hassen.

    Wie viel ich für dich empfinde werde ich dir sagen,
    wenn ich den Mut habe, es zu wagen.
    Stelle dir die alles entscheidene Frage,
    wenn ich weiß, dass ich die Antwort ertrage.

  2. #2
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    Ein sehr gelungenes Gedicht das eine Art zweite Seite des Suizids zeigt wie ich finde.

  3. #3
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    das gedicht ist web-space-verschwendung
    (auch jede weitere antwort darauf)

  4. #4
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    nur wegen einer evlt. lieben sich umbringen weil man nicht im stande ist es demjenigen zusagen? ich fi´nde das ist kein grund an suizid zu denken.
    desweiteren hast du versucht zu reimen, was du fst durchgehalten hast, außer in den ersten 2 zeilen. suizid-gibt reimen sich nicht, finde ich zumindest.
    mfg DarkEyes
    Wenn du damit beginnst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.
    George Bernard Shaw

  5. #5
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    Eine Erpressung.
    "Liebe mich, oder Du bist an meinem Tod schuld!!"

    Sorry, aber Abneigung oder Verachtung läßt sich damit sicherlich nicht revidieren - es kommt allenfalls noch der Aspekt des sich-abgrundtief-lächerlich-machens hinzu.

    Das lyr Ich zelebriert hier nur eine äußerst egoistische Konzentration auf reichlich Selbstmitleid und Vorwürfe an die Schuldige (da lyr Du) der Misere des lyr Ichs. Diese Sichtweise ist m.E. äußerst beschränkt und stellt sich überhaupt nicht den das lyr Ich belastenden Problemen.

    So bleibt dieser Text nur im heroisch-inszenierten und maßlosen Selbstbemitleiden einer egozentrierten Weltsicht stecken ("Jammern!!! Oh Gott, Jammern!!!!"). Das lyr Ich ergibt es sich einfach (weil es ja so viel leichter ist) in diese so fürchterlich heldenhafte Leidens-Pose und ignoriert jede rational diktierte Erkenntnis, daß seine feige Schicksalsergebenheit der eigentliche Auslöser seiner Agonie ist.

    Sich selbst zu hinterfragen - dazu ist es nicht in der Lage.


    Lonley Spirit,
    Dein Engagement in allen Ehre, aber ich denke nicht, daß Du weißt, wovon Du plapperst.

    Chris1 hat´s perfekt charakterisiert.


    [Geändert durch Danse_Macabre am 01-05-2005 um 17:25]

  6. #6
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    @ Danse_Macabre
    Es mag sein das ich bei weitem nicht so viel Ahnung habe wie Sie.
    Aber hätte ich keine Ahnung dann würde ich wohl kaum etwas posten.

  7. #7
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    netzer:

    du hast recht:
    hätte ich geschwiegen, wäre ich still geblieben.

    dass du fortführend auch noch krampfhaft versuchst, deinen (weitern unnützen) kommentar mit einer an den haaren herbeigezogenen interpretation des texte zu rechtfertigen...

    aber ja, das leben kann schon manchmal grausam sein.
    dabei ist es auch noch so furchtbar schwer zu greifen, wenn man es zu hause in seinen pc tastatur hackt...

    trotzdem will, kann und werde ich nicht die worte eines frustrierten minderjährigen akzeptieren, die er mir ohne moral, weitsicht und objektivität vor die füsse kotzt.

    "Und wir alle wissen ja, wie kostbar Web-Space ist. Aber dein Kommentar, chris1, der ist keine Verschwendung, nur das Gedicht selbst und jeder weitere Kommentar. Ziemlich großkotzige Attitüde, wie ich finde."

    Da hat es aber jemand verstanden...

    [Geändert durch Chris1 am 01-05-2005 um 17:04]

  8. #8
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    Ursprünglich eingetragen von Lonley Spirit
    @ Danse_Macabre
    Es mag sein das ich bei weitem nicht so viel Ahnung habe wie Sie.
    Aber hätte ich keine Ahnung dann würde ich wohl kaum etwas posten.
    Dann versuch doch mal das, was Du zu wissen vermeinst, in einem reflektierten Kommentar mitzuteilen, bei dem man erkennen kann, daß Du über die Stärken und Schwächen des jeweils vorliegenden Stückes nachgedacht hast. Denn Dein erster hiesiger Kommentar dokumentiert nichts dergleichen und wirkt oberflächlich und recht geistlos, da dieses Stück eben nichts dergleichen ausdrückt, was Du zu sehen glaubtest. Hier wird keine "zweite Seite des Suizid" beschrieben, sondern nur eine kindlich-naive Erpressung, um seinen Willen jemandem aufzuzwingen.



  9. #9
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    Wer oder was versuchst du denn zu sein, chris1? So weit entfernt von der Pubertät bist du selbst doch noch nicht, um so großväterlich aufzutreten. Deine ganzen Ausflüsse von wegen krampfhafter Versuch, an den Haaren herbeigezogen usw. bleiben lediglich ohne Moral, Weitsicht und Objektivität herausgekotzte, unbewiesene Behauptungen. Wer bist denn du, um das alles quasi ex-cathedra verkünden zu dürfen? Wer soll dich denn danach noch ernstnehmen?

    Abschließend möchte ich keenreader wahrlich nicht zu viel Ehre antun aber Rimbaud war auch ein frustrierter Teenager, als er seine als Meisterwerke anerkannten Gedichte schuf. Und das ganze arrivierte Gesockse, bis auf ein paar delirierende, schwule Poeten aus Paris wollte ihn darob zum Teufel jagen. Die anderen haben ihn vermutlich protegiert, weil er sich dafür in den Arsch ficken ließ. Nicht einmal volljährig (nach damaligem Recht) hörte Rimbaud bereits wieder mit der Dichterei auf und bezeichnete seine Werke später als ebenso armselig, wie du hier dieses abqualifizierst. Hätte es damals ein Board wie dieses gegeben und der kleine Arthur hätte sich dort eingeloggt, wären seine Werke vermutlich nicht einmal entstanden, weil irgendein Dichterdarsteller wie chris1 den Teenie zur Schnecke gemacht hätte.

    Und nun schrei gerne auf, dass ich keenreaders belangloses Gedicht in einem Atemzug mit Rimbaud nenne. Ich halte jede Wette, dass du und die Leute deines Schlages hier einen neuen Rimbaud nicht einmal erkennen würden, wenn er euch vor die Füße kotzte. Letzteres sollte man aber auch dann tun, wenn man es nicht ist.

    Ich verachte deine hier dargebotene Attitüde zutiefst.

    ja, was hat denn das mit meiner meinung zu tun?

    ich denke, ich habe alles gesagt.
    nochmal in der zusammenfassung:

    - ich halte das gedicht für überflüssig, kopiert und kindisch (sowie autobiographisch)
    - ich denke, dass du nur versuchst diesem gedicht irgendetwas abzugewinnen, weil ich mich dagegen stelle
    - rimbaud hat hier wirklich nichts zu suchen
    - die allgemeine meinung interessiert mich nicht

    und weil du nett gefragt hast:

    ich bin chris1. (bzw. ich versuche es zu sein)
    chris1 ist kein blinder danse_macabre fanatiker, der im "windschatten des meisters" seine existenzberechtigung sucht.
    ich betrachte ihn als durchaus selbständigen und halbwegs abgeklärten charakter.

    [Geändert durch Chris1 am 01-05-2005 um 19:29]

  10. #10
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    Also mal abgesehen von der typischen Fantasie, so ich bring mich um, das habt ihr nun davon und nun tut es euch leid, wärt ihr doch gleich nett zu mir gewesen, die ich nur bei Menschen mit echten psychischen Problemen akzeptiere und nicht einmal dann bei allen. Ich erkenne die Poesie von gestörten Menschen inzwischen ziemlich gut, Deine ist nicht typisch dafür, hast Du als Dichter noch ein zweites Problem,


    Deine Poesie entspricht zwar formal halbwegs den Kriterien, die an diesem Board auf Gedichte angewendet werden, doch sie ist auch ein Beispiel für die gähnenden Langeweile, die sich breit macht wenn jemand ohne die geringste Inspiration suizidale Klischees bedient und nicht mal bei der Wortwahl einen Ansatz von Originalität zustande bringt. Dies ist zwar kein Gothic-Board, aber auch dann sollte die Beschäftigung mit dem Tode doch etwas mystisches, geheimnisvolles, emotional mitreißendes vermitteln wenn nich gar das Herz des Lesers zerreißen. Diese Wirkung erziehlst Du nicht, im Gegenteil.


    Mit der Geburt beginnt das Sterben, wie wir sterben ist eine Frage des Stils.

    demon17

    [Geändert durch demon17 am 01-05-2005 um 18:18]

  11. #11
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    @Danse_Macabre
    Ich betrachte das keines wegs als "nur eine kindlich-naive Erpressung, um seinen Willen jemandem aufzuzwingen."
    Es ist ja nicht so das es heisst lieb mich oder ich bring mich um und du bist schuld!
    eher mein Leben ist eine Qual der Tod wäre schöner ABER ich will euch nicht verletzen und darum lebe ich weiter.
    Und das betrachte ich als zweite Seite des Suizids.
    Tolerz ist die erkenntnis das es keinen Sinn hat sich aufzuregen

  12. #12
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    Quatsch mit grüner Soße.
    Das lyr Ich sagt es doch ganz konkret:
    Dann sehe ich dich an meinem Grabe stehen.
    Doch dein Gesicht ist nicht zu sehen.
    Bist du nur betrübt oder weinst du?
    Füge ich dir mit meinem Tod Schmerzen zu.
    Was Du als "zweite Seite" betrachtest, ist lediglich die Feigheit, die Konsequenzen der eigenen Handlung auch zu verantworten. Wäre das lyr ich mutiger, dann wäre es gar nicht erst in dieser beschissenen Situatin, dem lyr Du mit Selbstmord drohen zu müssen, sollte dieses sich nicht einem Sozialarbeiter gleich dem lyr ich annehmen.

  13. #13
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    Ach, rede ich mit Dir?
    Ich kann mich nicht entsinnen.
    Also pub auch nicht am Rande rum.

  14. #14
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    Ich persönlich sehe keinen Fehler in netzers Argumentation in Bezug auf das Gedicht...
    *kluger Spruch*
    *keine Auflistung meiner Gedichte*

  15. #15
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    Ich auch nicht unbedingt.
    Ich sehe den Fehler in Netzer.

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