Thema: Blut

  1. #1
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    Blut. Überall Blut und Dunkelheit. Eigentlich ist es nicht dunkel. Es gibt Diskoblitzer und so etwas. Es ist ganz still. Obwohl alle schreien. Ganz still. Er liegt auf dem Boden. Einfach auf dem Boden. Warum? Seine schwarze Kleidung ist rot. Das Blut glänzt irgendwie. Wie Rubine auf schwarzem Samt. Ich muss träumen. Das ist nicht die Wirklichkeit. Das darf nicht die Wirklichkeit sein! So etwas passiert mir nicht! Er liegt immer noch dort. So viel Blut. Ich bin auch ganz still, genau wie er. Neben ihm liegt etwas. Etwas silbernes, glänzendes. Das Messer! Sein Messer. Ein Butterfly-Messer. Es war teuer gewesen, er hatte es gemocht. Blut. Blut und Dunkelheit. Ich will hier weg! Das ist nicht meine Welt. Meine Welt ist hell und schön und die Dinge geschehen so, wie ich das will. „Mein Tod ist nur ein weiteres Opfer auf deinem Weg immer noch mehr zu wollen“ hallt es in meinem Kopf. Es ist nicht mehr still. Ich schreie auch aber ich höre meine Stimme unter den vielen nicht heraus. Ich habe Angst. Vor mir selbst. Ich kann es nicht erklären es ist einfach so. Wo ist Michael? Ich will zu Michael! Ich sehe ihn nicht. Er ist weg! Weg! Einfach weg! Alles verschwindet. Der ganze Raum im Nichts. Mein Leben löst sich auf. Zerfällt einfach. In kleine Brocken. Ich sehe zu ihm. Sie tragen ihn jetzt weg. In weißen Tüchern. Das Messer lassen sie liegen. Ich hebe es auf. Es ist klebrig. Schrecklich. Ich lasse es wieder fallen. Dann gehe ich hinaus. Ich weiß nicht wohin, einfach nur raus. Raus aus diesem Raum mit dem Blut. Weglaufen. Weglaufen vor ihm, vor mir vor der Schuld. Mein Kopf ist ganz leer. Wie ein dunkler Raum. Verlassen und leer. Ich gehe durch die Straßen. Allein und ziemlich schnell. Ich habe die falschen Schuhe an um lange und schnell zu gehen. Mir tun die Füße weh. Ich ziehe meine Schuhe aus, die 540 € teuren Jimmy-Choo-Schuhe und werfe sie weg. Es ist mir egal! Mir ist alles egal! Ich hasse diese Schuhe sie sind widerlich. Diese widerlichen teuren Labelschuhe dieses oberflächlichen Mädchens. Oh ja, ich hasse sie! Es ist gut, wenn man die Schuld auf etwas anderes schieben kann. Ja, es sind die Schuhe, die schuld sind. All die Dinge, die ich besitze sind schuld. Ich ekle mich vor mir selber. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich mich befinde. Die Straße ist nass, dreckig und kalt. „ Ich sagte dir einmal, ich liebe dich so sehr, dass ich für dich sterben würde. Siehst du ... ich habe nicht gelogen“. Mein Kopf ist kurz davor zu platzen. Ich fange an zu rennen. Bar Fuß auf der nassen Straße. Immer weiter. Ich bin gestolpert, ich falle auf die dreckige Straße. Ganz langsam. Man fällt eigentlich schneller, glaube ich. Ein dumpfer Schmerz in meinem rechten Knie. Ich bleibe liegen. Mit dem Gesicht nach unten. Ich will ewig hier liegen bleiben. Liegen ist gut. Still da liegen und nichts tun. Niemanden wehtun, keine Schuld. Wie tot sein. Der Ekel steigt erneut in mir hoch.... der Ekel vor mir, vor meiner Kleidung, allem was ich tue und getan habe. Ich reiße mir die Kleider vom Leibe. Alles ohne Ausnahme. Das türkise Escada-Kleid liegt in einer Pfütze. Es stinkt! Ich bin nackt. Aber ich friere nicht. Ich renne einfach weiter. Alles ist schwarz..... ich falle....., falle in seine Arme. Blut. Rotes Blut. Es spritzt. Ich schreie nicht... Dunkelheit.......

  2. #2
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    Heiress,du wagst dich schnell an anspruchsvollere Themen heran, zu schnell, denn deine Geschichte ist schnell heruntergeschrieben worden, scheinbar fokusiert auf einen Zweck, der nicht erkenntlich ist. Du gibst dir keine Zeit zum Reflektieren, vermittelst nur Eindrücke, die keinen Eindruck hinterlassen, versuchst einen Hintergrund zu geben, der nichts aussagt.

    Mein Tipp: Melde dich 'mal im Sprechzimmer! Man wird dir gerne helfen, aus diesem Rossgalopp etwas zu machen, was sich zu lesen lohnt. Viel Glück!

    Es grüßt
    Pully

  3. #3
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    Okay Pully .. ich habe mich gestern im Sprechzimmer gemeldet und alles was ich bekam war eine unfreundliche wenig hilfreiche Antwort ...

    Danke für dein Kommentar ... ich weiß, dass die Geschichte so wenig Sinn ergibt, denn sie gehört eigentlich zu einem riesengroßen Gedanken, den ich im Kopf habe, der ein Buch füllen konnte, den ich aber aus talentlosigkeit oder was auch immer nicht aufzuschreiben vermag...

    Lg
    ""Du gehst zu Frauen? Vergiß die Peitsche nicht!""

    Aus "Also sprach Zarathrustra" von Friedrich Nietzsche

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