Thema: Mein Tod

  1. #1
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    12

    Angry

    Ich versinke im Staub vertrockneter Tränen..
    Schleier von schweren Gedanken..
    Und Erinnerungen lasten schwer auf meinem Rücken..
    Pressen mir die Luft ab..

    Trübe Wassertropfen regnen auf meine Haut..
    Und bodenlose Tiefen öffnen sich vor mir..
    Dorniger Schmerz durchsticht mein Herz..
    Und Feuer gleich,
    verbrenne ich..

    Die blutrote Sonne steht dunkel über dem Meer..
    der letzte schöne Anblick
    den ich sehen werde..
    ich fühle mein Ende nahen..
    doch niemand ist hier..
    Feuchter Dampf treibt mir den Schweiß auf die Stirn..

    Gezackte Feuerblitze treten vor mir auf..
    doch mich lässt alles kalt..
    so kalt, das ich jedem Moment
    zu erfrieren drohe..
    Eisiger Wind treibt mir den Sand ins Gesicht..
    Doch ich spüre nichts..
    spüre nur den Tod,
    der mir in die Glieder fährt..

    Fühle noch,
    wie mein lebloser Körper
    hilflos auf den Boden sackt..
    und dann..
    ist es still...
    Und Tränen flossen auf der Wange herrunter und fielen vom Gesichte runter sie Schlagen auf wie ein Zug auf die Mauer und sind Ausdruck von tiefster Trauer

  2. #2
    Registriert seit
    Sep 2002
    Beiträge
    7.916

    Das lyr Ich zelebriert hier nur eine ziemlich egoistische Konzentration auf reichlich Selbstmitleid und Vorwürfe an die Schuldigen (an die Allgemeinheit) der Misere des lyr Ichs. Diese Sichtweise ist m.E. äußerst beschränkt und stellt sich überhaupt nicht den das lyr Ich belastenden Problemen.

    So bleibt dieser Text nur im heroisch-inszenierten und maßlosen Selbstbemitleiden einer egozentrierten Weltsicht stecken ("Jammern!!! Oh Gott, Jammern!!!!"). Das lyr. Ich ist noch nichtmal in der Lage, sich selbst und seine eigene Mitschuld an seiner Kriese zu erkennen - geschweige denn, darüber zu reflektieren. Stattdessen ergibt es sich einfach (weil es ja so viel leichter ist) in diese
    so fürchterlich heldenhafte Leidens-Pose und ignoriert jede rational diktierte Erkenntnis, daß seine feige Schicksalsergebenheit der eigentliche Auslöser seiner Agonie ist.

    Sich selbst zu hinterfragen - dazu ist es nicht in der Lage.

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 03.08.2017, 21:27
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 24.04.2015, 12:46
  3. Mein Schmerz, meine Zweifel, Mein Fenster
    Von Fallen kingdom im Forum Archiv
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 30.03.2009, 20:28
  4. Oh mein Gott ich habe mein Lyrisches Ich getötet!
    Von Daedalus im Forum Humor, Satire und Rätselhaftes
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 24.10.2007, 14:14
  5. Mein Engelchen, mein Sternchen, mein Schätzchen
    Von Peter Graedel im Forum Humor, Satire und Rätselhaftes
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 28.11.2004, 04:57

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden