Sternenhimmel


Ich liege auf der Weide und richte meinen Blick empor,
zu den Sternen, dem Mond; hinauf in die klare Nacht.
Grad’ war mir kalt, ich fühlt’ als ob ich bitter fror.
Nicht die Kälte der Welt, sondern du hast das vollbracht.

Die Weide ist so dunkel wie die Welt um mich herum.
Sie wiegt mich im Finstern; voll Schatten und Konturen.
Schleichend, mahnend, aufmerksam und dennoch stumm
umzingeln, würgen und geißeln mich sphärische Figuren.

Du warst immer ein Stern für mich, der hellste am Himmel droben.
Sehen konnte ich dich Nacht für Nacht, und fühlen jeden Tag.
Nun wird es mit jeder Stunde ein Wenig dunkler dort oben,
mit jeder Minute schwindet dein Antlitz, das ich doch so mag.

Du gabst mir neuen Mut, du schenktest mir deine Zuversicht,
du warst immer für mich da, an jedem Ort zu jeder Zeit.
Und nur aus diesem Grund schreib’ ich dir dies’ Gedicht.
Denn wir waren wir, wir waren stark und wir waren zu zweit.

Plötzlich, ja, da wanderte ein neuer Stern an deinen Horizont,
ein Stern der mich verblassen ließ, so wunderschön und unberührt.
Mein Stern an deinem Himmel wurde alsbald nun zum Mond
und der neue Stern wurde schnell zu deiner neuen Sonne gekürt.

Nun bin ich dein Mond und du hast eine neue, helle Sonne.
Am Tage ja, da schaue ich als Mond ganz oft in die Leere.
Jedoch nun da sag ich dir, immer noch bist du mir eine Wonne,
meine Sonne, denn denk mal was die Nacht ohne Monde wäre.