Thema: Leblos

  1. #1
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    Kalt,
    So kalt,
    Die Nacht.
    Mein Herz!
    Schreie,
    Vergeblich.
    Die Angst,
    Der Schmerz!

    Sitzt tief,
    Zu tief.
    Ein Sturm
    Zieht auf.
    Ich laufe,
    Renne
    Durch die Nacht.
    Gebe nicht auf.

    Die Qual,
    Sie kommt.
    Die Hoffnung
    Geht.
    Doch am Ende
    Kommt alle
    Hilfe
    Zu spät.

    Ich taumel
    Über den Asphalt.
    Mein Kopf,
    Der schallt.
    Bis dann
    Mein ganzer Körper
    Leblos
    Auf den Boden knallt.

    Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius

  2. #2
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    hey blake, kompliment, ist dir echt gelungen. manchmal schreibe ich auch gedichte in dieser form, ich finds einfach toll, und du hast so glaube ich denn dreh auch raus, ich interpretiere in die art von gedichten immer eine hast, demnach lese ich sie auch so, und ja. . .
    toll gefällt mir wirklich.
    lg jessy
    Nimm das Leben hin wie es kommt und willst du es nicht mehr hinnehmen, so nimm dir das Leben!

  3. #3
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    danke thoughtless

    ja ich finde auch, dass man in dieses gedicht hast und verzweiflung interpretieren sollte.
    hast du gedichte in dieser form hier veröffentlicht?
    würd ich mir gern ma anschauen.

    LG
    steffi
    Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius

  4. #4
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    Hallo Blake,

    also ich weiß ja nicht, ob es Sinn hat, dich noch einmal zu kritisieren, noch einmal die Zeit aufzuwenden. Scheinst du doch schon meine letzten Bemühungen in dieser Art vollkommen zu ignorieren. Hat es dir die Sprache verschlagen? Ich hoffe doch nicht. Welch' Graus wäre dies für einen Dichter!

    In meiner Kritik zu "Kein Ausweg" erwähnte ich bereits, daß mir dein Gebrauch stereotyper Bilder und Wörter negativ auffällt. Ich habe mir nun inzwischen alle deine Texte angeschaut und ich stelle fest, daß dies symptomatisch für dein Schreiben zu sein scheint.
    Bei "Kein Ausweg" erschien mir der Grad dessen noch erträglich. Aber zum Brechen wird es bei Gedichttiteln à la "Sehnsucht" oder Herz-Schmerz-Reimen, wie man sie oben findet. Diese sind wirklich überstrapaziert und längst bis zum Erbrechen ausgereizt.

    Ich weiß, daß die meisten Leute zum Dichten kommen, weil ihnen ihr Tagebuch zu langweilig wird. Aber um beim Dichten über den Grad der Langeweile einer Tagebuchsprache hinaus zu kommen, bedarf es einer intensiveren Wahnehmung der Zwecke poetischer Sprache selbst.

    In einer Dichtung ist die poetische Sprachfunktion an hierachisch höchster Stelle.*1 Das heißt, es geht nicht in erster Linie darum irgendwie eine Mitteilung zu machen, zu sagen daß man sich in der Art oder in jener Art mies oder super-duper fühlt, sonder darum, mit Sprache zu arbeiten. Beispielsweise sagt Goethe nicht einfach: "Ich bin voll aufgeregt." Er sagt: "Es schlug mein Herz geschwind zu Pferde." Und dabei spielt er noch mit dem schönen sch-Laut, der s-z-Ähnlichkeit, und der g-g-Konkordanz.

    Die Schönheit der Sprache ist es, die dem Gedicht seinen Sinn gibt. Wie willst du zu einem individuellen Stil finden, wie den Leser auf neue Weise erfahren lassen, wenn du Herz-Schmerz-Nacht-Hoffnung-Sehnsucht zum tausend und einsten Male durchkaust!?

    Teile nicht einfach mit, sondern spiele mit der Sprache! Sensibilisiere dich für ihre Formen, ihre Inhalte und ihre Funktionen! Sprich nicht einfach nach, wovon du glaubst, es sei poetisch, sondern denke selbst und hinterfrage deine Ideen! Natürlich braucht ein Dichter Ideen, aber er braucht auch ein grundlegendes Handwerkszeugt, um selbige zum Kunstwerk zu führen. Das Handwerkszeug des Dichters ist die Fähigkeit, Sprache bewußt wahrzunehmen und zu gebrauchen, und zwar sensibler als eben jene Menschen, die sie aus rein kommunikativen Zwecken im alltäglichen Leben gebrauchen.

    Dahingehend spreche ich also meinem Vorredner/meiner Vorrednerin nicht zu und kein Kompliment für obigen Text aus. Er ist weder individuell, noch originell, noch gut umgesetzt, noch gelungen und eine Vielzahl von Zeilenumbrüchen allein macht keine Idee von Hast oder Unruhe. Egal ob du als Autor meinst, man sollte sie hineininterpretieren. Mich überzeugt es nicht. Und wenn es dein Text nötig hat, daß du deinen Lesern erklärst, wie sie ihn zu verstehen (=interpretieren) haben, dann zeigt das nur, daß du ihn während der Ausarbeitung so stiefmütterlich behandelt hast, daß er ohne dich und deine Erklärungen nicht existieren kann.

    "Expect poison from standing water!", sagte schon William Blake...

    __________
    *1 Im Gegensatz zur Alltagssprache, wo referentielle (auf einen Redegegen- oder Umstand bezogen) oder emotive (auf die Gefühlssituation des Sprechers bezogen) Funktionen überwiegen.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  5. #5
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    danke für deine kritik.
    ich weiß selbst, dass ich mich um 360 grad wenden muss.
    Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius

  6. #6
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    Hi Blake!
    Ich finde es wirklich beeindruckend. Bist du wirklich erst 15 J.?? Ich beneide, solche Mensche, wie dich. Die einfach loslegen können und dabei kommen nur gute Gedicht raus.. Ich kann nur sagen: "Mach weiter so!"

    Falls du wieder ein neues Gedicht schreibst, und nichts dagegen hast, kannst du mir es dann mal übers ICQ schicken?? Würdest du des machen?

    LG Steffi

  7. #7
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    Dies ist ein GEDICHTE-FORUM. Hier wird konstruktive Kritik erwartet @ The Tiger 2.

    Dieses permanente Eierschaukeln der Anfänger unter sich hängt mir schon kilometerweit zum Halse raus.
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

  8. #8
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    danke für deine kritik.
    ich weiß selbst, dass ich mich um 360 grad wenden muss.
    Nein, es geht, glaube ich, gar nicht darum, eine 360° Wendung auf's Parkett zu legen, sondern darum, sich zu sensibilisieren. Ich denke, wenn du dich weiterhin intensiv mit Dichtung befaßt, wirst du irgendwann feststellen, daß bestimmte Worte, Formulierungen oder Bilder immer wieder auftauchen (besonders bei Novizen), und zwar von völlig unterschiedlichen Personen, die sich nicht kennen und die auch sonst eigentlich nichts gemein haben, bis auf diese Worte, Formulierungen und Bilder. Wenn du also dichtest, weil du etwas Individuelles zum Ausdruck bringen möchtest und du auch während der Lektüre fremder Texte auf Individualität im Sprachstil achtest, wird dich diese Gleichförmigkeit eben jener Phrasen irgendwann anwidern, weil sie einem das Gefühl vermittelt, der Mensch, der sie benutzt, wäre nicht individuell, sondern uniform und damit eben auch uninteressant, wie sein Text.

    Solche Texte gehen unter im Wust der immer gleichförmigen Massenproduktion. Wenn du aber Texte schaffen willst, die überdauern und sich in den Köpfen deiner Leser unverwechselbar, weil einzigartig festsetzen (wie dein Namensvetter Blake es geschafft hat), dann versuch es mit einer Sprache, die Individualität verrät! Und bleibe vorallem, auf dem Weg dorthin, deinem eigenen Werk gegenüber kritisch und betrachte unkonstruktive Lobhuddeleien, wie die von thoughless und TheTiger2, mehr als skeptisch!

    Außerdem bringt dir Trotz à la "danke, ich weiß selbst, dass ich mich wenden muss" überhaupt nichts und wirkt darüber hinaus mehr als unseriös und kindisch und einem Dichter überhaupt nicht angemessen.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  9. #9
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    vielleicht bin ich ja kindisch, weil ich auch noch ein kind bin...
    Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius

  10. #10
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    Du willst gute Kritik, wie die von levampyre einfach nicht wahrnehmen, wie?

    Endlich mal jemand, der dir sagt, wo's langgeht, der dir wirklich helfen will, und du kommst mit der Aussage "Fasst mich bitte nur mit Wollhandtüchern an, ich bin ein ach so schwaches Kind!"

    Sowie du mal kein Lob (wobei diese Anfänger-Huldigungen nicht unter solches fallen) einheimst, drückst du dich mit deinem Alter herum... ts...ts...

    Nur eine weitere Bestätigung, dass du geistig TATSÄCHLICH noch ein Kind bist.
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

  11. #11
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    bin ich ja auch
    Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius

  12. #12
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    sorry @ levampyre und ashitaka
    tut mir echt leid...
    hab mich wirklich mies verhalten.
    ich werd echt versuchen meine fehler zu erkennen und zu vermeiden.
    danke für die kritik.
    ihr habt recht, ich muss meine gedichte persönlicher machen und ihnen stil verleihen...
    thanx

    lg
    blake
    Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel. Konfuzius

  13. #13
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    hey blake, etwas ähnliches so glaube ich ist spüren von mir, kannste dir ja mal anschaun.
    bei mir sind da auch riese diskussionen vom zan gebrochen, ob man das jetzt als gedicht bezeichen darf oder nicht.
    mir gefällt deins trotzdem noch, auch wenn alle anderen so negativ darüber sprechen
    lg jessy
    Nimm das Leben hin wie es kommt und willst du es nicht mehr hinnehmen, so nimm dir das Leben!

  14. #14
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    ursürnglich eingetragen von thoughtless
    auch wenn alle anderen so negativ darüber sprechen
    Hm, also bisher haben sich, den Autor nicht mitgerechnet, vier Personen zu diesem Text geäußert. Du und TheTiger2, ihr habt euch positiv geäußert. Ashitaka zog es vor, mit dem moralischen Finger zu wedeln, den Text selbst aber unkommentiert zu lassen. Soweit ich es einsehen kann, war ich bisher der einzige, der über diesen Text negativ gesprochen hat. Bin ich also alle anderen?

    Ich denke nicht. Meine Meinung ist nur eine unter vielen hier in diesem Forum und jeder Nutzer darf sie bewerten, wie es ihm beliebt. Es ist offensichtlich, daß ich in einer anderen Liga spiele. Wenn Blake sich dafür entscheidet, ebenfalls in dieser Liga spielen zu wollen, bewahrt er die kritische Distanz zu seinem Werk und läßt sich kritische Worte ernsthaft durch den Kopf gehen.
    Möchte er das nicht, reicht es, sich weiterhin von euch den Bauch pinseln zu lassen und die eigenen Fähigkeiten für vollkommen zu halten. Die Entscheidung liegt ganz bei ihm.

    LG
    LeVampyre

    ps.: Blakes Möglichkeiten hat übrigens auch jeder andere User in diesem Forum.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

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