1. #1
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    Einerseits hat Dichterfürst Goethe die Gemeinsamkeit zwischen Türklingel und Brust voll erkannt. Andererseits sieht dieser Ver-Dichter auch Zwistigkeiten:

    Ob die Türesklingel läutet.
    Einer Brüste sich erbeutet,
    beim Gefummel und Geklingel
    steht unten stets derselbe Schlingel,
    der eindringlich, unbeschwert
    den Einlass ungestüm begehrt.

    Bleibt’s Begehren unerhört
    Findet er’s ganz unerhört.
    Was ihrerseits sie recht empört.
    Doch ihn seinerseits kaum stört.

    Denn die Geschlechter-Kontroverse
    klebt hart-neckig an beider Ferse.
    Ihn ihrerseits gern auszuschliessen.
    Seinerseits Offenheiten zu geniessen
    bemüh´n sich beid´ um guten Ton.
    Doch was haben sie davon?


    ----------------

    Der O-Ton ist von Goethe.
    Ich borgte mir seine Flöte.
    Ein Dichter verliert dabei sein Gesicht.
    Einem Ver-Dichter passiert sowas nicht.

    [Geändert durch Peter Graedel am 10-05-2005 um 06:35]

  2. #2
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    @e.c.

    Lyrische Glanzleistung oder tierische Schwanzleistung? Was auch immer. In der Rubrik Tumor, Satiere und Ekelhaftes eher letzteres. Danke fuer die Kunstblumen. Sie riechen etwas...etwas kuenstlich?

    @Trinity
    Geduld bitte. Virtuell arbeite ich mich von oben nach unten vor.


  3. #3
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    Nun, Peter, was haben sie schon davon?

    Eigentlich nichts. Nur - ein Gelächter auf beiden Seiten - wobei man sich fragen könnte, wer lauter lacht. Manipulation ist alles, Peter.


    N.

  4. #4
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    eine technische überarbeitung käme dem gelungenen inhalt, und dem lesespass und -fluss sehr zugute.
    g.l.
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  5. #5
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    @leporello,

    Danke fuer den Ratschlag. Hast Du einen Vorschlag? Ich bin leider mit der Technik nicht sehr befreundet und mit Arbeit noch weniger. Vielleicht waere ich beim naechsten Versuch besser dran anstatt 10 Minuten 15 zu opfern. Doch, wie gesagt,wenn Du Verbesserungsideen hast waeren mir diese sehr willkommen.

    Gruss
    Peter

    _____________________

    Dichter bin ich in etwa so wie der Schachspieler Sportler ist.
    Ver-Dichter bin ich in etwa so wie der Sportler Schachspieler sein kann.

    [Geändert durch Peter Graedel am 09-05-2005 um 04:34]

  6. #6
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    so mal spontan ins lenkrad gegriffen:

    Ob die Türesklingel läutet.
    (Ob an der Tür die Klingel läutet)
    Einer Brüste sich erbeutet,
    beim Gefummel und Geklingel
    steht unten stets derselbe Schlingel,
    der eindringlich, unbeschwert
    den Einlass ungestüm begehrt.

    Bleibt’s Begehren unerhört
    Findet er’s ganz unerhört.
    Was ihrerseits sie recht empört.
    Doch ihn seinerseits kaum stört.

    Denn die Geschlechter-Kontroverse
    klebt hart-neckig an beider Ferse.
    (und hier ist wohl zuviel gedankengut in 2 zeilen gepresst. müsste man etwas ausbauen, wenn die langen worte ihrerseits uns senerseits beibehalten werden sollen. und das sollen sie wohl...)
    Ihn ihrerseits gern auszuschliessen.
    Seinerseits Offenheiten zu geniessen
    (und das finale.)
    bemüh´n sich beid´ um guten Ton.
    Doch was haben sie davon?

    habe jetzt immer 4 betonugen pro zeile, in gleichbleibendem rhytmus. laut lesen hilft enorm. und zeit braucht es eben auch...
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  7. #7
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    Hallo Lepi,

    Ja, vielen Dank, Deine Version toent eindeutig viel besser. Ich habe mir erlaubt sie frech zu uebernehmen, mit Ausnahme des Vorschlags das gedraengte Gedankengut durch Erweiterung aufzulockern. Meine Haehme ueberlaesst dem Leser allzugern seinen Teil am kopfkratzen.

    Lautes lesen waere schon der wahre Jakob. Doch in meinem Fall bringt's nicht viel weil die gesprochene Sprache seit Jahrzehnten brachliegt.

    Viele Gruesse und besten Dank
    Peter

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