1. #1
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    Arrow

    Seht sie euch an im Rampenlicht,
    die Frau die unsere Sitten bricht.
    Seht sie an von oben nach unten.
    Gebt ihr Namen so wie den Tunten.

    Zerpflückt, zerfresst all ihr Gefühl,
    Als abnormal benennt sie kühl.
    Nicht, dass ihr Parasit entflieht
    und schöne Stunden mit sich zieht.

    Das Schauspiel quälte mich gar frei,
    so brech ich aus dem festen Rahmen.
    Stürm die Bühne hinauf und schrei,
    ich liebe Dich, kommt gebt mir Namen!

  2. #2
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    liebe rom_x,

    danke schön für deine interpretation! Du magst recht haben, dass die stelle mit den tunten irgendwie hart und grob in dem gedicht wirt. doch in meinen augen soll es das auch! irgendwie find ich klingt das einfach nach nackter realität! - oder denkst du, dass damit am anfang schon zu viel verraten wird oder es zu umgangssprachlich klingt? ich finde diesen vers beim durchlesen eher erschreckend! - gewollt erschreckend!

    danke dir noch einmal,
    lieben gruss und ich hab noch gar nichts von dir gelesen! - schon was gepostet?
    orange

  3. #3
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    Erschreckend finde ich dein Gedicht nicht, eher zum Lachen. Ein subjektiver Blick ins Leben eben. Also, was soll's?
    Lyrisches Du, du kannst viel besser schreiben! Warum nur diese (ziemlich verunglückte) Momentaufnahme?



    *gl*

    N.

  4. #4
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    liebe(r) nomen

    du findest dieses gedicht zum lachen ? – dann hast du es so denke ich leider nicht verstanden! wahrscheinlich hast du dir auch keine gedanken darüber gemacht was es bedeuten könnte! mit erschreckend meinte ich nicht das ganze gedicht – obwohl es das durchaus sein könnte – sondern nur der vers „gebt ihr Namen so wie den Tunten“ Nun ja, vielleicht möchtest du mir ja mal deine interpretation meines lachhaften gedichts zum besten geben? ich wäre sehr gespannt!
    liebe grüsse und ich danke auch dir für deine meinung! -à sie regt schließlich zur diskussion an...
    orange

  5. #5
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    Strophe 1 und 3 gehören intentionsmäßig und hintergrundmäßig zusammen. Dabei ist es vollkommen uninteressant, ob die Tunten schon Namen haben oder nicht, oder ob der Freie auch zur Gruppe der Tunten gehören möchte oder nicht - oder ob er überhaupt frei ist, oder ob es sinnvoll ist, einem Phantom einen Namen zu geben.
    Und Strophe 2 beinhaltet nur, dass jemand, der immer an ihr geklebt hat, sich immer noch nicht verdünnisiert hat. Der Rest verschwindet im Grau der Belanglosigkeit.
    Und der eingebaute Liebesschwur, das ist der größte Witz, der einer Person unterstellt werden kann. Also insgesamt wenig beachtlich, das Werk....darum: Und?

    Also, was ist interessant an diesem hohlen Bild?

    Du hast dich wirklich schon besser (schnittiger) verewigt im Forum. Also los - worauf wartest du? Mach's etwas spannender!


    Und ja - falls du jetzt zetern solltest wegen einer falschen Interpretation - auch gut. Ich hab's gehört.

    *gl*

    N.

  6. #6
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    liebe(r) nomen
    du hast mein zetern schon gehört, obwohl ich noch gar nicht losgelegt habe!? - sehr interessant! ich kann nur sagen, mit deiner interpretation bist du auf dem holzweg! Es geht weder um einen billigen liebesschwur, es geht auch nicht darum, dass "jemand der immer noch an ihr klebt sich noch nicht verdünisiert hat" ... auch ist dieses gedicht alles andere als belanglos! Eher ist es gesellschaftskritisch angesiedelt!
    Nun gut, du findest es scheiße - ist auch ok, damit kann ich leben! Ich freue mich dennoch, dass du andere meiner werke zu schätzen weißt und hoffe dich mit zukünftigen gedichten wieder anzusprechen!
    lg orange

  7. #7
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    Aber, aber, Orange, wer sagt denn 'Scheiße'? Du hast dein Gedicht eben auf eine breitere Basis gestellt, als ich es sah. Das gibt natürlich einen anderen Blickwinkel. Und - kann ich mich nicht auch einmal irren? Muss ich immer ins Schwarze treffen? Vielleicht kannst du mich ja mal in die richtige Denkrichtung führen, damit ich den Anschluss zu deinem Werk finde. Wäre nett.

    *gl*


    N.

  8. #8
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    Nun gut, ich versuch mal dir meine gedanken, meine interpretation zu meinem gedicht zu schildern!
    " Sie " steht im weiten sinne für die stigmatisierung, für die etikettierung mancher menschen oder gar personengruppen! in diesem gedicht ganz speziell geht es um "frauenliebe"! - allerdings wollte ich meine ganz persönlichen gedanken eigentlich nicht vorwegnehmen, da es viele formen von "Zuschreibung" gibt und jeder vielleicht etwas anderes darin sehen mag. (oder auch nicht

    Das lyrische Ich steht für die Menschen, die mit der Masse schwimmen und irgendwann erkennen, dass sie sich damit nur selber schneiden. es steht für die menschen, die sich trauen sich gegen die allgemeinheit zu stellen, für die, die wagen anders zu sein als der rest!

    Ich könnte dir noch viele gedanken zu diesem gedicht schreiben, doch möchte ich auch noch ein bisschen platz für eigene ideen oder interpretationen lassen!

    vielleicht ist mir in deinen augen der zusammenhang zu dieser thematik nicht geglückt!? - ich finds dennoch gut!

    um antwort wird gebeten!
    lg orange

  9. #9
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    es zieht einen schon wieder nach südfrankreich.
    efällt mir gut.
    g.l.g
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  10. #10
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    @leporello...

    du wirst doch nicht plötzlich eine vermutung haben wer die person mit dem erdachten hut sein könnte... *grins* - denn von frankreich steht in meinem gedicht kein wort...
    lg

  11. #11
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    @rom_x

    schau doch mal unter "sprechstundenzimmer" nach!

    lies mal die interpretation meines gedichtes, vielleicht kommt dir dann das wort tunten nicht ganz so fremd vor...

    liebe grüsse orange

  12. #12
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    Doch, @orange, mit dieser Erklärung von dir, stimme ich zu, die Umsetzung in deinen Versen ist geglückt.


    *gl*


    N.

  13. #13
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    @ nomen,
    ich bin begeistert, dich nach anfänglicher skepsis doch noch überzeugen zu können!...
    lg orange

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