Thema: letzter blick

  1. #1
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    letzter blick

    jenes schaurigschöne welken
    welches deinen mund umspült
    wie verblühte rosa nelken
    deren blütenränder man befühlt
    deine lippen ruhen kühl
    frisch und unbewegt wie morgentau
    doch dein lächeln treibt kein spiel
    deine augenlider schattigblau




  2. #2
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    Hallo waldkönigin,
    dein Gedicht ist wirklich wunderschön.
    Es ist nicht übertrieben, wenn ich dir sage, das mir die Worte fehlen! Es liest sich sehr flüssig,die Form stimmt und auserdem sind die Reime sehr künstlerisch verfasst.

    Super!! Weiter so!

    Dein Fan Nico

  3. #3
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    Post

    Hallo Nico,

    danke für dein Feedback.
    wow... ein Fan *rotwerd*



    so ein Lob tut richtig gut und geht runter wie Öl.

    liebe Grüße von der Waldkönigin

  4. #4
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    Da du schon gelobt wurden bist kann ich mich darauf konzentrieren was mich ganz persönlich beim lesen etwas gestört hat. Erst mal das V.3 und V.5 kürzer sind, beim 2. Mal kann ich da schon besser drüber weg sehen. Aber sprachlich stoß ich mich an befühlt --> kühl (eher unbewusster schmutziger reim nehm ich an), das würde vielleicht nicht weiter auffallen wenn nicht der Reim auf spiel noch unsauberer wär. Nicht das ich was gegen diese Art Reime hätte, kann auch sein das mich das nur rein subjektiv stört, weil das kühl eher in Richtung befühlt zieht und nicht auf das Spiel...ich weiß es nicht, nicht mal ob es anderen genauso geht.
    Deine Wortwahl gefällt mir allerdings auch, relativ kurz und auch relativ gut, das richtige für Zwischendurch

  5. #5
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    Hi Waldkönigin!

    Ich finde dein Gedicht ebenfalls sehr gut.
    Jetzt hätte ich aber mal eine Frage. Ich weiß nicht so ganz, wie ich dein Gedicht interpretieren soll.
    Der letzte Vers "deine augenlider schattigblau", sowie der Titel deines Werkes lassen mich etwas erahnen, aber ich bin mir trotzdem nicht sicher. Bevor ich meine -wahrscheinlich total falsche- Interpretation (gibt es überhaupt "falsche Interpretation?!) äußere, möchte ich ersmal hören, was du dir wirklich dabei gedacht hast.

    Mfg

    Weißer_Teufel

    Wenn du nichts hast, für das du sterben würdest, hast du nicht richtig gelebt.

    Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben.
    Marc Aurel (121-180)

    Sein wir realistisch und versuchen das Unmögliche.
    (Che Guevara)


  6. #6
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    hallo in die runde,

    hmmm... was ich dabei gedacht habe...
    ich versuche es euch mal zu umreissen.

    vielleicht kennt der/die eine oder andere das gefühl,
    wenn du jemanden, den du liebst, morgens im schlafe siehst. und ganz in dir drin weisst du, es wird nicht mehr viele male geben, ihn oder sie so zu sehen. wenn etwas stirbt, dann ist es nicht unbedingt der Tod, der einen anschaut, sondern gleichwohl auch der Abschied. Aber es kann durchaus auch Tod sein.


    ich wollte diesen Gedanken ein wenig in der Schwebe halten.

    allerdings bin ich am überlegen, ob ich die Zeile "deine lippen ruhen kühl" abändere in "deine lippen ruhn gekühlt".
    hmmm... da bin ich noch unschlüssig.
    denn dann ist es nicht mehr in der Schwebe, ob es sich um Abschied oder Tod (ist ja im Grunde auch Abschied, aber der endgültigste) handelt.


    liebe Grüße
    von der waldkönigin

  7. #7
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    Hi nochmal!

    Ok, das war doch schon mal ganz aufschlussreich.
    Ich war der Meinung, dass du den Tod mit einfließen lässt. (Wahrscheinlich wegen "deine Augenlider schattigblau" und "deine Lippen ruhen kühl", weiß aber auch nicht so ganau, warum.) Auf jeden Fall mal DANKE für deine Erklärung.
    Und ja, ich kenne dieses Gefühl und wahrscheinlich hat mir dein Gedicht wohl desshalb so gut gefallen. Ja, der bittersüße Schmerz...
    Ach ja, ich würde es bei "deine Lippen ruhen kühl" belassen, aber die Entscheidung liegt ja bei dir.

    Mfg

    Weißer_Teufel

    Wenn du nichts hast, für das du sterben würdest, hast du nicht richtig gelebt.

    Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben.
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